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Eine Arbeiterin auf einer fairen Blumenfarm © Hartmut Fiebig/ Fairtrade-Deutschland
Faire Blumen zu Muttertag

An Muttertag mit gutem Gewissen schenken: Fairtrade Blumen

So schön Blumen wie Rosen auch sind, oft ist mit ihrem Anbau die Ausbeutung von Menschen verbunden. Wer Fairtrade-zertifizierte Blumen aus fairem Handel kauft, macht nicht nur Mama am Muttertag froh. 

Wer Blumen verschenkt, möchte damit eine Botschaft senden wie „Ich mag dich!“, „Du bist mir wichtig!“ oder „Es tut mir Leid!“. Gerade an Muttertag boomt die Blumenindustrie, denn die prächtigen Blüten sind ein klassisches Geschenk, um unseren Müttern an diesem Tag zu zeigen, wie dankbar wir ihnen für unser Leben und ihre Liebe sind. Leider schwingt bei den meisten Blumen noch eine andere Botschaft mit, die ganz und gar nichts mit Liebe zu tun hat, sondern mit Ausbeutung und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen: Bereits seit den 1980er Jahren kritisieren verschiedene Nichtregierungsorganisationen die miserablen Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen in Afrika und Südamerika, denn dort kommen die meisten Blumen her, die es in Deutschland zu kaufen gibt.

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Mütter freuen sich auch über selbstgepflückte, einheimische Blumen von der Wiese. © Yarruta/iStock/Thinkstock

Mütter freuen sich auch über selbstgepflückte, einheimische Blumen von der Wiese. © Yarruta/iStock/Thinkstock

Blumen ohne Pestizide für eine faire Gesellschaft

Insgesamt werden in Deutschland beispielweise pro Jahr 1 Milliarde Rosenstiele verkauft, mehr als 80 Prozent davon sind Importware, von denen über die Hälfte aus Kenia stammt. Aber auch Tansania und Ecuador gehören zu den Großlieferanten der Blumenindustrie. Die Menschen vor Ort werden für ihre Arbeit schlecht bezahlt und ihr Gesundheits- als auch ihr Arbeitsschutz sind so gut wie nicht gewährleistet. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile in Ägypten, Äthiopien, Ecuador, Indien, Kenia, Kolumbien, Simbabwe, Sri Lanka und Tansania Fairtrade-zertifizierte Blumenfarmen. Auf diesen Farmen arbeiten die Menschen unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, die Produkte werden umweltschonend angebaut und die Gesundheit der Arbeiter ist nicht in Gefahr. Verbraucher sollten deshalb auch an Muttertag auf das Fairtrade-Siegel achten, bei Blumen aus den benachteiligten Regionen des Südens stammen. So wird mit jedem Kauf ein direkter Beitrag geleistet, um die Leben-, Arbeits- und Umweltbedingungen von Menschen in den Anbauländern zu verbessern und fairer zu gestalten. Immer mehr Menschen entschieden sich bewusst für diesen Schritt und so verdreifachte sich bereits im Jahr 2012 der Absatz von Fairtrade Rosen in Deutschland gegenüber 2011. Eine tolle Tendenz in die Richtung einer faireren Gesellschaft. 

Quelle: Fairtrade-Deutschland/TransFair e.V.
Text: Kristina Reiß

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