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Nachhaltige Stadtentwicklung

Nachhaltige Stadtentwicklung: Ein Leben in Öko-Utopia wird wahr

Japan verbinden wir heute immer noch mit Tsunami, Fukushima, Atomkraft und Deutschlands beschlossenen Atomausstieg. Aber Japan kann auch anders. Genauer, Panasonic und seine acht Partner. Auch sensibilisiert durch die Atomkatastrophe, bauen die Unternehmen nun die erste komplett ökologische Stadt der Welt. High-Tech-Lösungen und Erneuerbare Energien inbegriffen.

Niedrigenergiestandards sind heute in aller Munde beim Bauen und Sanieren. Erneuerbare Energien, handfeste Isolierungen und im Idealfall energieautark wohnen, das ist nicht nur das Wunschziel der Bundesregierung und der Energieeinsparverordnung, EnEV 2009. Japan ist zumindest in einem Projekt schon weiter. Mit der unglaublichen Summe von 60 Milliarden Yen, mehr als 600 Millionen Euro, entsteht mit Fujisawa City eine völlig neuartige Trabantenstadt in der Nähe von Tokio. Erstbezug ist bereits im März 2014, komplett fertig sein und ein Heim für 1.000 Haushalte bieten soll die Öko-Stadt bis 2018. Der englische Name der Stadt lautet «Fujisawa Sustainable Smart Town», kurz Fujisawa SST, die clevere oder auch schicke, nachhaltige Stadt. Mehr noch, vielleicht ein Symbol für die nachhaltige Stadtentwicklung der schon nahen Zukunft.

Panasonic baut die ökologischste Stadt der Welt. Ein Musterhaus steht schon.

 

Eco-Ideas-House, das energieeffiziente Haus für die Zukunft-Stadt Fujisawa SST Nachhaltige Architektur: Das Musterhaus für Panasonic`s Fujisawa SST steht bereits: Energieeffizienz pur.

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Nachhaltige Stadtentwicklung aus den Gründen, dass durch entscheidende Maßnahmen und viele intelligente Lösungen innerhalb dieser Kleinstadt 70 Prozent der benötigten Energie selbst produziert wird. Dadurch würde der CO2-Ausstoss nachhaltig ebenso um 70 Prozent im Vergleich zu einer herkömmlichen Stadt reduziert. Selbst 30 Prozent des üblichen Wasserverbrauches könnten mit entsprechenden Maßnahmen eingespart werden.

Panasonic Fujisawa SST: NAchhaltige Stadtentwicklung

Viel High-Tech im Verborgenen: Das einzigartige Projekt Fujisawa SST birgt viele Innovationen. Foto: © Panasonic

Ein Elektronikkonzern zeigt die Richtung der innerstädtischen Zukunft

Als Elektronikkonzern hat Panasonic eine Fülle von Technologien entwickelt, die hier energieeffizient zum Einsatz kommen. Panasonic sieht die Öko-Stadt als 1:1-Modell seiner innovativen Technik an. Sozusagen als reales und mit Leben erfülltes Ausstellungszentrum dessen, was der Konzern an modernen Lösungen für das energieeffiziente Leben in der nachhaltigen Stadt der Zukunft alles bietet.

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Ein lohnendes Modell für Panasonic, hört man die Ankündigung in der eigenen Pressekommunikation. Denn das Unternehmen proklamiert das ehrgeizige Ziel, zukünftig die Nummer eins in der Welt in Sachen Nachhaltigkeit sein zu wollen.

Herzstück: nachhaltige Nutzung der solaren Energie

Die Öko-Fertigstadt ist bis ins Detail nachhaltig, energie- und ressourceneffizient durchdacht und geplant. Schon das Grundstück von 19 Hektar ist nachhaltig ausgewählt. Es ist das frühere Fabrikgelände des Megakonzerns. Das Unternehmen möchte mit seiner Öko-Stadt aufzeigen, wie nachhaltige Stadtentwicklung funktioniert, wie das komplette Wohnhaus, die ganzen öffentlichen Gebäude und eine ganze Stadt nachhaltig werden kann. Hierzu setzt Panasonic in Fujisawa SST viele neuartige Energiesparsysteme in allen Bereichen ein, innovative Energiespeichersysteme und ein effizientes Energiemanagement. So sollen beispielsweise flächendeckend Mini-Solarkraftwerke, etwa das komplette Wohnhaus abdeckend, und Batteriespeichersysteme die Energiefrage souverän lösen. Auch in öffentlichen Gebäuden oder auf ungenutzten Freiflächen soll die kostenlose Sonnenenergie in bis dato weltweit einmaliger Form genutzt werden. Ladestationen für umweltfreundliche Elektroautos sind hierbei inklusive.

Ein Füllhorn modernster Technik für eine nachhaltige Zukunft

Bei Sonnenenergie-Nutzung und Speichersystemen ist in Fujisawa SST noch lange nicht Schluss. Komfort, gepaart mit maximaler Umweltfreundlichkeit, das ist das eherne Ziel. So sollen Wärmepumpen unterstützen bei der Warmwasserbereitung, Lüftungsanlagen und eine moderne Lichttechnik den Energieverbrauch reduzieren. Mehr noch, eine von Panasonic entwickelte Steuerungstechnik soll selbst im Notfall die Energieproduktion und -Versorgung so steuern, dass Fujisawa SST komplett unabhängig sein könnte von äußerer Energiezufuhr.

Panasonic: Nachhaltige Stadtentwicklung heißt auch, Brachflächen zu revitalisieren

Nachhaltige Stadtentwicklung heißt auch, Altflächen zu nutzen. In diesem Fall: Ein ehemaliges Fabrikgelände. Foto: © Panasonic

Viel Grün soll beispielsweise für die Luftverbesserung und ein angenehmes Wohnumfeld sorgen. Auch soll ein Car-Sharing-Modell für zehn oder 20 Haushalte umgesetzt werden, das eine umweltfreundliche wie zweckmäßige Mobilität garantiert. Reduktion des CO2-Fussabdruckes inklusive. Zudem soll eine energiesparende LED-Beleuchtung der Außenanlagen sowie Überwachungskameras den Bewohnern ein maximales Sicherheitsgefühl geben.

Schließlich soll auch der Gesundheit und den Bedürfnissen älterer Menschen in dem Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung Rechnung getragen werden. Ein einfaches, gesundes und komfortables Leben soll mit vielen Serviceleistungen durch Panasonic und in Fujisawa SST ermöglicht werden.

Der Ansatz wieder mehr Grün aus verschiedenen, vorteilhaften Gründen in die Städte zu bringen ist sinnvoll. Ein ebenso grünes Projekt der nachhaltigen Stadtentwicklung findet derzeit auch in Mailand mit dem ersten vertikalen Wald der Welt. Utopia scheint am Ende doch noch wahr zu werden.

Quelle: Panasonic Text: Jürgen Rösemeier