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Die filigransten Ostereier der Welt
Unglaubliche Kunstwerke

Jedes Ei ein Kunstwerk: Die filigransten Ostereier der Welt

Mit ruhiger Hand, viel Gefühl und noch mehr Konzentration fräst Horst Opiola Motive in Gänse-, Enten- und Straußeneier. Filigrane Perforation nennt sich die Technik, mit der Opiola aus jedem Ei ein kleines Kunstwerk zaubert.

Horst Opiola

In dem Keller von Horst Opiola im Städchen Öhringen, in Baden-Würtemberg herrscht zur Zeit Hochkonjunktur. Hier hat der pensionierte Lehrer seine Hobby-Werkstatt eingerichtet, in der er nach Lust und Laune an seinen Kunstwerken arbeitet. Jedoch nicht länger als 1,5 bis 2 Stunden pro Tag, da die Herstellung eines perforierten Eis sehr viel Konzentration, vor allem der Augen, bedarf.

Der Beginn eines einzigartigen Hobbys

Im Jahr 1990 las Horst Opiola in der Regionalzeitung einen Artikel über einen Zahnarzt, der Löcher in Eier fräst und Bildmotive darauf anfertigt. Fasziniert, aber zugleich skeptisch dachte er: „Das ist nichts für mich“, bis ihm sein Schwiegervater ein Jahr später zufällig einen Proxxon Fräsbohrer mit 20.000 Umdrehungen/ Min schenkt. Beflügelt durch erste Fräserfolge am Gänseei, lässt ihn die Faszination des Perforierens nicht mehr los. Nach drei Jahren Üben und mit einer Auswahl an einmaligen, filigranen Eiern nahm er an seiner ersten internationalen Ausstellung in Köln teil.

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Aufgemalte Zeichnung vor dem Fräsen

Aufgemalte Zeichnung vor dem Fräsen

So entstehen die Kunstwerke

Mit Bleistift zeichnet Opiola nicht nur geometrische Formen, sondern ganze Märchen auf die zuvor gereinigten Eier auf, um sie anschließend mit dem Diamantfräser zu perforieren. Der Öhringer hat sich die Technik selbst beigebracht und bis zur Perfektion ausgearbeitet. Sein einziges „Hilfsmittel“ ist eine Schutzmaske mit befestigter Lupe.

Bis zu 50 Stunden arbeitet Opiola an einem aufwendigen Motiv – ein Hobby, das Geduld braucht. Und die beginnt schon mit der Vorarbeit, denn die Eier müssen nach dem Ausblasen perfekt gereinigt werden, damit sie sich im Laufe der Jahre nicht verfärben. Eine Arbeit, bei der ihm auch gerne seine Frau Leonore hilft.

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Drei ineinander verschlungene Spiralen verleihen dem Ei ein federndes Verhalten. Die Eischale kann so tatsa?chlich leicht zusammengedru?ckt werden ohne zu brechen!

Drei ineinander verschlungene Spiralen verleihen dem Ei ein federndes Verhalten.

Ostereier mit Geschichten

Mehr als 120 Motive hat Opiola bereits in Eier gefräst. Ob Märchenfiguren, Tiere, Ornamente oder Strass-Steine – die Ideen sind unbegrenzt und stammen meistens aus Inspirationen, die der ehemalige Lehrer aus seinen Urlauben mitbringt. Nach den Motiven werden dann die passenden Eier ausgesucht. Eine längliche Ei-Form eignet sich z.B. gut für das Arche-Noah-Ei, eine runde hingegen für das Kolumbus-Ei.

Am liebsten bearbeitet Opiola Gänseeier, da die eine schöne Größe haben. Hühnereier hingegen sind zu klein und rau.


 

Dornröschen Ei

Das Dornröschenei ist Opiola's Lieblings-Ei

Durch drei ineinander verschlungene Spiralen ist ihm sogar ein federndes Ei gelungen, das tatsächlich leicht zusammengedrückt werden kann, ohne zu brechen. Opiola’s Lieblings-Ei ist jedoch das Dornröschenei. Es ist zudem das meist verkaufte Ei, vielleicht wegen der schönen Heckenrose, die sich um das Kunstwerk rankt.

Und obwohl die Eier so zerbrechlich wirken, ist bisher kaum etwas zu Bruch gegangen: „Wenn, dann passiert das am ehesten bei der Nacharbeit“, so Opiola.

Horst Opiola zeigt und verkauft seine filigranen Kunstwerke auch auf Ostereiermärkten:

Termine 2017

  • 1./2. April 2017 Greifensee, Schweiz (Schloss)
  • 8./9. April 2017 Fichtenau, Rathaus Wildenstein

Termine 2018

  • 3./4. Februar 2018 Fürstenberg, Museum
  • 3./4. März 2018 Schwetzingen, Schloss
  • 17./18. März 2018 Greifensee, Schweiz (Schloss)
  • 24./25. März 2018 Fichtenau, Rathaus Wildenstein

Safari Ei

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Quellen: Horst Opiola, Bilder: Horst Opiola, Text: Meike Riebe