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Obwohl es so lecker ist, kann Brot doch manche Menschen krank machen © narloch-liberra/ iStock/ Thinkstock
Glutenfrei ernähren

Zöliakie: Wie Brot & Gluten uns krank machen kann

Etwa 800.000 Deutsche leiden aktuellen Schätzungen zufolge an der tückischen Autoimmunerkrankung Zöliakie. Doch welche Alternativen gibt es bei Glutenunverträglichkeit?

Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer: Getreideprodukte sind nicht nur lecker, sondern gehören auch zu den Grundnahrungsmitteln des Menschen. Doch bei Zöliakie-Patienten führt der Genuss von Brot, Nudeln, Bier & Co. zu einer Entzündung der Darmschleimhaut bzw. der Darmzotten. Die kleinen Erhebungen in der Dünndarmschleimhaut erfüllen den Zweck der Resorption: Sie filtern alle wichtigen Nährstoffe aus dem Speisebrei heraus und geben sie an das Blut weiter. Liegt eine Glutenunverträglichkeit vor, entzünden sie sich und werden abgestoßen, bevor sie ihre eigentliche Aufgabe ausführen konnten. Kohlenhydrate, Vitamine oder Mineralstoffe können dann nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden und es entsteht zwangsläufig ein Nährstoffdefizit.

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Alamierend: Immer mehr Betroffene

Typische Beschwerden für Zöliakie sind Bauchschmerzen, Krämpfe und Blähungen nach dem Genuss von getreidehaltigen Produkten © g-stockstudio/ iStock/ Thinkstock

Typische Beschwerden für Zöliakie sind Bauchschmerzen, Krämpfe und Blähungen nach dem Genuss von getreidehaltigen Produkten © g-stockstudio/ iStock/ Thinkstock

Etwa 800.000 Deutsche leiden aktuellen Schätzungen zufolge an der tückischen Autoimmunerkrankung, die durch unspezifische Verdauungsbeschwerden oft lange unerkannt bleibt. Experten sind alarmiert, denn Zöliakie hat in den letzten 50 Jahren deutlich zugenommen.

Die einzige Therapie, die wirksam ist, ist eine glutenfreie Diät auf Lebenszeit. Was zunächst unmöglich erscheint, zeigt schon nach kurzer Zeit deutliche Erfolge: Denn bei den meisten Patienten regeneriert sich die Dünndarmschleimhaut nach dem Verzicht von Getreideprodukten. Auch die Entzündung lässt nach und die Darmzotten bilden sich wieder aus. Inzwischen müssen Hersteller auf Packungen angeben, ob sich in ihrem Produkt Gluten befindet oder nicht. Glutenfreie Ernährung schränkt die Auswahl an Lebensmitteln zwar ein, doch auch hier gibt es Alternativen, die die Getreideprodukte ersetzen können und sich sogar in ähnlicher Weise verwenden lassen. So sind unter anderem Mais, Reis, Hirse, Soja, Sesam, Nüsse, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Butter frei von Gluten. Aber auch „Pseudogetreide“ wie Buchweizen, Quinoa oder Amarant sind vielversprechende und durchaus schmackhafte Alternativen.

Quelle: medicalpress.de / Text: Christina Jung
Fokusbild: Christian Jung/iStock/Thinkstockfoto

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