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Nachhaltiges Windgas sehr gefragt und übertrifft Erwartungen

Windgas ist die ideale Lösung, um Verluste bei der Ökostrom-Produktion zu minimieren. Laut Greenpeace gehen in Spitzenzeiten jährlich insgesamt 127 Gigawattstunden Strom verloren, weil er nicht eingespeist werden kann. Die Produktion von Windgas schafft hier nachhaltig und umweltfreundlich Abhilfe.

Windgas: Ideal, um Öko-Strom zu speichern.

Öko-Strom wird zu Windgas: So kann Windenergie nachhaltig gespeichert werden

Windgas ist ein Gas aus rein erneuerbaren Energiequellen, genauer, das aus überschüssigem Windstrom gewonnen wird. Immer dann, wenn mehr Ökostrom entsteht als verbraucht wird oder auch als das Stromnetz transportieren kann, wird die überschüssige Energie in Windgas umgewandelt und ins Gasnetz eingespeist. So werden erneuerbare Energien speicherbar – und zwar in großen Mengen und nötigenfalls für viele Monate. «Windgas ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende in Deutschland», betont Astrid Kleinkönig, Marketingleiterin bei Greenpeace Energy, die das Angebot an Windgas ab 2012 ihren Energiekunden liefern wird. «Die Technik ermöglicht, dass wir uns in Zukunft vollständig aus erneuerbaren Energien versorgen», so Kleinkönig weiter.

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Doch schon heute kann Windgas eine wichtige Rolle übernehmen. Ein zunehmender Teil an Ökostrom – vor allem der weiter ausgebaute Windstrom – passt nicht mehr ins Stromnetz, weil die Leitungen nicht genügend ausgebaut sind und der Neubau auf sich warten lässt. Nach neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur gingen im vergangenen Jahr so 127 Gigawattstunden Strom verloren. Der verlorengegangene Strom im Wert von 30 Millionen Euro hätte ausgereicht, um mehr als 30.000 Haushalte über ein Jahr zu versorgen.

In dem Tarif-Angebot von Greenpeace Energy, der Energieversorger nennt es «proWindgas», ist ein Aufschlag enthalten, der zum Aufbau der Windgas-Technologie, und damit der Weiterentwicklung der Speicherung von Ökostrom, dient. Aktuell prüft Greenpeace Energy Standorte für die nötige Infrastruktur.

Greenpeace Energy ist eine Energiegenossenschaft, die deutschlandweit bereits 110.000 Kunden mit Ökostrom versorgt. Das Tochterunternehmen Planet Energy hat zudem mittlerweile rund 108 Millionen Euro in den Bau sauberer Kraftwerke investiert. Bis zum Jahresende werden laut Prognose des Unternehmens 5.000 Stromkunden das Windgas-Angebot nutzen.

Quelle: Greenpeace, Text: JRB