1. Home
  2.  › Freizeit
  3.  › Natur
Online Shopping
Grüne Online-Shops

Nachhaltig shoppen: Das sind die 6 nachhaltigsten Online-Shops

Online-Shopping ist bequem und einfach, jedoch nicht gerade umweltfreundlich. Aber es gibt auch Bücher-, Lebensmitte, Mode- und Elektro-Händler, die ein nachhaltiges Geschäftskonzept verfolgen. Hier finden Sie eine Liste der 6 grünsten Online-Shops.

Mit nur wenigen Klicks landen unsere Einkäufe im virtuellen Warenkorb und werden direkt nach Hause geliefert. Dank Online-Shopping muss kein Käufer mehr das Haus verlassen und können bequem das Angebot von Versandhäusern nutzen. 

Online shoppen: Warum dieses Einkaufen der Umwelt schadet

Viele Menschen nehmen an, Online-Shopping sei klimafreundlicher, da man sich den Weg mit dem Auto in die Stadt, die Plastiktüten und die Beleuchtung von Schaufenstern erspart. Doch beim Onlinehandel kommen andere Aspekte hinzu, die die Umwelt belasten. Dazu zählen die Lieferung, die Retouren, die Verpackungen und Lohndumping.

  • Lieferung: Das Ausliefern der Pakete hat hohe CO2-Emissionen zur Folge. Bei 41 Millionen Deutschen, die im vergangenen Jahr, laut der Gesellschaft für Konsumforschung, online eingekauft haben, kommt da eine Menge zusammen. Vor allem beim Expressversand können die Lieferfahrzeuge nicht immer warten bis sie voll beladen sind.
  • Retouren: "Schrei vor Glück – oder schick's zurück", heißt es in der Werbung eines bekannten Onlineversands. Die Botschaft: Bestelle dir einfach alles, was dir gefällt, probiere es daheim an und behalte nur, was passt und gefällt. Rund 250 Millionen Paket-Retouren verzeichnet der Onlinehandel jährlich, die mit einem enormen Transport- und Verpackungsaufwand verbunden sind.
    Kürzlich geriet vor allem der Versandriese Amazon in die Kritik, da ihm vorgeworfen wurde, ein Großteil der Retouren zu vernichten. Mangels verlässlicher Daten ist unklar, wie viel beschädigte oder retournierte Ware tatsächlich entsorgt wird. Legt man die von Zalando angegebene sehr niedrige Entsorgungsquote von 0,05 Prozent der Artikel als Basis einer Schätzung für die ganze Branche zugrunde, würde das bedeuten, dass europaweit bei einer zweistelligen Milliardenzahl von Sendungen jährlich mindestens mehrere Millionen Artikel entsorgt werden.
  • Verpackungsmaterialien: Die Verpackungsindustrie freut sich seit Jahren über Zuwachs. Der Anteil an Ein- und Zwei-Personen- Haushalten nimmt zu, dafür sind generell kleinere Verpackungsgrößen nötig, was mehr Pappe pro Kopf zur Folge hat. 
  • Lohndumping: Die Postbeschäftigten kämpfen gegen massives Lohndumping. Brief- und Paketzusteller stehen immer mehr unter Druck, haben keine Zeit mehr einen vernünftigen Service zu machen und sind ständigen Konflikten im Verkehr und mit der Polizei ausgesetzt, da keine Zeit bleibt, um korrekt einzuparken.
    Ausbeutung und Ungerechtigkeit herrschen jedoch nicht nur bei den Paketdiensten. Auch Onlineversandhäuser stehen wegen Lohndumping bei Leiharbeitern und ihrer aggressiven Wachstumspolitik immer wieder in der Kritik. 

Massenkonsum erzeugt Unmengen an CO2

CO2 ist eine der großen Geiseln der Menschheit. CO2 treibt den Klimawandel voran, CO2  ist mit schuld an der Erderwärmung und CO2 muss abgebaut werden, damit die Erde nicht in eine Katastrophe steuert. Wir alle sind gefragt beim Kampf gegen die Unmengen an CO2. Gerade der Massenkonsum ist ein großes Problem in Sachen CO2. Bei der Produktion, beim Transport und schließlich auch bei der Entsorgung wird COfreigesetzt. Deshalb ist es begrüßenswert, dass 200 Online Shops einen CO2-neutralen Konsum ermöglichen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch eine Kooperation des Webportals uwiano.de und der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Klima ohne Grenzen.

Wie funktioniert der Konsum ohne CO2?

Die bei der Herstellung des Produkts entstandene Menge an COwird beim Kauf ermittelt. Die Menge  an COwird anschließend durch zertifizierte Klimaschutzprojekte neutralisiert. Ergebnis: Die gekaufte Ware belastet nicht das Klima mit einem Anstieg von CO2. Den Verbrauchern entstehen keine Mehrkosten, weil der Ausgleich von COdurch die Händler finanziert wird.

Ein Atomkraftwerk stößt Schadstoffe aus

Ausstoß an CO2 um 25 Prozent reduzieren

Das bisherige Angebot an CO2-neutralen Produkten wird durch uwinano.de auf das komplette Sortiment des Onlinehandels ausgedehnt, so dass der Verbraucher die Möglichkeit hat, den persönlichen Ausstoß an CO2 um bis zu 25 Prozent zu verringern.
„Mit uwiano.de möchten wir es dem Konsumenten möglichst einfach machen, konkreten Klimaschutz zu leben. Gleichzeitig soll der Erfolg der Plattform Unternehmen motivieren, noch mehr auf klimafreundliche Produktionsprozesse zu setzen“, erklärt Christian Bachmann, Geschäftsführer von Klima ohne Grenzen. Die Such- und Einkaufsmöglichkeit bei uwiano.de funktioniert ganz einfach.

Nach Bestellung Information über Menge an CO2

Wer beispielsweise in der Rubrik Gesundheit einkaufen möchte, wählt die entsprechende Kategorie. Es erscheinen Online Shops wie shop-apotheke,com, Sanicare – Versandapotheke, Doc Morris, versandapo.de, Brillenplatz.de und vitalsana – versandapotheke. Man klickt auf das Logo des gewünschten Shops und kauft dort ein. Anschließend wird der Käufer über die Menge an CO2 informiert, die bei der Herstellung des Produkts entstanden ist. Im nächsten Schritt wird die Menge an COdurch ein Klimaschutzprojekt ausgeglichen. Die Online Shops, die sich an dem Projekt beteiligen, bieten die große Vielfalt an Waren: Amazon ist ebenso dabei wie Saturn, Vodafone, musicload, Lidl oder Karstadt.

Frauen beim onlineshopping

©djiledesign- thinkstock

Umweltfreundliche Online-Shops: Es gibt sie!

Doch es gibt auch Online-Shops, die ein nachhaltiges Geschäftskonzept vertreten. Dort werden z.B. Bio-zertifizierte und Fairtrade-Waren angeboten. Außerdem besteht das Sortiment aus recycelbaren Materialien oder Naturstoffen, die mit geringem Energieaufwand ressourcenschonend hergestellt wurden. Grüne Online-Shops haben ihren Firmensitz in Deutschland, um Transportwege möglichst gering zu halten. Darüber hinaus wird die Ware nur in recycelbaren Verpackungen auf einem CO2-neutralen Weg versendet, z. B. indem Emissionen mit Zertifikaten ausgeglichen werden.

Das gesamte Geschäftskonzept nachhaltiger Online-Shops beruht auf Nachhaltigkeit. Dazu gehört u.a. Müllvermeidung, der Bezug von Ökostrom, Energiesparen und die Unterstützung von ökologischen oder sozialen Projekten.

Das sind die nachhaltigsten Öko Online-Shops

Hier findesn Sie eine Liste der nachhaltigsten Onlineshops für Öko-Mode, Naturkosmetik, Bio-Lebensmittel, Recycling-Produkte und vieles mehr.

memolife

 1.  memolife

  • Sortiment: Über 17.000 nachhaltige Produkte aus den Bereichen Kleidung, Möbel, Haushaltswaren, Lebensmittel, Bürobedarf und Textilien.
  • Filterbar nach zahlreichen Umwelt-Labels
  • Klimaneutraler Versand in Mehrweg-Box möglich
  • Firmensitz: Greußenheim, Bayern
  • Beschreibung: Das Sortiment von memolife umfasst sowohl Produkte für Gewerbekunden als auch für Privatkunden. Von Bürobedarf, Büroeinrichtungen, Schulbedarf, Beleuchtung, Haushaltswaren, Hygieneprodukte, Naturtextilien, Möbel, Spielwaren, individuelle Werbeartikel bis Naturkosmetik und Haustierbedarf. Jedes Produkt wird auf sozialverträgliche und umweltschonende Eigenschaften geprüft. Siegel wie der Blaue Engel, BDIH, GOTS, FairTrade u.v.m. sind zahlreich vertreten.
Kivanta

2. Kivanta

  • Sortiment: Nachhaltige Ware aus den Bereichen Haushalt, Kinder, BPA-freie Trinkflaschen und Brotdosen
  • Firmensitz: Weilburg, Hessen
  • Beschreibung: Kivanta legt Wert auf ein Warensortiment, das nachhaltig hergestellt wurde und eine lange Haltbarkeit besitzt, um nicht nur Ressourcen bei der Herstellung zu schonen, sondern auch die Wegwerfkultur allmählich zu überwinden. Der Shop hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensmittelaufbewahrung ohne belastende Schadstoffe anzubieten, daher sind alle Produkte BPA-frei. Das Sortiment umfasst außerdem schadstofffreie Spielsachen und praktische Produkte für den Alltag.

Grüne Erde

3. Grüne Erde

  • Sortiment: Im Onlineshop von Grüne Erde findet man ökologische Produkte für den gesunden Schlaf, Massivholzmöbel, Heimtextilien, Wohnaccessoires, Öko Mode und Naturkosmetik.
  • GOTS-zertifizierte Textilien
  • Firmensitz: Scharnstein / Oberösterreich
  • Beschreibung: Grüne Erde steht seit mehr als 35 Jahren für nachhaltige & faire Öko Produkte, die ohne petrochemisch erzeugte Kunststoffe und ohne Gentechnik hergestellt werden. Von den Rohstoffen bis zur Verpackung legt Grüne Erde großen Wert auf Nachhaltigkeit und produziert einen großen Teil des Sortiments selber. Handwerkliche Arbeit, traditionelle Methoden und natürliche Materialien stehen dabei im Fokus. Die Produkte werden ausschließlich in EU-Ländern oder zertifizierten Betrieben in der Türkei, Peru, Bolivien oder Indien produziert.
avocadostore

4. Avocado Store

  • Sortiment: Mehr als 130.000 nachhaltige Produkte aus den Bereichen Mode, Haushalt, Kosmetik, Technik und Büro.
  • Upcycling-Produkte
  • Firmensitz: Hamburg
  • Beschreibung: Der Avocado Store bietet eine Plattform für unterschiedliche Anbieter grüner Produkte. Dort finden Kunden für fast alle konventionellen Produkte eine nachhaltige Alternative. Vor allem Modeliebhaber kommen auf ihre Kosten, da der Avocado Store alle wichtigen Öko-Labels führt. 
  • Der Online-Shop hat 10 Kriterien, nach denen entschieden wird ob ein Produkt in den Store aufgenommen wird oder nicht. Mindestens eins der folgenden Nachhaltigkeitskriterien muss dazu erfüllt sein: Rohstoffe aus Bioanbau, fair & sozial, haltbar, recycelt & recyclebar, made in Germany, CO₂-Sparend, ressourcenschonend, schadstoffreduzierte Herstellung, Cradle to Cradle, vegan.
  • Alle Nutzer können online die Angaben der Anbieter durch eine positive Bewertung bestätigen oder auch durch kritische Kommentare anzweifeln. Generell werden Hersteller und Anbieter dazu aufgefordert, die Prozesse der Warenproduktion möglichst transparent und für den Kunden nachvollziehbar darzulegen.

waschbär

5. Waschbär

  • Sortiment: Großes Sortiment an Schuhen, Bekleidung, Kosmetik, Gartenbedarf, Kindermode, Möbel, Haushaltsartikeln und ökologischen Haustierbedarf.
  • Eigenmarken für Damenkleidung (Enna) und Kinderkleidung (minibär)
  • GOTS-zertifiziert und Mitglied bei der Fair Wear Foundation
  • CO2-neutrales Unternehmen
  • Firmensitz: Freiburg, Baden-Württemberg
  • Beschreibung: Waschbär ist eines der größten nachhaltigen Versandhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Waschbär legt großen Wert auf Fairness, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Bevor ein Produkt in den Katalog aufgenommen wird, wird es von unabhängigen Verbraucherverbänden nach strengen Umweltkriterien geprüft. Dabei orientiert man sich an den Urteilen von Ökotest, Stiftung Warentest, den Gütesiegeln GS und TÜV und verschiedenen anderen Siegeln.
mehr grün

6. mehr grün

  • Sortiment: Der Onlineshop mehr grün bietet ein Sortiment an Produkten aus den Bereichen Haushalt, Wohnen und Familie.
  • Recycling-Produkte
  • CO2-neutraler Versand
  • Firmensitz: Köln, Nordrhein-Westfalen
  • Beschreibung: Mehr grün steht für Nachhaltigkeit und Transparenz. Die angebotenen Produkte werden sorgfältig ausgewählt und müssen mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen: schadstofffrei, ressourcenschonend, CO2-sparend, fair & sozial, recycelt oder recycelbar, made in Germany, biologisch abbaubar, Produkte mit Spendenanteil, BIO Produkte, vegan.

Extratipp: Einkaufen und das Klima schonen

  1. Fahrgemeinschaften zum Einkaufen schonen Sprit und Umwelt.
  2. Kaufen Sie beim Geschäft um die Ecke und meiden Sie lange Autofahrten zum Einkaufen.
  3. Lieber einmal die Woche Großeinkauf als jeden Tag kleine Einkäufe machen.
  4. Vermeiden Sie Waren mit Verpackungen und greifen Sie möglichst auf lose Produkte zurück.
  5. Plastiktüten sind tabu. Besser: Korb oder Tragetasche verwenden

Das könnte Sie auch interessieren: 

So umweltschädlich ist Onlineshopping

Übersicht: Diese Marken für grüne Mode sollten Sie kennen!

Mit grünem Gewissen im Baumarkt einkaufen: So geht's!

Quellen: memolife, Kivanta, Grüne Erde, uwiano.de, Klima ohne Grenzen, Avocado Store, Waschbär, mehr grün, Bilder: Depositphotos/stokkete; memolife, Kivanta, Grüne Erde, Avocado Store, Waschbär, mehr grün, Text: Meike Riebe und Ulrike Rensch