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Dioxin Skandal in Bio-Eier-Zucht in NRW

NRW: Dioxin in Bio-Eiern, Betrieb jetzt gesperrt

Ausgerechnet in Eiern aus einem Bio-Betrieb in Nordrhein-Westfalen wurde nun dioxinähnliches PCB, Polychlorierte Biphenyle, bei Untersuchungen eines unabhängigen Labors gefunden. Die Ursache ist noch unklar, der Hof wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt und keine Eier aus diesem Bio-Betrieb gelangen mehr in den Handel.

Gerade zu Ostern, die Zeit, in der die meisten Eier verzehrt werden, gibt es einen erneuten Dioxin-Skandal, zudem noch ausgerechnet in einem Bio-Betrieb. Zuerst waren die Werte bei Eigenkontrollen des Bio-Betriebs durch ein privates Labor aufgefallen. Daraufhin wurden amtliche Proben genommen und untersucht, wie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen in einer Mitteilung verlautbaren ließ. Hierbei stellte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe überhöhte PCB-Werte fest. Die PCB-Werte lagen zum Teil beim sechsfachen des gesetzlich erlaubten Wertes.

Seltsam ist, dass lediglich in zwei der vier Ställe des mit 25.000 Legehennen bestückten Bio-Betriebes Proben positiv auf PCB gemessen wurden. Doch, eine kleine Entwarnung gibt es: Die positiv getesteten Eier wären letztmalig am 7. März in den Handel gekommen. Der Vorschrift von 28 Tagen entsprechend, weisen diese ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 31. März auf. Später in diesem Bio-Betrieb gelegte Eier seien laut Ministerium nicht mehr in den Handel gekommen.

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Wie das PCB in die Eier gekommen sei, wäre weiterhin unklar. Das Ministerium betont allerdings ausdrücklich, dass durch den Verzehr dieser Eier keine gesundheitlichen Folgen entstehen würden. Die Frage ist nur, wie kommt ausgerechnet in einem Bio-Betrieb das dioxinähnliche PCB in die Eier der Hühner? Beliefert wurden fast ausnahmslos Supermärkte im ostwestfälischen Kreis Minden-Lübbecke.

Erst 2011 gab es einen durch Futtermittel ausgelösten Dioxin-Skandal, der tausende von Betrieben deutschlandweit betraf. Wird sich auch dieser Skandal und noch dazu im Bio-Bereich ausweiten? Die Alternative zu Großerzeugern und Supermarkt-Produkten finden Sie in unserer Hofladen-Datenbank!

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Text JRB