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Gemeinsam gegen die geplante Öl-Pipeline.
David gegen Goliath

Sioux Indianer kämpfen um Land und Umwelt

Seit der Kolonialisierung im 15. Jahrhundert wurden indigene Völker als minderwertig betrachtet und unterdrückt. Heute stellt, vor allem die Politik der industriellen Nutzung, sowie der Ausbeutung von Bodenschätzen eine Gefahr für indigene Kulturen dar. Aktuell zeigt sich das im Bau einer Öl-Pipeline in North Dakota, USA, wo das Land der Sioux-Indianer enteignet werden soll. So kannst du jetzt den Protest gegen die Umweltzerstörung unterstützen!

Die geplante Ölpipeline soll 500.000 Barrel Öl von North über South Dakota, Iowa nach Illinois befördern und die USA damit unabhängig von Ölimporten machen. Ursprünglich sollte das 3,7 Milliarden schwere Projekt an anderer Stelle gebaut werden: In der Nähe der Stadt Bismarck. Die Bewohner von Bismarck protestierten jedoch gegen den Bau der Pipeline mit dem Argument, sie bedrohe die Wasserversorgung. Daraufhin wurden die Pläne geändert, so dass die fast 1900 Kilometer lange Pipeline nun durch vier Bundesstaaten unter den Missouri River gelegt werden soll. Dabei würden die heiligen Grab- und Gebetsstätten der Urahnen der Sioux zerstört werden.

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Würde die Pipeline einmal undicht werden und Öl in den Missouri River laufen, wäre zudem die Wasserversorgung von fast 17 Millionen Menschen gefährdet. Die Sorge ist nicht unberechtigt, da es in den letzten zwei Jahren allein in North Dakota fast 300 Öl-Unfälle mit Pipelines gab. Der Protest der Sioux wird jedoch nicht nur ignoriert, private Sicherheitsleute gehen brutal gegen die Demonstranten vor Ort vor.

Standing-Rock-Proteste in North Dakota.Stopp die Pipeline. Die Ureinwohner Amerikas finden eine starke Unterstützung.

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Der Anwalt der Sioux, Dean DePountis sagt: Die Pipeline durch die heiligen Stätten zu legen, wäre genauso als würde man eine Ölleitung durch den Soldatenfriedhof Airlingon bei Washington oder unter die St. Patrick Kathedrale in New York verlegen.“

Der Stammesführer der Sioux konnte einen vorrübergehenden Baustopp erreichen, dieser wurde jedoch inzwischen wieder aufgehoben und die Arbeiten an der Pipeline dürfen weitergehen. Obwohl die insgesamt 336 Reservate das Recht haben, sich selbst zu verwalten, haben die offiziell 2,9 Millionen Indianer in den großen Parteien der US-Regierung keine Unterstützung. Viele leben in großer Armut.

Ölquelle in North Dakota.In North Dakota boomt die Gewinnung von Öl. 

Keine Unterstützung durch die US-Regierung

Während die US-amerikanische Regierung zu dem Bauvorhaben schweigt, werden die Indianer vom Bürgerrechtler Jesse Jackson, der US-Army, verschiedenen Umweltgruppen, sowie einigen Hollywood-Stars und den Vereinten Nationen (UN) unterstützt. Die Untergruppe der UN, das „Forum on Indigenous Issues“ forderte die US-Regierung auf, den Sioux ein faires Verfahren zu ermöglichen, um Gewalt und die Verletzung von Menschenrechten zu verhindern.

Nach Einschätzungen der Washington Post haben sich die Proteste mittlerweile zu einer „Bewegung für die Ureinwohner“ entwickelt.

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Auch wir können die Sioux unterstützen: Einige der Banken, die unser Geld verwalten, finanzieren den Bau dieser Pipeline mit. Dazu gehört, unter anderem, die skandalträchtige Deutsche Bank.

Mit dieser Petition soll der Druck auf die Deutsche Bank erhöht werden, um die Finanzierung der Pipeline in North Dakota zu stoppen. Mache auch mit und unterzeichne jetzt!

Hier findest du die Petition: Pipeline stoppen!

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Quelle: welt.de, Bild: Depositphotos/adrenalina, teacherdad48, schlag, ronniechua, Flickr/JOe Brusky CC-BY-NC 2.0, Paulann Egelhoff CC-BY-NC-ND 2.0,Text: Meike Riebe