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Roundup: BUND warnt vor hoch giftigem Pflanzenschutzmittel

Der Umgang mit giftigen Pflanzenschutzmitteln wird häufig noch verharmlost. Die Wirkungen auf das Ökosystem können aber durchaus heftig sein. Aktuell warnt der BUND vor dem Unkrautvernichter «Roundup unkrautfrei». Roundup – für den Garten wie die Landwirtschaft käuflich - es schadet in extremem Maß dem Menschen.

Der BUND bemängelt den allzu lockeren Umgang mit Roundup unkrautfrei. Weltweit kommt dieser Unkrautvernichter in der Landwirtschaft zum Einsatz. Auch in Gärten oder für Hofeinfahrten nutzen viele Gärtner Roundup unkrautfrei. Doch der Einsatz des Pflanzengiftes ist nach Aussage des Umweltverbandes keineswegs so unproblematisch, wie die Werbung suggeriert. Aktuelle Studien bestätigen die erheblichen Gefahren des Unkrautkillers für Natur und Menschen.

Giftiges Glyphosat schädigt auch menschliche Zellen

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Im Gartenhandel und Baumärkten wird derzeit wieder verstärkt für Roundup unkrautfrei geworben. Zwar soll es im eigenen Garten maximal einmal im Jahr angewendet werden, dennoch ist von dem Glyphosat-haltigen Umweltgift stark abzuraten. In ländlichen Regionen Lateinamerikas, wo vermehrt dieser Wirkstoff, aber auch Tallowamin in der Landwirtschaft zum Einsatz kommt, wird über eine erhöhte Rate an Fehlgeburten, Fehlbildungen von Neugeborenen und Krebserkrankungen berichtet. Und ein globales Amphibiensterben ist zu verzeichnen, das, gemäß wissenschaftlichen Studien, auf den Einsatz von Glyphosat zurückgeführt werden kann. Selbst in der Nähe des eigenen Gartenteichs angewendet, kann es dort zu Schädigung der Tiere führen.

Übrigens: Nicht nur Round up enthält das giftige Glyphosat, auch andere Unkrautvernichter  enthalten den toxischen Wirkstoff.

Auch in Deutschland wird das Unkrautvernichtungsmittel noch häufig verwendet – in der Landwirtschaft, in Haus- und Kleingärten und von Grünflächenämtern. Mit dem nächsten Regen gelangt es in die Gewässer und vergiftet die dort lebenden Amphibien.

 

Nachhaltige, umweltfreundlichere Maßnahmen gegen Unkraut

Zunächst ist die Bezeichnung Unkraut falsch. Dieser Namen stammt nur daher, dass wir in einem aufgeräumten Garten diese Wildkräuter nicht haben möchten. Obwohl die meisten essbar sind.

Im Gartenbedarf gibt es beispielsweise eine stabile Fugenbürste mit dicken Metallborsten. Diese bringen etwa in der Hofeinfahrt jedes Unkraut aus den Fugen.

Auch eine Gasflasche mit langem Griff kann, angezündet und bei windfreiem Wetter benutzt, unerwünschte Wildkräuter lediglich durch Hitzeeinwirkung beseitigen.

Ein gepflegter Rasen, ein regelmäßig, etwa mit der Ziehhacke bearbeitetes Beet, und ein gesunder Biogarten minimieren den Wildkräuter-Wuchs optimal.

Weitere Tipps zum Biogarten, einen chemiefreien Garten sowie die aktuellen Gartentipps.

 

Quelle: BUND

Text: Jürgen Rösemeier