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Wie gesund ist Milch wirklich?
Krank durch Milch

Wie viel Antibiotika trinkst du täglich?

Sie glauben Milch ist gesund? Studien haben teilweise das Gegenteil gezeigt. Und immer mehr Verbraucher sind besorgt wegen des Themas: Antibiotika und Milch. Warum täglich Milch ungesund sein kann und was Experten entdeckt haben.

Milch hat in der Bevölkerung nach wie vor ein gutes Image. Milch gehört zum täglichen Leben wie das Zähneputzen. Kinder müssen Milch trinken, Sportler brauchen angeblich Milch, damit die Muskeln wachsen und Milch liefert viel Kalzium, was wichtig ist für den Knochenbau.

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Ist Milch gesund? Die wichtigsten Nährwerte

Betrachtet man Milch und seine Nährwerte hat man den Eindruck auf das weiße Getränk nicht verzichten zu können. 100 Gramm Milch enthalten 44 mg Natrium, 150 mg Kalium und 3,4 Gramm Protein. Hinzu kommen unter anderem Vitamin A, Kalzium und andere Vitalstoffe. Als Dickmacher gilt Milch keineswegs, denn 100 Gramm enthalten nur 42 Kalorien.

Ist Milch trotzdem ungesund?

Doch immer wieder tauchen Meldungen auf, die propagieren, dass Milch ungesund ist. Schon lange ist bekannt, dass das Produkt der Kühe Akne auslösen kann. Doch damit nicht genug. Auch Krankheiten wie Krebs und Diabetes können im Zusammenhang mit dem Milchkonsum stehen. Verantwortlich hierfür sind Botenstoffe, die das Wachstum der Kälber anregen und beim Menschen das Zellwachstum aktivieren.

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Milch gesund für den Knochenbau?

Immer wieder wird den Konsumenten vorgegaukelt, Milch sei lebenswichtig für einen gesunden Knochenbau. Eine Studie der Universität Uppsala zeigt ein anderes Bild. Über 61.000 Frauen und mehr als 45.000 Männer zwischen 39 und 74 Jahren nahmen in Schweden an einer Studie zu den Auswirkungen vom Milchkonsum und Milchprodukten teil. 20 Jahre lang dauerte die Untersuchung und das Ergebnis zeigt, dass die Wirkung der Milch auf den Knochenbau überschätzt wird. Frauen, die mindestens drei Becher Milch am Tag tranken, wiesen ein höheres Risiko an Knochenbrüchen der Hüfte auf, als Frauen, die weniger als ein Glas Milch am Tag zu sich nahmen. Sogar die Sterbensrate lag bei den Milchkonsumenten höher. Die Fraktion der Milchtrinker hatte höhere Werte im Blut, die Entzündungen auslösen. Was ist also los mit unserer geliebten Milch? Die Studie brachte auch ans Tageslicht, dass Probanden, die Milchprodukte wie Käse oder Joghurt konsumierten, ebenfalls erhöhte Werte hatten. Milchprodukte mit wenig oder ohne Lactose gelten aber weiterhin als wichtige Kalziumlieferanten.

Antibiotika und Milch: Verbraucher/innen sind besorgt. Zu Recht?

Besorgte Verbraucher/innen reagieren verunsichert auf Meldungen, wonach in der Tierindustrie verstärkt Antibiotika eingesetzt wird. In der Schweine- und Geflügelmast ist der Einsatz von Antibiotika leider schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Rückstände im Fleisch wurden bereits nachgewiesen und Experten warnen davor, dass ein erhöhter Fleischkonsum zu einer Antibiotika-Resistenz führen kann. Auch Milchkühe sollen mit Antibiotika behandelt werden, damit sie mehr Milch geben.  Selbst wenn sich die Milchproduzenten an die gesetzlich vorgeschriebenen Mengen und Mittel halten, sind die Langzeitfolgen nicht überschaubar. Zwar gab es bisher noch keine Untersuchungen, die nachweisen konnten, dass Antibiotika in die Milch gelangt. Doch ausgeschlossen werden kann dies nicht. Besser ist es deshalb, Bio-Milchprodukte zu konsumieren. Hier kann man sicher sein, dass kein Antibiotika verwendet wird, denn Demeter, Bioland, Naturland & Co führen diesbezüglich strenge Kontrollen durch. Oder man greift auf Alternativen zurück wie Hafermilch, Reismilch oder Hirsemilch, die ebenfalls gute Kalziumlieferanten sind.

Viele Milchkühe erhalten Antibiotika.

Viele eigentlich gesunde Milckühe bekommen Antibiotika. Dieses steigert die Milchproduktion.

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Antibiotika nicht mit Milch einnehmen

Achtung: Milch und Antibiotika ist jedoch ein Thema, bei dem man etwas ganz anderes beachten sollte. Das in Milchprodukten enthaltene Kalzium kann sich im Magen bei Einnahme von Antibiotika-Medikamenten mit schwerlöslichen Verbindungen verknüpfen. Die Folge: Die Wirkung wird gehemmt, da Antibiotika schlechter aufgenommen werden kann. Deshalb: Antibiotika mit Wasser einnehmen und nicht mit Milch.

Achtung: Antibiotika nicht mit Milch einnehmen.

Milch beeinflusst die Aufnahme von Antibiotika negativ.

Extra-Info: Was bedeutet eigentlich H-Milch?

H-Milch bedeutet haltbare Milch, die homogenisiert wird. Die längere Haltbarkeit wird durch eine Ultrahocherhitzung erzeugt, wodurch H-Milch bis zu acht Wochen haltbar ist. Kritiker glauben, dass durch die Erhitzung Vitalstoffe der Milch verloren gehen.

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Textquellen: wikipedia.org, www1.wdr.de, www.sienexx.de, www.sueddeutsche.de, apotheken-umschau.de, www.meine-milch.de, www.tier-im-fokus.ch, www.zentrum-der-gesundheit.de, Bild: Depositphotos,PicsFive,Tonkiti,borjomi88,Text: red