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Autonome Fahrzeuge: Sieht so das Auto von morgen aus?
Autonome Fahrzeuge

Sieht so das Auto von morgen aus?

Immer wieder stehen sie in den Schlagzeilen und kein Film, der in der Zukunft spielt, kommt ohne sie aus: selbstfahrende Autos. Dieser Autohersteller hat jetzt sein erstes autonomes Fahrzeug vorgestellt, in dem das Cockpit gänzlich fehlt. Würden Sie einsteigen?

Das Thema selbstfahrende Autos eignet sich zweifellos wunderbar für einen Pro-und-Kontra-Schulaufsatz. Die Automobilindustrie betont gerne, das Fahren würde nicht nur angenehmer und stressfreier, sondern auch sicherer, wenn der Fahrer sich zurücklehnen und der Maschine das Fahren überlassen könnte. Kritiker hingegen sehen Probleme in der Bevormundung des Fahrers und warnen vor den Konsequenzen, sollte das Fahrzeug anfangen, selbstständig zu denken. Nun müssen wir uns nicht direkt Schreckensszenarien à la „Terminator“ ausmalen und befürchten, dass unser Auto zusammen mit anderen Maschinen gegen uns Krieg führen wird. Dass wir in Zukunft in selbstfahrende Autos steigen werden, steht ziemlich außer Frage. Statt gegen diese zu wettern, sollten wir uns vielleicht lieber die Visionen der Automobilindustrie anschauen und uns Gedanken darüber machen, wie Mobilität insgesamt nachhaltiger werden kann.

Autonome Fahrzeuge: Sieht so das Auto von morgen aus?

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Volkswagen präsentiert für autonomes Fahren konzipiertes Auto

Volkswagen hat in diesem Frühjahr mit Sedric (von „Self-Driving Car“) sein erstes Auto vorgestellt, das von Grund auf für autonomes Fahren entwickelt wurde. In dem Fahrzeug, das eher wie eine Schachtel auf Rädern als wie ein herkömmliches Auto aussieht, fehlt das Cockpit. Pedalen, Lenkrad und Armaturenbrett sucht man hier vergeblich. Stattdessen sitzen sich die maximal vier Passagiere in 2+2 Anordnung gegenüber. Da Sedric für autonomes Fahren des Levels 5 entwickelt wurde und weder einen Fahrer noch andere Passagiere benötigt, kann es selbstständig die Kinder an der Schule absetzen, bestellte Einkäufe am Supermarkt einsammeln oder den Besuch vom Bahnhof abholen. Nicht nur Fahrten in der Stadt, sondern auch übers Land soll das Auto absolvieren können.

Sympathisches Design soll Vertrauen erwecken

In puncto Design hat der Hersteller ganz offensichtlich auf Bedenken der Kunden reagiert und versucht, Sedric möglichst vertrauenswürdig aussehen zu lassen. Und tatsächlich wirkt das Fahrzeug mit seinen kräftigen Flanken nicht nur stabil und sicher, sondern auch dank der geschickt angebrachten Scheinwerfer, die wie Augen aussehen, sympathisch. Volkswagen betont, die Nutzer könnten mit dem Auto wie mit einem persönlichen Assistenten sprechen oder ihn auf Knopfdruck und per Smartphone App bedienen. Selbstfahrende Autos würden dadurch allen Menschen — egal ob jung oder alt, körperlich eingeschränkt oder nicht — Mobilität ermöglichen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern.

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Elektromotor und optimale Atemluft

Als besonders umweltfreundlich und nachhaltig präsentiert Volkswagen Sedric mit seinem Elektromotor, luftreinigenden Pflanzen im Innenraum und Bambuskohle-Luftfiltern. Das Modell ist durchaus für Carsharing/Shared Mobility konzipiert worden, doch das Unternehmen ist sich sicher, dass auch in Zukunft viele Menschen ihr eigenes Fahrzeug werden besitzen wollen. Hierauf wird Volkswagen setzen, denn das Geschäft mit Privatpersonen ist deutlich lukrativer als mit Carsharing-Anbietern. 

Der Schlüssel zu nachhaltiger Mobilität?

Wie können autonome Fahrzeuge also ihren Beitrag zu nachhaltiger Mobilität leisten? Wenn wir alle unsere Autos mit Verbrennungsmotor gegen Sedrics eintauschen, werden die Straßen nicht leerer — von den Kosten für die Instandhaltung der Straßen und den Verbrauch von Ressourcen ganz zu schweigen, denn schließlich muss auch ein Elektroauto erst einmal produziert werden und irgendwo seine Energie herbekommen. Natürlich erübrigt sich die Parkplatzsuche, wenn ein Fahrzeug autonom umherfahren kann und jederzeit auf Knopfdruck bereitsteht — unser Energieproblem löst es dadurch allerdings nicht. Nachhaltiger wäre es, selbstfahrende Autos über Carsharing zu nutzen, wenn der Zielort zu Fuß oder mit dem Fahrrad nicht zu erreichen ist, und den stressfreien Fahrspaß mit anderen Menschen zu teilen. 

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Quellen: Volkswagen AG, Bilder: Volkswagen AG, Text: kle