1. Home
  2.  › Familie
  3.  › Eltern
Neid und Eifersucht sind häufige Streitpunkte unter Kindern © matka_Wariatka (iStock)
Plötzlich kein Einzelkind mehr

Plötzlich kein Einzelkind mehr - Eifersucht unter Geschwistern!

Für ein Einzelkind ist es oft nicht einfach, wenn ein neues Geschwisterchen hinzukommt. Wie Eltern richtig reagieren, damit kein Neid aufkommt und sich keines der Kinder zurückgesetzt fühlt.

Es ist nicht einfach für Eltern dafür zu sorgen, dass alle Kinder gleich behandelt werden. Gerade denn, wenn ein Baby in eine Familie hineingeboren wird und schon Schwester oder Bruder vorhanden sind, ist eine sensible Vorgehensweise gefragt. Alles dreht sich um den Säugling. Er erhält die ganz Fürsorge, liegt bei Mama und Papa im Arm und die Verwandten scharren sich um ihn. Keine Frage: Für den „großen“ Bruder oder die „ältere“ Schwester bleibt da weniger Zeit. Meist sind die Eltern dann auch noch übermüdet, der Rhythmus ist ein neuer und nichts ist mehr wie es einmal war. Manche Kinder ziehen sich dann zurück, sind traurig und fühlen sich verlassen.

Anzeige

Kind an das neue Familienmitglied heranführen

Eltern können diesem Verhalten vorbeugen, indem Sie dem Kind schon während der Schwangerschaft deutlich machen, dass das Baby eine Bereicherung ist und keine Konkurrenz. Integrieren Sie das Kind in die Pflege des Babybauchs, lassen Sie es die Herztöne hören und erklären Sie, wie bereichernd es ist, wenn die Familie Zuwachs bekommt. Wenn Eltern selbst Geschwister haben können sie dem Kind von den gemeinsamen Kinderzeiten erzählen, Fotos zeigen und  vermitteln wie schön es ist kein Einzelkind zu sein.

Anzeige

Mithilfe bei der Babypflege

Wenn der Säugling geboren ist, sollte das Kind ihn so bald wie möglich begrüßen. Erklären Sie wie wichtig es ist, dass das neue Familienmitglied nun die Fürsorge aller benötigt. Das Erstgeborene kann mithelfen. Lassen Sie es bei der Pflege anwesend sein und unter Aufsicht kann Creme aufgetragen oder später mitgeholfen werden, die Flasche zu reichen.

Versuchen Sie trotz der Doppelbelastung, feste Zeiten einzuhalten, in denen Sie sich ausschließlich auf den Erstgeborenen konzentrieren. Kümmern Sie sich in der Zeit intensiv um ihn und fragen Sie ihn nach seinen Erlebnissen mit dem neuen Familienmitglied. Auch ein gemeinsames Spielen mit der ganzen Familie fördert den Zusammenhalt und den Integrationsprozess.

Text: Peter Rensch
Foto: © matka_Wariatka (iStock)