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Kakaobohnen
Chocolat Kills

Tafel Schokolade muss fair produziert werden

Obwohl die Umsätze der Kakaoindustrie steigen und die großen Schokoladenhersteller Selbstverpflichtungserklärungen abgegeben, leben Kakaobauern noch immer an der Armutsgrenze und Kinderarbeit ist keine Seltenheit. Wer hier helfen will, sollte Schokolade genießen, die aus fairem Handel kommt.

Bis aus dem Kakao eine Tafel Schokolade wird, ist es ein langer Weg. Und die Kette von der Ernte bis zur Ladentheke besteht nicht selten aus Gliedern, die Leid und Elend für einzelne Menschen bedeuten. Kleinbauern, für die der Kakao Lebensgrundlage ist, werden noch immer erbärmlich bezahlt und leben an der Armutsgrenze. Kinder, die eigentlich eine intensive Bildung genießen sollten, quälen sich bei praller Hitze in den Plantagen und müssen mitverdienen, damit die Familie nicht verhungert.

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Tafel Schokolade sollte aus nachhaltiger Herstellung stammen

Die Tafel Schokolade gehört zu uns wie die Sonne zum Sommer. Schon als Kind war der Genuss einer Tafel Schokolade unschlagbar. Und im Erwachsenenalter will man auf diese süße Auszeit nicht verzichten. Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Doch auch wir VerbraucherInnen werden bewusster, kritischer und hellhöriger, wenn beliebte Produkte eine „versaute“ Herstellungskette aufweisen. Wer will sich den Genuss einer Tafel Schokolade verderben lassen, wenn bekannt ist, dass die kleinen Kakaobohnen unter erbärmlichen Umständen geerntet werden, nur damit die großen Schokoladen-Hersteller ihre Kassen noch mehr füllen können?

Vor allem die Kleinbauern benötigen nachhaltige Lebenskonzepte

Kinderarbeit ist an der Tagesordnung

Vorbei sind die Zeiten, in denen unmenschliche Profitgier toleriert wird. Zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen und Pseudo-Selbstverpflichtungserklärungen der Schoko-Konzerne haben bisher nicht verhindert, dass das Pro-Kopf-Einkommen der meisten Kakaobauernfamilien weit unter der Armutsgrenze liegt. Und Kinderarbeit gehört zur Kakaoernte noch immer dazu, wo es auf den Plantagen an der Tagesordnung, dass die Kleinen rund um die Uhr schuften. Und alles das, obwohl die Umsätze in der Kakaoindustrie steigen. Das bestätigt der Kakaobarometer 2015, der vom Südwind Institut veröffentlicht wurde. Zertifizierungen hin oder her. Ein Gütesiegel auf der Tafel Schokolade hilft nichts, wenn die Kakaobauern weiterhin hungern.

Zertifizierte Schokolade aus fairem Handel ist ein Weg aus dem Elend

So funktioniert die Schokoladen-Herstellung nachhaltig

Wieder mal zeigt sich, wie die Sucht nach Gewinnmaximierung uns VerbraucherInnen täuscht und Hersteller zu skrupellosen Menschenschändern werden lässt. Ja, man muss es so hart ausdrücken, denn nichts anderes ist das Ergebnis der Ignoranz der großen Schokoladen-Hersteller: Kinder leiden, fleißige Bauern erhalten Hungerlöhne und die Bilanzen der Big Player der Schokoindustrie verzeichnen Gewinnsprünge. Dabei kann es so einfach sein, nachhaltig zu handeln. Dass es besser und vorbildlich geht, zeigt die Firma Original Beans mit ihrem durchgängig nachhaltig gestalteten Geschäftsmodell.

Fairtrade Schokolade durch Kooperationen mit Kleinbauern

„Wer über Fairness oder gar Nachhaltigkeit in der Schokoladeindustrie spricht und keine höheren Preise für die Produzenten einrechnet, verschleiert den wahren Sachverhalt. Schokolade ist ein klassisches Billigprodukt – dass insbesondere die Kleinbauern am Ende der Wertschöpfungskette darunter leiden, ist keine Überraschung. Ein höheres Preisniveau kann dem Konsumenten nur durch das Erlebnis herausragender Qualität vermittelt werden – denn nur der Genuss der besten Schokolade der Welt bringt den Konsumenten dazu, einen substantiell höheren Preis zu zahlen. Und diesen Preis setzen wir in messbare soziale und ökologische Nachhaltigkeit um“, so ein Sprecher des nachhaltigen Unternehmens. Die Palette, mit der der Schokoladen-Hersteller seine nachhaltigen Versprechen umsetzt, ist lang. Durch die langfristige Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften und Kleinbauernkooperativen wird ein direkter Handel garantiert, der verhindert, dass die Kakaobauern Geld an Mittelsmänner verlieren.

Fair gehandelte Tafel Schokolade

Baumschulen wurden errichtet, in denen Kleinbauern geschult werden und unabhängige Zertifizierungen garantieren ehrliche Gütesiegel. Für jede verkaufte Tafel Schokolade wird ein Baum im Regenwald gepflanzt. Das sind nur wenige Beispiele, die deutlich machen, wie wichitg ein fairer Handel ist und dass eine Tafel Schokolade auch fair und nachhaltig hergestellt werden kann. Beim nächsten Biss in das braune Süß sollten wir uns daran erinnern.

Geschulte Kleinbauern helfen bei der Bepflanzung  von Baumschulen

Tierschutz

Fair gehandelte Schokolade denkt auch an den Schutz der Tierwelt

Nationalpark

Im Virunga Nationalpark wird der Kakao nachhaltig angebaut

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Textquelle: Kakaobarometer 2015, Original Beans, Bildquelle: PR & Partnerships, Original Beans, Autor: Ulrike Rensch