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Ein Projekt soll Kinder in Indien vor potenzieller Kinderarbeit in der Baumwoll-Industrie schützen © Save the Children
7 Millionen Euro Fördergeld

7 Millionen Euro gegen Kinderarbeit in der Baumwollindustrie

Als begehrtester Rohstoff weltweit setzt die Textilindustrie weiterhin auf Baumwolle. Doch der äußerst schwierige Anbau wird meist von Kinderhänden ausgeführt. Ein neues 7-Millionen-Euro-Programm soll nun knapp 800.000 Kinder vor der Kinderarbeit in der Baumwollindustrie schützen.

Natürlich und atmungsaktiv – mehr als 40 Prozent unserer Kleidungsstücke bestehen aus dem Rohstoff Baumwolle. Angebaut wird sie vor allem in Afrika und Indien, wo die Existenz von Millionen von Bauern vom Rohstoff abhängig ist. So beliebt der Stoff weltweit ist, so heikle ist sein Anbau. Gerade hier ist Kinderarbeit weit verbreitet. Nicht selten stehen Kinder 12 Stunden lang auf Baumwollplantagen und werden gezwungen in unerträglicher Hitze für einen Hungerlohn zu arbeiten. Wie überall auf der Welt ist Kinderarbeit auch in Afrika und Indien offiziell verboten, doch unabhängige Studien belegen, dass die meisten Kinder im Agrarbereich, 25 Prozent allein auf Baumwollfeldern, arbeiten. Allein in Indien schätzt man die Zahl an ausgebeuteten Kindern auf 12,6 Millionen.

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7-Millionen-Euro-Programm gegen Kinderarbeit

Ein neues 7-Millionen-Euro-Programm soll daher nun knapp 800.000 Kinder in Indien vor potenzieller Kinderarbeit und Ausbeutung innerhalb der Baumwoll-Industrie zu schützen. Save the Children & IKEA Foundation kündigten am Welttag gegen Kinderarbeit, am 12. Juni, an ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Kampf gegen Kinderarbeit weiter auszubauen. In einer ersten Projektphase wurden bereits 600.000 Kinder erreicht, nun sollen weiteren 800.000 ein Bildungszugang ermöglicht werden. Weitere Ziele der Initiative sind eine Weiterbildung für Lehrer anzubieten, Kinderrechts- und Schulorganisationsgruppen zu etablieren sowie geschlechtsspezifische Diskriminierungen zu bekämpfen.

Quelle: Save the Children, IKEA Deutschland / Text: Christina Jung

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