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Kleines Haus großes Glück
Minimalistisch leben

Minimalistisch wohnen warum weniger Zeug glücklich macht

Groß ist der Inbegriff von Macht und Reichtum. Je größer etwas ist, desto wertvoller erscheint es. Für Minimalisten gilt das Gegenteil: Sie halten nichts von Materialismus und beschränken sich auf das Nötigste, um genügend Raum für Glück, Freiheit und Kreativität zu lassen. Sogenannte „Tiny Houses“ sind der Inbegriff des Minimalismus und bringen viele Vorteile mit sich. Warum du überschüssigen Platz loswerden solltest und wie das funktioniert, erfährst du hier.

Wenig Platz - viel Raum

Als Gegenentwurf zur heutigen Konsumgesellschaft hat sich der Minimalismus gebildet. Minimalisten halten nichts von Materialismus, Schnelllebigkeit und Reizüberflutung. Sie legen Wert auf Achtsamkeit und wollen nur das Nötigste zum Leben besitzen.

Minimalismus wartet außerdem mit neuen Konzepten auf, die dem bisherigen Mainstream-Denken wiederstreben. Zu diesen Konzepten gehören z.B. die sogenannten „Tiny Houses“ – „winzige Häuser“, die den Alltag vereinfachen und das Leben stressfreier gestalten sollen. Tiny Houses bieten zwar nicht viel Platz, sollen aber gerade deswegen viel Raum für Freiheit und Kreativität schaffen. Hier sind vier Gründe warum du deinen Hausstand reduzieren solltest und Tipps wie du es effektiv in die Tat umsetzen kannst.

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1. Weniger Platz bedeutet weniger Zeug (und deshalb auch weniger Stress)

Tiny Houses sind zu einem großen Thema geworden – mit gutem Grund: Minimalisieren hat überraschend positive Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden.

Schon die Reduktion um einige Quadratmeter kann ausreichen, um diese Vorteile zu erlangen.

minimalistisch wohnen

Wenn du viel Platz zur Verfügung hast, passiert es schnell, dass dieser mit einem Haufen Zeug vollgestellt wird, das man eigentlich gar nicht braucht. Ist dir eigentlich bewusst, dass Menschen die einzigen Lebewesen sind, die eine emotionale Bindung zu Sachen aufbauen? Und wenn unsere Besitztümer kaputtgehen, sind wir traurig. „Was du besitzt, besitzt irgendwann dich“, heißt es.

Der erste Schritt um den Hausstand zu minimalisieren, ist, sich jedes Zimmer anzuschauen und rauszufinden welche Räume und wie viel Platz du wirklich täglich benötigst. Nimm ein Notizbuch zur Hilfe und notiere dir, wie viele Stunden du in den verschiedenen Räumen deiner Wohnung/Haus zubringst. Schreibe nach ein paar Beobachtungstagen außerdem auf, welches Zimmer du am meisten nutzt. Dieser Prozess wird den effektivsten Raumplan für deinen nächsten Umzug oder für deine nächste Wohnungsrenovierung ans Licht bringen.

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2. Minimalisiere deinen Platz und maximiere deine Brieftasche

Je größer dein Haus oder deine Wohnung ist, desto höher ist nicht nur die Miete, sondern auch die Energiekosten für Strom und Wasser. Laut Angaben des Deutschen Mieterbundes liegt der aktuelle (2014) bundesweite Durchschnitt für Nebenkosten bei 2,20€ pro Quadratmeter und Monat. Dieses Geld könntest du z.B. in wichtigere Dinge, wie Reisen und Bildung investieren.

kleine Mädchen spielen zu Hause

In einem kleinen Haus können Eltern ihre Kinder einfacher im Auge behalten.

3. Kleine, offene Räume sind der Traum aller Eltern

Die meisten Eltern finden es einfacher, wenn sie ihre Kinder im Auge behalten können, besonders wenn diese noch klein sind. Und das funktioniert in einem kleinen Haus besser als wenn sie etliche Quadratmeter und vier Zimmer weit entfernt sind.

Wenn du dich verkleinern willst, schaue dich also nach einem neuen Zuhause mit offenen Zimmern um. Ob du es glaubst oder nicht, wenig Platz mit offenen Räumen kann größer wirken, als viel Platz mit abgetrennten Zimmern.

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4. Ein kleines Haus lässt deine Beziehung aufblühen

Wohin gehst du, wenn du dich mit deinem Partner gestritten hast? Wahrscheinlich in einen anderen Raum, um dich zu beruhigen, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen und Gespräche zu vermeiden. Wenn du aber auf wenig Platz lebst, bist du gezwungen, dich direkt mit den Problemen auseinanderzusetzen und die Dinge zu klären. Das ist nicht immer einfach, kann für eine Beziehung aber sehr gesund sein. Denn schließlich ist es furchtbar nur wenige Zentimeter von jemandem entfernt zu sein, der sich in einer miesen Stimmung befindet.

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Quellen:, Bilder: Depositphotos/ckellyphoto, Syda_Productions, photographee.eu, Text: Meike Riebe