1. Home
  2.  › Körper & Geist
  3.  › Achtsamkeit
Mikro-Abenteuer – Gehe auf Entdeckungsreise zu dir selbst
Humphreys Micro Adventures

Mikro-Abenteuer – Gehe auf Entdeckungsreise zu dir selbst

Aussteigen und sechs Monate durch den Himalaya kraxeln? Klingt verführerisch, aber leisten können sich das die wenigsten. Dennoch kennen wir die Sehnsucht nach ein bisschen Wildnis und Abenteuer.  Alastair Humphreys empfiehlt Micro-Adventures für ungeahnte Glücksmomente. 

Kinder lieben nicht nur Abenteuer, sie brauchen sie auch für die Entwicklung ihres Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls. Aber was ist mit uns Erwachsenen? Brennt die Sehnsucht nach ein bisschen Flucht aus dem Alltag, Abenteuer und Grenzerfahrung nicht ein Leben lang? Psychologen und Life Coaches wissen, wer sich ab und an eine kleine "Heldenreise" gönnt, der schafft natürliche Reize, die optimal entspannen und Stress abbauen.

Anzeige

Dafür muss man nicht gleich seinen Job kündigen und monatelang mit dem Mountainbike durch die Wüste fahren. Alastair Humphreys, der Erfinder von Micro-Adventures, plädiert für Abenteuer direkt vor der Haustüre. Simple, kurze Erlebnisse, wie beispielsweise eine Nacht draußen schlafen, für die jeder Zeit findet und in unserer heutigen Zeit essentiell sind, um abzuschalten und Erholung zu finden.

Anzeige

Abenteuerlust - Der kleine Kick mit der großen Wirkung

Kanufahrt

Der Abenteurer und Blogger Alastair Humphreys war jahrelang weltweit mit unkonventionellen Mitteln unterwegs und berichtete darüber. 2012 erhielt er die Auszeichnung "National Geographic Blogger of the year". Seit der Geburt seiner beiden Kinder sucht er seine Abenteuer jedoch in der nahen Umgebung.  Seine erste kleine Testreise war eine nächtliche Wanderung entlang der Londoner Autobahn M25, die rund um die Stadt führt. Er entdeckt, dass man selbst an einer stark befahrenen, lauten, grauen Straße auch etwas aufregend Schönes und Wildes erleben kann, verrät er in einem Interview. Darüber schreibt er in seinem Blog, nennt den Ausflug "Micro-Adventure" und löst damit eine Welle der Begeisterung aus. Seitdem ist er bekannt für seine Mikro-Abenteuer und hat darüber ein Buch geschrieben. Das Erfolgsgeheimnis der Micro-Adventures liegt seiner Meinung nach darin, dass sie jeder jeden Tag erleben kann, auch wenn er Vollzeit arbeiten muss. Eine Nacht im Garten, ein Essen am Lagerfeuer oder eine Kanufahrt am nahegelegenen Fluss reichen schon aus, dem Alltag zu entfliehen, den Kopf frei zu machen und Stress abzubauen. Die gleichzeitige Nähe zu Natur verstärkt den mentalen Ausgleich und aktiviert ein Gefühl von Lebendigkeit.

Anzeige

Micro-Adventures für magische Momente im Leben

Zelten unterm Sternenhimmel

Ein Abenteuer ist ein Abenteuer, ob groß oder klein. Erleben kann sie jeder mit nur wenig Ausrüstung und Kosten direkt vor der Haustüre. Für Alastair Humphreys besteht der Unterschied zwischen einer monatelangen Expedition und einem Micro-Adventure einzig darin, nach Möglichkeiten dafür zu suchen und sie in den Alltag zu integrieren. Die positiven Aspekte seien in Bezug auf das Wohlgefühl aber letztlich die gleichen. Wie auch bei Kindern, stärken diese Mini-Alltagsfluchten das Selbstbewusstsein und machen mutiger. Eine Nacht unter freiem Himmel am Waldrand ist sicherlich etwas ungewohnt und auch gruselig, aber man ist am Morgen auch voller Energie, ein bisschen stolz auf sich und traut sich wieder mehr zu. Dann geht es beim nächsten Mal vielleicht schon zum Klettern, Wildwasser-Rafting oder mit einem Traktorschlauch auf den See. Mehr und mehr entdeckt man sich selbst und macht Grenzerfahrungen, die Glück, Leichtigkeit oder neue Lebensziele generieren. Für Humphreys gibt es bei Micro-Adventures keine Ausreden. Wer Wildnis, Freiheit und damit das Leben spüren will, muss nur wollen und sich immer wieder Abenteuer ausdenken, die man bestenfalls noch nie gemacht hat und herausfordern.

Das könnte Sie auch interessieren: 

4 Tipps wie du umweltschonend und mit kleinem Budget reist

Anzeige

Quelle: alastairhumphreys.com, bergwelten.com, Bild: Depositphotos/Rawpixel, Unsplash/Julian Lanoy, Sayan Nath, Text: Tine Esser