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Überschwemmung und Hochwasser nach Dauerregen
Folgen des Klimawandels

Anpassung an den Klimawandel muss sein

Hinter uns liegt – mal wieder – ein Rekordsommer. Extreme Hitzewellen und enorme Starkregenfälle haben deutlich gezeigt: Es wird Zeit, dass wir uns anpassen und die richtige Vorsorge zum Schutz vor dem Klimawandel treffen.

Die Hitzewelle, die uns in den letzten Wochen fest im Griff hatte, ist vorbei. Endlich, sagen die einen. Schade, meinen die anderen. Bei einem Punkt können wir uns alle sicher sein: Dauerhafte Temperaturen von über dreißig Grad gehören in Zukunft zu unserem Leben dazu.

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Extremer Starkregen gehört zu einer wärmeren Welt dazu

Das gleiche gilt auch für ein Wetterphänomen, das wohl weniger umstritten ist, sondern überwiegend negativ betrachtet werden dürfte: Mit Schaudern erinnern sich viele Menschen an die Unwetter und Starkregenfälle, die im Mai und Juni mit teilweise katastrophalen Folgen über verschiedene Regionen Deutschlands und Europas hineingebrochen sind. Extreme Regenmengen von bis zu 180 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 48 Stunden haben dafür gesorgt haben, dass ganze Orte von der Außenwelt abgeschnitten waren und Menschen ihr Zuhause verloren haben.

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Verantwortlich war das „Tief Mitteleuropa“, eine Großwetterlage, die ungewöhnlich lang anhielt: Sie herrschte nämlich an zehn von 14 Tagen und an sieben davon in Folge. Es wird höchste Zeit, dass wir uns auf solche extremen Wetterphänomene vorbereiten. Denn wir werden in Zukunft damit leben müssen. Davon gehen jedenfalls die Experten des Deutschen Wetterdienstes aus. Ihre Klimamodelle zeigen, dass Wetterlagen wie das Tief Mitteleuropa und damit auch Unwetter und extreme Starkregenfälle wohl feste Bestandteile einer wärmeren Welt sind – und dass sie in jedem Ort in Deutschland vorkommen können.

Vorsorge zum Schutz vor dem Klimawandel ist notwendig

Brände nach wochenlanger Hitze, menschengemachter Klimawandel

Verhindern können wir diese Entwicklung nicht mehr, der menschengemachte Klimawandel lässt sich nicht aufhalten, aber mit den richtigen Klimaschutz-Maßnahmen, die etwa beim Klimagipfel Ende 2015 in Paris verabschiedet wurden, kann er zumindest gebremst werden. Nichtsdestotrotz muss aber dringend eine Anpassung an den Klimawandel erfolgen. Es gibt bereits einen Aktionsplan, der konkrete Vorschläge beinhaltet. Dazu gehören zum Beispiel hochaufgelöste Risikokarten für Städte und Gemeinden, die zeigen, wo durch starken Regen Überflutungen entstehen können und auf deren Basis die Bürger eigene Vorsorgemaßnahmen wie etwa eine Kellerabdichtung vornehmen können.

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine wassersensible Stadtentwicklung, die Zwischenspeicher für plötzlich auftretende Wassermassen einplant oder durch entsiegelte Freiflächen die Versickerung von Regenwasser fördert. Auch die Dachbegrünung kann eine sinnvolle Maßnahme sein, denn Gründächer verzögern nicht nur den Abfluss von Regenwasser, sondern tragen außerdem dazu bei, den Stadtklimaeffekt zu verringern. So lassen sich Klimaschutz und Vorsorge vor dem Klimawandel auf nachhaltige Weise miteinander verbinden. Davon profitieren die Menschen auch, wenn die Vorhersagen wider Erwarten nicht eintreffen sollten, denn Maßnahmen wie die Stadtbegrünung verbessern nachweislich die Lebensqualität.

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Quellen: Deutsches Klima-Konsortium e.V. (DKK), Bild: Depositphotos/ginasanders; Alesik, Text:  Ronja Kieffer