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Viele Kinder leiden unter Ernährungs- und Wassermangel.
Wetterkatastrophe El Niño

World Vision Jahresbericht: Kinderrechte gefährdet

Die Folgen von Klimaveränderungen und Wetterextremen verletzen die Rechte vieler Kinder schwer. Darauf will das Kinderhilfswerk World Vision im Zuge der Vorstellung ihres aktuellen Jahresberichts aufmerksam machen. So verheerend sind die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño.

El Niño ist die größte Wetterkatastrophe, mit der sich das Kinderhilfswerk World Vision bislang konfrontiert sah. Ihre zerstörerische Auswirkung auf die Umwelt bedroht die Zukunft von Millionen Kindern. Dürren und Überschwemmungen zerstören mehrere Ernten in der Region und führen zu Nahrungs- und Wassermangel. Nicht nur die Gesundheit der Kinder leidet darunter, die Folgen der Klimaveränderung begünstigen die wachsende Armut. Viele Kinder können nicht mehr zur Schule gehen und müssen arbeiten, auch außerhalb ihrer Heimatorte. Eltern verlassen ihre Familien auf der Suche nach Nahrung, der Kampf um die Ressourcen gewinnt immer mehr die Oberhand und zwingt eine steigende Anzahl von Menschen zur Flucht. Das Kinderhilfswerk World Vision verwendet Teile des Budgets für Katastrophenhilfe und drängt auf Kinderschutzmaßnahmen. Rund 3 Millionen Menschen, die von El Niño betroffen sind, konnte die Organisation inzwischen helfen. Doch die Projektarbeit geht darüber hinaus.

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Großes Engagement für Flüchtlinge auch in Deutschland

World Vision arbeitet mit seiner Vernetzung in fast 100 Ländern an Strategien und großen Gemeinschaftsprojekten, die die lokale Vorsorge stärken und die Lebensgrundlagen sichern sollen. Dies geschieht etwa durch Mikroversicherungen, Spareinlagen oder durch Agroforstwirtschaft. Die Bundesregierung fungiert als wichtiger Partner, etwa in Somalia, doch mehr Regierungen müssten arme Länder unterstützen, damit diese früh auf große Krisen reagieren und in den Klimaschutz investieren können. Es sei an die Zusagen der internationalen Gemeinschaft auf der Pariser Klimakonferenz erinnert.

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Die weltweite Arbeit der Kinderhilfsorganisation konnte im letzten Jahr rund 41 Millionen Kinder in 99 Ländern unterstützen. Regionales oder internationales Engagement war bei 115 Kriseneinsätzen erforderlich. Als christliches Hilfswerk legt World Vision Deutschland e.V. seinen Arbeitsschwerpunkt auf nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Jahr 2015 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt, wodurch 10,6 Millionen Menschen mit Entwicklungsrogrammen, Katastrophenvorsorge oder Nothilfen erreicht wurden. Mit einem Höchststand von 91,6 Millionen Euro Einnahmen kam in diesem Jahr auch aus Deutschland große Unterstützung für Flüchtlinge.

Quellen: World Vision, Bild: World Vision, Text: Isabel Binzer