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Greta Thunberg
Starke Frauen die wir bewundern

Greta Thunberg – Vorreiterin der größten Jugend-Klimabewegung

Unter dem Motto „starke Frauen“ möchten wir euch heute am Weltfrauentag Persönlichkeiten vorstellen, die die Welt bewegen. Eine junge Frau, die Medien, Politik und Menschen derzeit in ihrem Bann hält - weil sie ausspricht was viele denken - ist die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg.

In einer Reihe junger Umweltaktivisten ist sie derzeit der Star: Greta Thunberg. Die 16-jährige erreichte internationale Berühmtheit, als sie im Sommer 2018 einen Schulstreik vor dem schwedischen Reichstag initiierte. Sie kündigte an, so lange jeden Freitag den Unterricht zu „bestreiken“, bis die schwedische Regierung das Übereinkommen von Paris zum Klimaschutz einhält. Inzwischen sind die Schulstreiks in ganz Europa (vor allem in Belgien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz) zum Zeichen für den Klimaschutz geworden. „Fridays for Future“ heißt das Motto, unter dem jede Woche mehrere tausend Schüler und Studenten auf die Straße gehen, um auf die derzeitige Klimasituation aufmerksam zu machen.

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Sie scheut sich nicht davor, die Wahrheit auszusprechen

Im Dezember 2018 fuhr Greta gemeinsam mit ihrem Vater im Elektroauto zur UN-Klimakonferenz in Katowice, wo sie eine beeindruckende Rede gegen den Klimawandel hielt: „Ihr sagt, ihr liebt eure Kinder über alles, aber ihr raubt ihnen ihre Zukunft direkt vor ihren Augen“, lautete einer der eindringlichsten Sätze ihrer Rede.

Und auch bei der EU-Konferenz im Februar 2019 sprach Greta Thunberg deutliche Worte: „Wir müssen uns mit ganzer Kraft auf den Klimawandel konzentrieren. Scheitern wir dort, waren alle unsere Errungenschaften und Fortschritte umsonst. Und das Vermächtnis unserer politischen Anführer wird im größten Versagen der Menschheitsgeschichte bestehen. Und sie werden als die größten Schurken aller Zeiten in Erinnerung bleiben, wegen ihrer Entscheidung nicht zuzuhören und nicht zu handeln. Meinen Sie noch immer, wir verschwenden wertvolle Unterrichtszeit, will ich daran erinnern, dass unsere Politiker Jahrzehnte durch Leugnung und Untätigkeit vergeudet haben. Und da die Zeit knapp wird, haben wir uns fürs Handeln entschieden. Wir haben begonnen, Eure Sauerei aufzuräumen und wir werden nicht aufhören, bis wir damit fertig sind.“

Das klingt fast wie eine Drohung – eine Drohung, die längst überfällig ist. Denn Greta hat Recht: wir haben einfach keine Zeit mehr und laufen Gefahr in der Ignoranz der Politik zu ertrinken. Obwohl die Probleme des Klimawandels seit mindestens vierzig Jahren bekannt sind und die Wissenschaft bereits alle Antworten auf die Klimafrage hat, schläft die Politik immer noch und ist nicht zu den nötigen Veränderungen bereit.

Und so nehmen sich Greta und tausende andere Schüler das Recht heraus, jeden Freitag die Schule zu schwänzen, denn sie fragen sich zurecht, warum sie für eine Zukunft lernen sollen, die sie vielleicht niemals haben werden, wenn niemand etwas tut um diese Zukunft zu retten.

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So begann ihr Einsatz für den Klimaschutz

Im Alter von acht Jahren erfuhr Greta das erste Mal in der Schule von dem menschengemachten Klimawandel. Ihr Engagement für den Klimaschutz begann zunächst damit, Energiesparmaßnahmen im Haus durchzuführen. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren und überzeugte auch ihre Familie davon. Als sie elf Jahre alt war, durchlebte sie eine depressive Phase, bei der sie vorübergehend aufhörte zu essen und zu sprechen. Anschließend wurde bei ihr das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Im Mai 2018 wurde Greta Preisträgerin eines Schreibwettbewerb zur Umweltpolitik, der vom Svenska Dagbladet initiiert worden war. Durch die Veröffentlichung ihres Beitrags entstanden, nach eigenen Angaben, Kontakte zu verschiedenen Personen, die sie zu ihrem Engagement inspirierten. So begann sie kurz darauf sich auch in der Öffentlichkeit aktiv für den Klimaschutz einzusetzen.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!“

Greta Thunberg steht für eine ganze Generation von jungen Menschen, die ihre Zukunft in Gefahr sieht und nicht mehr nur redet, sondern handelt. Eine Generation, die die leeren Versprechen der Politik endgültig satt hat und sich durch gezielten Aktivismus Gehör verschafft. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“, lautete die Parole, die von rund 4.000 Schülern am 01. März beim Fridays for Future in Hamburg gerufen wurde.

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Die größte Klima-Jugendbewegung der Welt

Klimastreik mit Greta Thunberg

Derzeit findet vermutlich die größte Klima-Jugendbewegung der Welt statt. Die Jugendlichen fordern Politiker und Entscheidungsträger dazu auf, einen Plan vorzulegen, wie sie der größten Krise der Menschheit etwas entgegen stellen können. Diese Generation, auch Generation Z genannt, hat erkannt, dass die Träume ihrer Eltern nur selten Realität wurden.

In Zeiten von Burnout und Depressionen besinnt sich die Generation Z wieder auf das Wesentliche: Wozu Bildung, wenn Natur und Lebensraum in Schutt und Asche liegen? Wieso sollte ich mich Arbeitgebern fügen, die nur kurzfristige Gewinnmaximierung im Sinn haben und die weitreichenden Folgen ausblenden? Und was bringt es mir mein Leben der Arbeit zu widmen und dabei das Leben ganz zu vergessen?

In dem Wissen, dass es eigentlich nichts mehr zu verlieren gibt, weil bereits alles verloren ist, wenn es so weiter geht, scheuen sie die Konfrontation nicht. Das Beispiel Greta Thunberg macht zudem deutlich, dass man auch als einzelner junger Mensch etwas verändern kann. Das sollte uns doch allen den Mut geben, für unseren Traum von einer besseren Welt aktiv zu werden!

Quellen: Bilder: Depositphotos/Ale_Mi, Text: Meike Riebe

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