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Softdrinks sind nicht gesund für den Körper
Süßes Gift

Zuckerbomben Softdrinks: machen sie dick und krank?

Die Regale in den Supermärkten quellen über mit Softdrinks in unzähligen Geschmacksrichtungen. Vor allem Jugendliche ziehen sich die „modernen“ Getränke literweise rein. Die Folgen: Übergewicht und Diabetes.

Der Kohlehydratstoffwechsel wird durcheinandergewirbelt und das Körpergewicht steigt rapide. Schon zwei Gläser täglich zuckerhaltige Getränke lassen den Bauchumfang wachsen. Wie die Pharmazeutische Zeitung online berichtete, konnten zwei US-amerikanische Studien einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von fructose- oder saccharosehaltigen Getränken Fettstoffwechselstörungen nachweisen. Die Nurses Healty Study wiederum kam zum Ergebnis, dass Frauen, die mehr als zwei Süßgetränke pro Tag konsumieren, ein höheres Risiko haben, Herzkrankheiten zu bekommen.

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Zuckerhaltige Softdrinks greifen die Zähne an

Der Körperfettanteil steigt, der Bauchumfang nimmt zu und die Gesundheit leidet – Softdrinks machen krank. Und es geht weiter mit der Schwarzliste: Eine Studie von der California Center for Pulblic Health Advocacy ergab, dass Erwachsene, die mehr als ein mit Zucker gesüßtes Getränk konsumieren, mehr zur Fettleibigkeit tendieren wie andere Menschen. Und Zahnärzte haben laut American Dental Association herausgefunden, dass zuckerhaltige Getränke immens die Mundgesundheit angreifen. Die Produktion der Säure wird erhöht, was Zähne und Zahnfleisch angreift.

Softdrinks so schädlich wie Rauchen?

Sind Softdrinks so schädlich wie Zigaretten?

Sind Softdrinks so schädlich wie Zigaretten?

Das Zentrum der Gesundheit warnt, dass Softdrinks so gefährlich wie Rauchen seien. Getränke mit hohem Zuckeranteil erhöhen das Risiko an Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Übergewicht. Und Übergewicht wiederum greift das Herz an, kann zu Schlaganfall und anderen Gesundheitsproblemen führen.

Eine US-amerikanische Studie von 2013 geht davon aus, dass weltweit bis zu 180.000 Todesfälle auf den überhöhten Konsum von zuckerhaltigen Getränken zurückzuführen sind.  Wissenschaftler der University of California stellten fest, dass zwei Gläser Limonade am Tag so schädlich sind wie Rauchen. Sogar Frühgeburten können durch Softdrinks verursacht werden.

Studie von foodwatch beweist: In vielen Fällen ist die Menge an Zucker in Getränken viel zu hoch!

Zu viel Zucker ist ungesund, das ist klar. Aber merken wir überhaupt, wie viel Zucker wir täglich zu uns nehmen? Nicht nur Teilchen, Schokoriegel und Gummibärchen enthalten große Mengen des süßen Gifts, auch Getränke können den Zuckerkonsum massiv in die Höhe treiben.

Zuckergehalt in Getränken ist viel zu hoch!

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Limonade: Durchschnittlich sechseinhalb Stücke Würfelzucker

Limonade und Cola enthalten quasi nur Zucker

Wie sehr, das zeigt eine Marktstudie von foodwatch. Die Verbraucherschützer haben 463 „Erfrischungsgetränke“ untersucht, die in Deutschland verkauft werden und dabei erschreckende Wahrheiten zutage gefördert: Mehr als die Hälfte aller untersuchten Produkte enthalten mehr als fünf Prozent, einige sogar acht Prozent Zucker. Das entspricht sechseinhalb Stücken Würfelzucker auf 250 Milliliter. Am schlechtesten schneiden Energydrinks und Limonaden ab, aber auch Eistees, Brausen und sogar Schorlen kommen alles andere als gut weg.

Zucker, Taurin und Koffein mehr enthält dieses Getränk nicht

Vor allem für Kinder kann der flüssige Zucker verheerende gesundheitliche Folgen haben, denn er erhöht das Risiko für Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2 und andere Krankheiten. Foodwatch fordert deshalb eine Zucker-Abgabe für Getränkehersteller, wie sie etwa in Großbritannien ab 2018 für Getränke mit mehr als fünf Prozent Zuckergehalt fällig wird. Mit mehr als 80 Litern pro Jahr ist Deutschland eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verzehr von zuckergesüßten Getränken. Die Gesundheitspolitik agiert im internationalen Vergleich dennoch sehr zurückhaltend, wenn es um die Bekämpfung von Fettleibigkeit und deren Folgekrankheiten geht – und das trotz jährlichen Adipositas-Folgekosten von mehr als 63 Milliarden Euro.

ein paar Limonaden haben weniger Zucker

Die foodwatch-Studie können Sie hier herunterladen.

Alternativen: Getränke mit natürlichen Inhaltsstoffen

Softdrinks versprechen den ultimativen Geschmack, doch wer die Inhaltsstoffe studiert, wird schnell erkennen, dass es sich dabei um Zuckerwasser mit chemischen Zusätzen handelt.

Wenn schon den Durst löschen, dann auf gesunde Basis. Und es gibt tatsächlich Alternativen, die schmecken und keine Krankheitsfallen sind. Bio-Softdrinks mit natürlichen Inhaltsstoffen, ungesüßt oder mit natürlichem Sirup/Honig angereichert versprechen nicht nur einen guten Geschmack, sondern auch Energie. Wer will, findet die Softdrinks auch mit Guarana angereichert, eine natürliche Kraftquelle, die ebenso fit macht und wirkt wie Koffein. Sportlern sei gesagt, dass Wasser oder Apfelsaftschorle nach wie vor die gesündesten Vitalgetränke sind.

Textquelle: pharmazeutische-zeitung(Hannelore Gießen),bihcs, zentrum-der-gesundheit, foodwatch e.V., eos-bio, Bilder: foodwatch e.V, thinkstock- bit245, zerbor, Text: Ulrike Rensch und Ronja Kiefer