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Elektro-Geräte, Handys und Batterien richtig recyceln

Viele Dinge werden in Deutschland recycelt und der Bürger hat sich weitestgehend an das Recycling, von Papier, Glas, Kunststoff oder Metall schon längst gewöhnt. Doch bei Elektrogeräten und Batterien nehmen es die Deutschen nicht ganz so genau. Rohstoffe und Gifte machen sorgsameren Umgang aber nötig.

Effektives Müll-Recycling nur durch richtige Sortierung möglich.

In der Mülltrennung muss sich viel ändern. Insbesondere von Handys, Batterien und Elektro-Geräten.

Schnell ist es passiert: Die alte Radiobatterie landet im Abfallsack, das Altöl oder der Farbverdünnerrest werden einfach in das WC geschüttet, der Renovierungsmüll fliegt auch mal in den Straßengraben und das alte Handy in die Restmülltonne. Doch: Die unkorrekte Entsorgung von Sondermüll aus dem Haushalt ist kein Kavaliersdelikt. Denn je nach Abfallsorte und Delikt würden sich die Übeltäter strafbar machen.

Recycling von Elektrogeräten sinnvoll

Die Wiederverwertung gerade von Elektrogeräten funktioniert in der Schweiz besser als in den meisten EU-Staaten. Laut Bundesamt für Umwelt (Bafu) wurden 2008 in der Schweiz pro Person 14 Kilogramm Elektrogeräte verwertet; der EU-Durchschnitt liegt bei gerade mal vier Kilogramm oder 30 Prozent allen anfallenden Elektro-Schrotts. Auf Basis dessen haben die EU-Umweltminister im März diesen Jahres beschlossen, die Verwertung von Elektrogeräten zu forcieren. Schrittweise soll die Quote von 30 auf bis zu 85 Prozent EU-weit angehoben werden. Denn auch die Politiker haben erkannt, dass die Rohstoffe in Elektrogeräten sinnvoll recycelt werden können und dass enthaltene Giftstoffe schlecht für die Umwelt sind.

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Achtlos entsorgt: Batterien und Akkus schaden der Umwelt

Eine Rückgabepflicht gibt es auch für Batterien und Akkus. Denn sie gelten als Sondermüll und müssen fachgerecht entsorgt werden. In Deutschland gibt es Sammelstellen in nahezu jeder Gemeinde für diesen und anderen Sondermüll. Doch auch die Supermärkte und Elektronikhändler haben die Zeichen der Zeit erkannt. Daher findet der Verbraucher in vielen Märkten heute eine Batteriesammel-Box, in die die ausgedienten Energiespender kostenlos entsorgt werden dürfen. Die umweltverträgliche Entsorgung von Batterien und Akkus ist aus zwei Gründen sinnvoll: Zum einen lassen sich aus Batterien und Akkus wertvolle Rohstoffe wie Eisen, Nickel, Mangan und Zink zurückgewinnen. Und zum anderen gelangen schädliche Schwermetalle wie Cadmium und Blei (sowie früher auch Quecksilber) nicht über den Hausmüll in die Umwelt.


Ihr altes Handy spenden oder recyceln: viele Wertstoffe enthalten.

Recycling alter Mobiltelefone: Viele wertvolle, teils seltene Rohstoffe sind enthalten.

Auch Mobiltelefone sollten nicht in der Mülltonne landen. Vor allem weil sie Wertstoffe wie Wolfram, Molybdän, Praseodym, Dysprosium, Germanium, Ytterbium oder Neodym enthalten. Diese Wertstoffe, auch seltene Erden genannt, sind derzeit knapp. Doch sind sie unerlässlich für die Produktion von Telefonen, Computern, Flachbildschirmen oder Windturbinen. Deswegen sollten ausgediente Mobiltelefone keinesfalls im Haushaltsmüll landen. Doch in Deutschen Haushalten liegen allein 70 Millionen alter Mobiltelefone herum. Diese sollten bei einem Mobilfunkanbieter kostenlos dem Recycling zugeführt werden.

Text: Yildiz Asan.

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Handy-Recycling

  • Mehr und mehr Mobilfunkanbieter nehmen alte Handys kostenlos zurück.
  • Wer sein Handy bei der Telekom abgibt, unterstützt damit die Deutsche Umwelthilfe. Sie fördert mit dem Erlös aus den Rohstoffen im Alt-Handy Umwelt- und Naturschutzprojekte. Besonders: Auch Schulen oder Umweltgruppen können durch das Handy-Recycling Fördergelder für ihre Umwelt- und Naturschutzprojekten erhalten.

Quelle: konsum.ch

Verkaufsstellen und gesonderte Sammelstellen für Sondermüll

  • Auf alte Akkus und Batterien besteht eine Rückgabepflicht. Sie können unentgeltlich bei der Verkaufsstelle oder separaten Sammelstellen abgegeben werden.
  • Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren enthalten Schadstoffe und müssen separat entsorgt werden. LED-Lampen enthalten Elektronikteile und gehören zum Elektroschrott.
  • Altöl muss in mindestens der gekauften Menge vom Händler kostenlos zurückgenommen werden. Oder er muss eine Sammelstelle nennen.
  • Farbreste oder Lacke können ebenfalls bei den kommunalen Sammelstellen abgegeben werden.
  • Für CDs, CD-ROMs und DVDs besteht noch kein flächendeckendes Rücknahmesystem. Sie können jedoch beim Elektrohändler abgegeben werden. Zum Datenschutz empfiehlt es sich zuvor die CDs zu verbrechen.
  • Bei alten Elektrogeräten besteht die Möglichkeit, die Geräte zur Verkaufsstelle zurückbringen. Gerade beim Neukauf entsorgen die Händler die Altgeräte gratis.

Quelle: konsum.ch