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Am besten natürlich: Schutz für Holzkonstruktionen und –Möbel.

Holzschutz: Freie Fahrt für chemiefreie, umweltfreundliche Pflege

In vielen heute erhältlichen Mitteln, die Holz vor Insekten, Feuchtigkeit und Schimmel schützen, stecken nach wie vor teils gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe. Während Lösemittel schnell ausdünsten, machen sich andere Substanzen über Jahre unliebsam bemerkbar. Tipps, die Gesundheit und Umwelt schonen.

Planen Sie den Holzschutz im Eigenheim rechtzeitig

Wirksamer Schutz für Ihr Eigenheim beginnt bei der Hausplanung und Bauphase, wenn Holz verbaut wird. Die DIN 68800 schreibt bestimmte Konstruktionen vor, die Feuchtigkeit oder Insektenbefall in tragenden Holzteilen schon in der Bauphase verhindern. So lassen sich Insekten etwa abwehren, indem das Holz beim Bau eingekleidet oder verschalt wird. Wird das Holz trocken gehalten, so ist es vor Pilzbefall geschützt. Und Staunässe ist durch geeignete bautechnische Kniffe wie abgeschrägte Holzflächen, einen Wasserablauf und überhängende Dächer zu vermeiden.

Schädlinge beseitigen – Verfahren ganz ohne Chemie

Wer an Holzkonstruktionen im Haus, am Holzgebälg unterm Dach oder in Holzmöbel einen großflächigen Schädlingsbefall entdeckt, erzielt mit Heißluftverfahren sehr gute Erfolge. Kleine Holz-Gegenstände kann man völlig unbedenklich im Backofen oder in der Sauna bei circa 55 bis 60 Grad von Schädlingen befreien. Um größere Holzflächen kümmert sich am besten ein Fachmann, der befallene Partien mit professionellem Gerät und schonender Behandlung über mehrere Stunden aufheizt und dadurch Schädlingen den Garaus macht.

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Wenn Holzschutz, dann schadstoffarme Mittel wählen

Neben der chemischen Keule werden im Handel eine Reihe alternativer Produkte mit schadstoffärmeren oder gar schadstofffreien Wirkstoffen angeboten. Hierzu unbedingt die Kennzeichnung auf den Verpackungen beachten! Schutzanstriche mit Borax oder Borsäure (Natrium-Borat) beispielsweise sind geeignete Mittel auf wasserlöslicher Basis. Eine Einschränkung gilt für behandelte Holzflächen, die häufig im Regen stehen. Sie müssen zusätzlich mit Lacken oder Farben behandelt werden. Aber auch hier gibt es ökologische Alternativen.

Biozidfreie Produkte sollten hier die erste Wahl sein. Diese sind im Internet oder in Bio-Läden erhältlich und trotzen Schädlingen mit einer Mischung aus Silikaten, Salzen, Zellulose und Harz. Wasserlösliche Farben, Lacke und Lasuren, die mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" gekennzeichnet sind, bringen biozidfrei und lösemittelarm neuen Glanz. Die "guten Engel" bannen zusätzlich Feuchte- und Schimmelgefahr. Wieder in Mode kommen auch Produkte auf Leinöl-Basis, die bereits seit Jahrhunderten bewährte Schutzformel aus Flachs-Samen. Auf der folgenden Seite lesen Sie einige Tipps hierzu.


Wenn schon lackieren, dann sollte es umweltfreundlicher Lack sein.

Wenn schon lackieren, dann sollte es umweltfreundlicher Lack sein.

Chemische Holzschutzmittel gegen lästige Tierchen, Pilze oder Fäulnis haben im generell im Haus und auf Spielgeräten nichts zu suchen und sind allenfalls bei tragenden Konstruktionen ein Muss. Wenn schon Chemie, dann sollte bei der Wahl von Holzschutzmitteln zu Produkten gegriffen werden, die das Gütezeichen des RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung) tragen. Nur diese Mittel sind zuverlässig auf ihre Wirksamkeit und noch vertretbaren Gesundheits- und Umweltgefahren hin geprüft.

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Auf Chemie beim Holzschutz verzichten – rein natürliche Produkte

Es geht, wie in vielen anderen Bereichen, auch ohne Chemie. Einige Hersteller bieten bereits Holzbehandlungsprodukte, die völlig schadstofffrei sind, und in aller Regel aus rein natürlichen Substanzen bestehen. Ein Beispiel ist die Firma Natural-Farben.de die natürlich-ökologischen Oberflächenschutz, Tiefen- und UV-Schutz für Holz im Innen- und Außenbereich bietet. Hauptbestandteile sind beispielsweise Kiefernharz, Lein- oder Orangenöl.

Den gleichen Ansatz, Holzschutz aus natürlichen Zutaten herzustellen, verfolgt die Firma LeinölPro. Der Spezialist für lösemittelfreie Holzanstriche, entsprechend der strengen Richtlinien der Lösemittelverordnung 2010, macht sich als Basis seiner Farben und Lacke die altbekannten Eigenschaften natürlichen Leinöls – gewonnen aus Leinsamen, zu Nutze. Übrigens, auch hier gilt: «Öko» muss nicht langweilig sein. LeinölPro hat beispielsweise 55 schöne Farbtöne nach dem RAL-Farbschema vorrätig und mischt auch Spezialfarben für private und gewerbliche Auftraggeber.

Weitere Informationen und Onlineshops für ökologischen Holzschutz und –Anstriche finden Sie unter: www.leinoelpro.de, www.natural-farben.de oder www.diolin.de

Quelle: Verbraucherzentrale NRW, Text: Jürgen Rösemeier