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Nachhaltige Architektur: Gewinner evolo Skyscraper Competition 2013

© eVolo

Leben in der Zukunft

Leben in der Zukunft: Die besten Architekten haben die Entwürfe

Das US-Design- und Architekturmagazin eVolo schreibt jedes Jahr die Skyscraper Competition aus, die einen Einblick in die Ideen der internationalen Architekten gibt, wie wir in einigen Jahrzehnten leben. Zumindest leben könnten. Insgesamt wurden schon mehr als 5.000 Projekte eingereicht. Die Gewinner, die sehr viel Nachhaltigkeit in unsere Städte bringen wollen.

Einige der alleine dieses Jahr eingereichten 625 Projekte von Architekten aus 83 Ländern betraten aus architektonischer Sicht Neuland. Die Entwürfe reichten bis hin zu einem Netzwerk aus Hochhäusern in der Stratosphäre oder einem Cluster aus künstlichen Inseln, die sich zum 7. Kontinent im Pazifischen Ozean zusammenfügen. Diese sollen auf eingesammeltem Plastikmüll in den Meeren errichtet werden, um auch ein stückweit der stetig steigenden Menge dieses Abfalls in den Meeren Herr zu werden, denn dessen Menge hat sich in den letzten 40 Jahren verhundertfacht.

  • Kampf dem Plastikmüll! Dieser der "7. Kontinent" genannte Entwurf für das Leben der Zukunft hat als Fundament eingesammelten Plastikmüll, dank dessen dieses Habitat schwimmend im pazifischen Ozean treibt.
  • Geothermie nutzen in Regionen mit viel Vulkan-Aktivität schwebte dem Architekten bei diesem Entwurf vor.
  • Schon seit Beginn der industriellen Revolution im Jahre 1750 ist unsere Luft ist verpestet. Ein quallenähnliches Gebilde soll diese reinigen.
  • Der dritte Platz ging an dieses schwebende Gebilde, dass der Platznot und dem fehlenden Grün in den Megacities der Zukunft Paroli bieten will.
  • Auch die inneren Werte zählen, so wie bei diesem grünen Gefängnis.
  • Auffällig ist, wie viel Grün die nachhaltige Architektur des 22. Jahrhunderts in Gebäuden integriert.
  • Zweiter im Skyscraper Wettbewerb wurde dieser Entwurf. Unter anderem wohl auch, da die Materialien des Gebäudes selbst die recycelten Überreste einer alten Industriebrache sein sollen.
  • Der urbane Wurm heißt dieser Entwurf, der sich über wie unterirdisch durch die Zukunfststadt schlängelt.
  • Stahl und Beton gehören für diesen Entwurf eines Architekturbüros der Vergangenheit an. Das spart nicht nur nachhaltig Kosten und Energie, durch spezielle Holzwerkstoffe ersetzt, ist das Gebäude von Grund auf umweltfreundlich.
  • Und wieder Grünes in der Vertikalen. Einer der Zukunftstrends dieses Jahrhunderts.
  • Dieser flauschig wirkende Soundscraper absorbiert den Großstadtlärm und produziert daraus elektrische Energie.
  • 'Fußball ist mein Leben' heißt es für Viele und der samstägliche Gang ins Stadion eine gelebte Tradition. Hier sollen sich in Zukunft auch Nicht-Fußballfans zuhause fühlen.
  • ... was bei dieser "Innenausstattung" vielleicht gar nicht so schwer fällt.
  • Die Zeroscraper sind fest mit der Erde verankert und absolut erdbebensicher. Gleichzeitig gelangen sie durch die Verankerung an Erdwärme und lebenswichtiges Wasser, selbst in unwirtlichen Regionen dieser Welt.
  • Ein negativer Wolkenkratzer im Meer. Seine trichterförmige Konstruktion bringt Licht bis ins unterste Stockwerk.

Andere Architekturentwürfe scheinen gar nicht so weit in der Zukunft zu liegen wie ein Berghochhaus, welches sich tief in einer alten Kohlemine befinden soll oder ein anderer, der ein Hochhaus plant, das wie ein Vulkan geformt ist und sich durch Geothermie seine Energieversorgung in vulkanologisch besonders aktiven Regionen dieser Welt sichert. Ein anderer Entwurf will weg von den üblichen Stahl- und Betonhochhäusern, hin zu Gebäuden aus dem nachhaltigen Baustoff Holz. Neue, laminierte Holzwerkstoffe könnten dessen Verwendung ermöglichen. Ein weiterer Entwurf, der es unter die Top-30 der prämierten Architekturprojekte der Zukunft schaffte, berücksichtigt die Tatsache, dass bis zum Ende des Jahrhunderts der Meeresspiegel um geschätzte 500 Millimeter steigen wird. 3.000 Städte würden laut den Architekten dann überflutet. Wo soll man dann leben? Wo seine Vorfahren begraben? Der „das Versprochene Land“-Entwurf, ganz den Worten Gottes an Abraham im Buch Genesis, soll die nachhaltige, sich selbstversorgende Lösung sein.

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Skyscraper Competition 2013: Die Gewinnerentwürfe

Der Gewinnerentwurf des Architektur-Wettbewerbs heißt ‚Polar Umbrella‘. Dieser Entwurf eines US-amerikanischen Architekturbüros nimmt sich der Tatsache der schmelzenden Polarkappen an. Ein überdimensionaler Regenschirm soll diesen Effekt verringern, gleichzeitig Solarenergie produzieren und ein Ziel für Öko-Touristen werden.

Nachhaltige Architektur: Gewinner evolo Skyscraper Competition 2013

Leben wir in naher Zukunft vielleicht auch in der Stratosphäre? Da unser Planet zu eng geworden oder zu zerstört ist? © eVolo

Der zweite Platz ging an ein französisches Büro mit ihrem Entwurf für den ‚Phobia Skyscraper‘. Dieser Entwurf hat zum Ziel einen verlassenen und maroden, von alter Industrie geprägten Stadtteil von Paris wieder zu beleben. Hierzu sollen auch recycelte Materialien der alten Industrie verwendet werden. Diese werden zu variablem Modulen vorgefertigt und können flexibel zu- oder abgebaut und wieder recycelt werden.

Wie derzeit viele Architekturprojekte, so berücksichtigt auch der als Dritter prämierte Entwurf das fehlende Grün im urbanen Lebensraum. Auch hier wird in die Höhe gebaut und viel Grün integriert, um die Megacities der Zukunft grüner zu machen. Der einzige Unterschied zu heute schon Möglichem: Das Gebäude dessen Form an einen Heißluftballon erinnert, schwebt über der Stadt.

Die nachhaltige Architektur der Zukunft

Nachhaltige Architektur: Gewinner evolo Skyscraper Competition 2013

Durchatmen, die Blicke schweigen lassen und einfach genießen - so wie hier im Garten der Sinne, Merzig, laden insgesamt 25 Gärten im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg nicht nur Hobbygärtner zum Verweilen ein.  © Brigitte Krauth/Gärten ohne Grenzen

Die Skyscraper Competition 2013 – Architekten machen sich Gedanken über die Gebäude der Zukunft und landen irgendwo zwischen Architektur, spektakulärem Design und nachhaltiger Kunst. Was wird kommen, inwieweit werden diese Entwürfe Einfluss auf die Gebäude der kommenden Generationen haben? Jedenfalls wurden auch dieses Jahr viele nachhaltige Ansätze präsentiert, die nachhaltige Lösungen für heute heiß diskutierte Probleme der Zivilisation anbieten. Von der Energieversorgung über die Umweltverschmutzung bis zum Klimawandel.

Der Wettbewerb des Magazins eVolo wird bereits seit 2006 veranstaltet und eine hochrangige Jury wählt unter der Vielzahl an Entwürfen die besten aus. Für Architekturfans hält das Magazin eine auf 150 Bücher limitierte Collector`s Edition, die die besten Werke des Wettbewerbs von 2006 – 2012 präsentiert. Ist das Standardwerk  bereits längst ausverkauft, so sind von dieser Ausgabe mit den gesammelten, spektakulärsten Entwürfen noch wenige Exemplare erhältlich. Nicht nur was für Architekturfans.

Quelle und Bilder: eVolo, Text: Jürgen Rösemeier