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Kindern Grenzen aufzeigen – So geht’s mit Erfolg
Kindererziehung

Kindern Grenzen aufzeigen – So geht’s mit Erfolg

Hilfe, mein Kind ist außer Rand und Band. Kinder sind zwar süß, doch diese kleinen Racker können auch ganz anders: Sie toben, schreien, quengeln, nörgeln, brüllen und treiben Sie als Mutter ganz schön auf die Palme. Wie Sie Ihrem Kind erfolgreich die Grenzen setzen, hat ecowoman für Sie zusammengetragen.

Wann wird aus fidelen Freudenschreien ein nerviges Gebrüll?

Fakt ist, Kinder wollen und sollen ihre Grenzen ausreizen – allerdings nicht überreizen. Der damalige wilhelminische Leitsatz der Erziehung „Kinder soll man sehen und nicht hören“ ist heute zum Glück abgeschafft. Ein gewisser Lärmpegel gehört einfach zum Kindsein dazu. Die Kleinen brauchen das Erlebnis, verschiedene Lautstärken auszuprobieren, um herauszufinden, was sie damit auslösen. Wie und wann Sie Ihrem Kind eine Grenze setzen, hängt von Ihnen und Ihrer Toleranz ab.

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Sie sind kein ausgebildeter Pädagoge – Ihre Aufgabe: bestimmt aber liebevoll

Die eine Mutter stört das Baumeln der Beine in der Bahn, die andere Mutter freut sich darüber. Es ist Ihre Verantwortung, wie Sie Ihr Kind erziehen. Falls es Ihnen schwerfallen sollte, zu unterscheiden – um bei dem Beispiel der baumelnden Beine in der Bahn zu bleiben - ob das Kind die Füße aus Spaß baumeln lässt, oder es macht, um Sie oder andere zu provozieren, können Sie ganz einfach herausfinden. Wie? Indem Sie sich in das Kind hineinversetzen. Hat es gerade nicht das bekommen, was es wollte und donnert es seine Füße fast schon gegen die des Sitznachbarn? Oder erzählt es Ihnen gerade träumerisch die Geschichte, wie aus der Sandburg im Kindergarten ein Märchenschloss wurde? Ist es eine Trotzreaktion oder nicht? Vieles lässt sich an der Mimik der Kinder und der jeweiligen Situation ablesen. Versuchen Sie zu erahnen, was in Ihrem Kind vorgeht und einzuschätzen, wann es genug ist.

Seien Sie konsequent - Nein heißt Nein!

Kinder sind nicht dumm. Sie merken, wann ein Nein vielleicht doch noch zu einem Ja werden könnte und vor allem wissen sie, was sie tun müssen, um aus dem Nein das Ja zu machen. Überlegen Sie sich vorab, welche Konsequenzen ein Ja oder eben auch ein Nein Ihrerseits haben könnte und wägen Sie ab, was in diesem Moment das richtige für Ihr Kind ist. Selbst wenn Sie im Nachhinein doch denken sollten, dass die andere Entscheidung letztendlich auch nicht so verkehrt gewesen wäre, so können Sie dennoch voller Überzeugung sagen, dass Sie in dem Augenblick komplett hinter Ihrer Entscheidung standen.

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Kindern Grenzen aufzeigen – So geht’s mit Erfolg

Kinder toben, um Aufmerksamkeit zu bekommen

Schenkt man Kindern ein Lächeln, lächeln sie zurück. Sie reagieren auf ihr Umfeld und genießen es, Aufmerksamkeit zu bekommen - genau wie Erwachsene. Sollte Ihr Kind vermehrt verhaltensauffällig werden oder vermeintlich grundlos Tobsuchtsanfälle bekommen, kann es sein, dass es einfach nur Ihre Aufmerksamkeit erregen möchte. Auch wenn es von Ihnen zur Rechenschaft gezogen wird, ist das eine Art der Aufmerksamkeit, nach der sich Ihr Kind sehnt. Oft fehlt ihnen die  Orientierung, versteht noch nicht die Regeln des Zusammenlebens und der Gesellschaft. Hier ist es wichtig, eine Grenze nicht als Frage oder als Bitte zu formulieren, und schon gar nicht als Betteln. Grenzen geben Kindern Halt und Sicherheit, das sollte man sich als Elternteil immer vor Augen führen.

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Jedes Kind ist anders – das eine möchte förmlich von Liebe erdrückt werden, das andere ist gerne mal für sich. Es ist normal, dass Kinder ihre Grenzen ausreizen. Sie sollten sich nur nicht auf der Nase herumtanzen lassen und symbolische „Stopp-Schilder“ aufstellen, um ganz klar zu signalisieren diese Grenze wird nicht überschritten. Geben Sie Ihrem Nachwuchs die geforderte Orientierung: Warum führen Sie bestimmte Handlungen aus, wofür sind diese wichtig. Sie kennen Ihr Kind am besten. Wichtig ist, dass Sie Ihren Standpunkt klar machen und kommunizieren, wann Schluss ist.

Versuchen Sie, obwohl Sie eine erwachsene Person sind, sich selbst auch nicht immer ganz so ernst zu nehmen und ab und an auch mal mit ihrem Kind herumzualbern. Ziehen Sie lustige Fratzen oder verbringen Sie zusammen eine abenteuerliche Nacht im Garten. Da kommt das Gefühl von Familienurlaub auf und macht Spaß. Will heißen: Neben der Formulierung von Grenzen sollte die gemeinsame Freude nicht zu kurz kommen.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/didesign, zlikovec, Text: Jasmine Barendt