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Ein Kindergeburtstag mal anders. Mit Spaß umweltfreundlich feiern.
Grüne Kinderparty

Kindergeburtstag: Tolle Ideen für eine grüne Party

Playstation und Fernseher bleiben heute aus. Denn heute wird ein Kindergeburtstag gefeiert, der ökologisch nachhaltig ist und den Kindern garantiert mehr Spaß als ein Ausflug ins Fastfood-Restaurant macht. Wichtig sind: gemeinsame Vorbereitung, coole Ideen und ein Fünkchen Phantasie.

Ein Kindergeburtstag mal anders. Mit Spaß umweltfreundlich feiern.

Ein toller Kindergeburtstag kann mit ein paar Ideen richtig umweltfreundlich sein.

Geburtstagsfeier für und mit Kindern: Spaß steht ganz vorne!

Einmal im Jahr König oder Königin sein! Für die meisten Kids ist der Geburtstag der aufregendste und mit größter Spannung erwartete Tag des Jahres. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn beim Fest etwas nicht so läuft, wie sie es sich erträumt haben. Wenn die Truppe eben nicht bei einer Fastfood-Kette einfällt, gar daheim geblieben wird und hier keine Chips auf dem Tisch stehen. Wenn Mama und Papa ihr Kind glücklich machen und trotzdem verantwortlich feiern wollen, ist Phantasie gefragt und meist wenig Mehraufwand. Und flugs ist aus dem Kindergeburtstag vielleicht sogar ein Nachmittag geworden, an dem die Kinder etwas Neues über die Welt gelernt haben und dabei Spaß hatten.

Wichtig hierbei: Lassen Sie den erhobenen Zeigefinger in der Tasche. Schließlich soll das Geburtstagskind im Mittelpunkt stehen. Und auch ein Blätter- oder Blumenkranz statt Burgerking-Krone macht den kleinen Gastgebenden zu König oder Königin.

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Idee für einen Kindergeburtstag: Die Natur und Tiere entdecken

Ein Ausflug zu Ehren des kleinen Gastgebers mit Freunden kommt besonders gut an. Aber es muss nicht nur ums Essen gehen und Kino können die Kinder ja fast alle Tage haben. Eins vorweg: Egal wohin, lässt es das Wetter zu, ist ein Fahrradausflug ein viel größeres Erlebnis, als wenn die Kindergruppe nur in zwei Autos verladen wird. Wenn das Wetter übel mitspielt, stehen immer noch Zug und Bus zur Verfügung, auch wenn Rasselbanden hier etwas schwieriger zu bändigen sind.

Und an Zielen, an denen spielerisch Wissen weitergegeben wird, mangelt es nicht: So kann beispielsweise ein Ausflug in ein Technikmuseum wie in Sinsheim, Speyer, Berlin oder Magdeburg richtig viel Spaß machen. Für Geburtstage in der Nähe von Wiesbaden ist das Schloss Freudenberg eine unumstritten gute Wahl. Ein altes Schloss inmitten eines Parks hält für jung und alt viele Sinneserlebnisse parat, die noch lange begeistern.

Weil man bei Kindern mit Tieren nie falsch liegt, bietet sich auch ein Nachmittag im Zoo an. Leipzig, Duisburg, Dortmund oder Saarbrücken gehören zu den Zoos, die ein spezielles Angebot für den Kindergeburtstag bieten. Mehr und mehr Bauernhöfe entdecken auch unsere Kleinen als willkommene Gäste und immer mehr Bauern organisieren einen unvergesslichen Kindergeburtstag. Oder man fragt in einer Bäckerei nach, ob man dort einen Backnachmittag organisieren könnte, denn selbstgemachte Geburtstagsbrötchen schmecken am besten. Und bei schönem Wetter ist Natur Pflicht: Etwas aufwändiger, dafür aber umso spannender, ist eine selbst organisierte Schnitzeljagd oder Rallye. Im Vorhinein geht das Geburtstagskind mit den Eltern einen Park oder Wald ab und sucht außergewöhnliche Punkte für zu erledigende Aufgaben. Letztlich treten Teams gegeneinander an. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Auch eine Kanu-Tour oder ein Ausflug auf eine Burg können damit verbunden werden, mehr über die Natur oder Geschichte spannend zu vermitteln.


Gebastelte Dekorationen für den Kindergeburtstag steigern Vorfreude.

Basteln ist Trumpf für eine schöne Geburtstagsfeier und steigert die Vorfreude der Kleinen.

Kinderparty gemeinsam planen und vorbereiten

Wie bei der Rallye gilt auch in allen anderen Fällen: Der selbst organisierte Geburtstag ist der schönste. Regnet es wie aus Kübeln und muss deshalb im Haus gefeiert werden, wäre es jedoch kontraproduktiv, dem größten Spongebob-Fan der Welt farbige Motto-Plastik-Becher zu verbieten. Doch vielleicht ist er einverstanden, die Girlanden mit den Eltern selbst zu basteln oder letztlich auch die Porzellan-Tassen mit selbstgemachten Stickern zu bekleben. Die Ansprüche der Kinder sind jedoch meist gar nicht so hoch, wie man als Eltern annimmt. Chips sind Chips, wenn sie gleich aus der Tüte in die Schale kommen, merken sie vielleicht nicht, dass sie aus nachhaltig produzierten Kartoffeln hergestellt wurden. Und wenn doch, ist sicher am Ehrentag eine Ausnahme zu machen.

Generell ist es heute nicht mehr schwierig, biologisch angebaute Lebensmittel zu servieren. Und das muss nicht immer nur Gemüse oder Obst sein. Fast zu jeder herkömmlich hergestellten Süßigkeit gibt es mittlerweile eine Bio-Alternative, die oft sogar noch besser schmeckt. Wenn mit dem Kind der Kuchen gemeinsam gebacken wird und vielleicht noch Obst aus dem eigenen Garten dabei ist, merkt es schneller, dass die Zutaten eine Herkunft haben. Auch sonst muss Süßes sein: In der Erdbeerzeit werden die Früchte einfach in heiße Schokolade getunkt. Mit Fairtrade-Schokolade überzogene Bio-Mangos machen wirklich jedem den Mund wässrig. Und keinem Gast macht es weniger Spaß, aus einem Naturstroh-Strohhalm zu trinken. Auch hier gilt, dass sofort ersichtlich wird, woher der Strohhalm überhaupt seinen Namen hat. Essbares Einweggeschirr ist ohnehin ein Renner auf Kinderfesten, auch wenn sie diese nicht verschlingen werden, wird es jeder testen.

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Kindergeburtstag: Spaß ist Programm beim Spielen und Basteln

Da bei der Geburtstagsfeier nicht nur gegessen und getrunken wird, muss ein Programm her. Und auch wenn die Kinder sich gegenseitig durch den noch cooleren Geburtstag übertreffen wollen – oder sind es die Eltern selbst? – kommen meist die einfachsten Dinge am besten an. Jemand im Bekanntenkreis, der sich als Clown verdingt? Wer ein kleines Handpuppen-Theater hat, kann die Bespielung selbst übernehmen.

Beide Male sind offene Kindermünder vor lauter Spannung garantiert. Denn hier ist etwas echt statt nur in der Flimmerkiste. Das macht Eindruck. Eine altbekannte, jedoch sehr variable Möglichkeit ist das Raten mit verbundenen Augen. Auch, wenn man keinen Pelz im Schrank hat, ist es möglich, Tierfelle erraten zu lassen – Leder, ein Schaffell, einen Geldbeutel mit Ziegenfell und vielleicht ein Stofftier mit Hasenfell ist leicht zu finden. Auch Gemüse oder Hülsenfrüchte eignen sich prächtig. Wer will, kann danach mit den erratenen Erbsen und ein paar alten Schachteln Rasseln basteln. Wetten, die Kinder schwärmen noch lange von diesem Nachmittag?

Plastik vermeiden: Auch bei einem Kindergeburtstag

Wer kennt es nicht: der Geburtstag ist zu Ende, die kleinen Gäste sind abgereist – und auf Buffet und Tellern stapeln sich die Essensreste. Eine solche Situation lässt sich mit der richtigen Planung ganz einfach vermeiden. Weil Kinder selbst am besten wissen, was ihnen schmeckt, sollten sie mit entscheiden dürfen, was bei der Fete auf den Tisch kommt. Einiges davon haben Sie vielleicht schon im Haus, deshalb lohnt ein Blick in die Tiefkühltruhe oder den Vorratsschrank. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern reduzieren auch das Risiko, etwas wegschmeißen zu müssen.

Restlos lecker feiern...

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Frische Zutaten sollten natürlich erst kurzfristig eingekauft werden, damit sie nicht verderben. Obst, Gemüse und Milchprodukte sollten Sie maximal zwei Tage vor der Feier besorgen, Fleisch und Fisch am besten erst am Tag des Fests. Wie viel Sie einkaufen müssen, können Sie mithilfe eines Richtwertes grob berechnen: Planen Sie pro Kind im Alter bis zu zehn Jahren etwa 200 bis 300 Gramm Speisen ein. 

Kleine Häppchen für den Kinderhunger

Bei der Vorbereitung des Buffets lautet dann die Devise: weniger ist mehr! Kleine Teller und kleine Häppchen sorgen dafür, dass die Kinder sich nicht mehr auftun, als sie essen können. Passende Snacks sind beispielsweise Gemüsesticks, Käsespieße und kleine Fleischbällchen. Ein weiteres Gericht, mit dem Sie nichts falsch machen können, ist Pizza.

Am besten lassen Sie die Kinder selbst entscheiden, mit was sie ihre Pizza belegen möchten. Gemüse können Sie im Vorfeld klein schneiden und abgedeckt im Kühlschrank lagern, Wurst und Käse sollten frisch aufgeschnitten werden, da sie sonst schnell trocknen. Nach dem Backen wird die Pizza in kleine Stücke geschnitten, damit möglichst keine angebissenen Reste auf den Tellern zurück bleiben. Bleibt doch etwas übrig, schmecken die Pizzastücke auch am nächsten Tag noch lecker. In einer beschichteten Pfanne werden sie (ohne Öl) in wenigen Minuten wieder kross.

Grundsätzlich gilt: Reste immer gut abdecken und kühl lagern. Dann ist das Mittag- oder Abendessen für den nächsten Tag schon gerettet und es landen keine Lebensmittel in der Tonne. Wenn Sie noch Inspiration brauchen, finden Sie hier Kochideen für typische Kinderpartyreste. Weitere Infos und Tipps auch für die „erwachsene“ Party gibt es beim Partyplaner der Initiative Zu gut für die Tonne!.

Mehr Tipps für den klimaschonenden Kindergeburtstag

Quellen: Zu gut für die Tonne! / Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bild:depositphotos/gosphotos, Depositphotos/serrnovik Text:  Ronja Kieffer, Alexa Scherrer