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Gemüseküche
Veggie-Tag

Ein Tag ohne Fleisch: Wie könnte er aussehen?

Im Buchhandel stapeln sich appetitlich aufgemachte Kochbücher, im Fernsehen präsentieren Spitzenköche fantasievolle Gemüsegerichte, Promis bekennen sich zu Vegetariern. Der Gemüseverzehr steigt seit der Jahrtausendwende kontinuierlich an. Doch was ist dran am Trend hin zum Gemüse?

Der Gemüseverbrauch steigt - um immerhin 1,1 Kilogramm pro Kopf und Jahr seit dem Jahr 2000. Viele Menschen, darunter auch einige Promis, wie der Schauspieler Hannes Jaenicke, die Kaulitz-Brüder von Tokio Hotel oder Thomas D. von den Fantastischen Vier, sind bekennende Vegetarier. Anlässlich des Weltvegetariertages am 1. Oktober 2013 haben wir genauer hingeschaut: Wie könnte ein fleischloser Tag in der Woche aussehen?

Ausprobieren: Ein vegetarischer Tag pro Woche

Viele Deutsche ernähren sich inzwischen vegetarisch. Aber: "Niemand muss gleich Vegetarier werden, um die Vielfalt von Gemüse für sich zu entdecken. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche ovo-lacto-vegetarische Ernährung - ohne Fleisch und Fisch, aber mit Eiern und Milchprodukten - kann als Dauerkost empfohlen werden. Wer sich allerdings vegan ernährt und komplett auf tierische Produkte verzichtet, hat das Risiko, nicht ausreichend mit Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2, Vitamin B12, Vitamin D kommen und langkettigen n-3 Fettsäuren versorgt zu sein. Dies gilt vor allem für Kinder", so Dr. Helmut Oberritter von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

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Vegetarischer_Tag

Mit einer Scheibe Vollkornbrot und Kräuterquark können Sie einen vegetarischen Tag optimal beginnen © iStock/ Thinkstock

Ein Tag ohne Fleisch: Wie könnte er aussehen?

Für alle machbar: Ein Veggie-Tag pro Woche ist ein Schritt hin zu mehr Gemüse und Obst. Ein solcher Tag startet zum Beispiel mit einem Obstsalat mit Müsli zum Frühstück. Als zweites Frühstück folgt ein Vollkornbrot mit Kräuterquark oder einem vegetarischen Brotaufstrich. Zu Mittag schmeckt ein Gemüse-Eintopf oder ein großer Teller mit knackigem Wok-Gemüse und Reis. Diese "Gemüsemahlzeiten" ohne Fleisch und Fisch liegen im Trend, können leicht variiert werden und sind eine echte Bereicherung für den wöchentlichen Speiseplan.

Achtet man dabei noch auf eine bestimmte Auswahl, kann man sich an diesem Tag zudem vollkommen basisch ernähren. Nachmittags reicht ein Stück Obst der Saison. Und zum Abendessen gibt es dann einen großen Teller frischer Salate mit verschiedenen Käsesorten. "Wer einen fleischlosen Tag pro Woche über einen längeren Zeitraum praktiziert, entdeckt viele neue Rezepte, andere Gemüsesorten und lernt, sukzessive mehr Gemüse und Obst in die Mahlzeiten einzubauen", so die Erfahrung von Oberritter.

Quelle: 5 am Tag / Text: Christina Jung

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