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Nachhaltigleben
Die Heilungskraft der Natur

Synthetisches Schmerzmittel in Natur entdeckt

Wissenschaftler haben in Afrika eine unglaubliche Entdeckung gemacht und konnten in einem Strauch das bislang synthetisch hergestellte Schmerzmittel Tramadol entdecken. Dieser kraftvolle Wirkstoff kommt als auch in der Natur vor.

Bereits seit Ende der 70er Jahre wird der vollsynthetisch hergestellte Wirkstoff Tramadol für die Schmerztherapie eingesetzt. Er wird zwar von Morphin abgeleitet, hat aber bei weitem weniger Nebenwirkungen. Wissenschaftler des Instituts für Neurowissenschaften in Grenoble haben das Schmerzmittel nun in Afrika in einer Pflanze entdeckt. Die Pflanze Nauclea latifolia, auch Afrikanischer Pfirsich genannt, enthält tatsächlich in ihrer Wurzelrinde große Mengen an schmerzstillenden Molekülen. Diese natürlichen Moleküle sind identisch mit dem Wirkstoff Tramadol. Dabei handelt es sich um eine große Besonderheit, denn so gut wie nie kommen synthetisch entwickelte Stoffe auch in natürlichen Konzentrationen vor.

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Natürliche Medizin mit Tradition

Bei der Nauclea latifolia ist es sogar das erste Mal überhaupt, dass ein von der Pharmaindustrie synthetisch hergestelltes Molekül in einer derartig hohen Konzentration in der Natur entdeckt wird. Von dem Strauch Nauclea latifolia existieren in Afrika in zehn verschiedene Arten. Forscher untersuchen nun, in welchen davon Tramadol nachweisbar ist. Der Strauch wächst hauptsächlich südlich der Sahara und wird bereits seit langem in der traditionellen afrikanischen Medizin gegen Epilepsie, Fieber, Schmerzen und Malaria eingesetzt. Auch hier zeigt sich wieder einmal welche Überraschungen die Natur für uns bereit hält.

Quelle: medicalpress.de
Text: Kristina Reiß

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