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Warmes Wasser umschmeichelt sanft unsere Haut. Wir spüren Geborgenheit, geschützt umhüllt wie in eine weiche Kuscheldecke.
Absolut tiefenentspannt

Baden: Entspannungsritual für Körper, Geist und Seele

Wasser ist ein zentrales Medium bei Wellness- oder Heilkuren. Die "SPA-Menüs" sind voll von Bäderanwendungen mit kräftigenden und pflegenden Zusätzen. Viele Baderituale lassen sich aber auch in unser Badezimmer übertragen und entfalten dort die gleiche wohltuende Wirkung. Seele baden...loslassen, entspannen, regenerieren, zu sich selbst finden.

Wasser - Urkraft, Quelle allen Lebens, wesentlicher Grundpfeiler für ganzheitliches Wohlbefinden. Warmes Wasser umschmeichelt sanft unsere Haut. Wir spüren Geborgenheit, geschützt umhüllt wie in eine weiche Kuscheldecke. Der Körper entspannt, die Psyche kann Sorgen und Alltagsprobleme loslassen. Baden ist nicht nur waschen, der Geist beruhigt sich, trübe Gedanken verschwinden, Seelenruhe sorgt für angenehme Bettschwere und wir fühlen uns rein und gewärmt. Ätherische Öle als Badezusatz können diesen Effekt noch verstärken. Ein Vollbad wirkt sich erholsam auf den gesamten Organismus aus. Die Haut wird gründlicher gesäubert und Pflegestoffe können effektiver aufgenommen werden. 

Ein Baderitual ist eine kleine Auszeit von den Strapazen des Alltags, lässt Sorgenfalten verschwinden und schenkt uns die berühmte "Schönheit von Innen". Damit jedes Bad zu einem echten Wohlfühlerlebnis wird und pflegende Badezusätze bestmöglich wirken können, sind im Folgenden eine wichtige Tipps und Regeln aufgeführt.

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So gelingt das Entspannungsbad

1. Die Badetemperatur sollte 39° Grad nicht überschreiten. Zu heißes Wasser belasten das Herz-Kreislauf-System, was der Erholung entgegen wirkt. Zudem verliert die Haut verliert schneller Feuchtigkeit und trocknet aus.

2. Ein Vollbad dauert mindestens 5 Minuten und maximal 20 Minuten. Wer zu trockener Haut neigt, sollte die Badezeit unbedingt beachten. Der optimale Zeitpunkt für ein Baderitual ist gegen 21 Uhr. Danach sollte etwas nachgeruht werden und anschließend einen erholsamen Schlaf genießen.

3. Für ein ganzheitliches Wohlgefühl dimmt man am besten das Licht. Die Nackenmuskulatur entspannt man mit einer Nackenstütze oder einem kleinen Kissen. Eine Duftlampe, sanfte Hintergrundmusik oder ein paar Kerzen im Raum schaffen zusätzlich Wohlfühlatmosphäre und lassen den Körper schneller abschalten. Ein paar Minuten die Augen schließen und in Meditation versinken taucht Geist und Seele in pure Gelassenheit.

So gelingt das Entspannungsbad

4. Während das Bad in warmen Wasser genossen wird, kann man zusätzlich eine Gesichtsmaske wirken lassen. Der Dampf und die angenehme Raumtemperatur öffnet die Poren und lässt Pflegestoffe besser aufnehmen. Auch ein sanftes Körperpeeling ist im Bad effektiver als unter der Dusche.

5. Natürliche Badezusätze verwöhnen Haut und Sinne. Meersalz im Wasser lässt die Haut weniger aufquellen und hilft zu entgiften. Gleichzeitig werden wichtige Mineralien und Spurenelementen über die geöffneten Poren eingeschleust. Insbesondere Menschen mit Hauptproblemen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder extremer Trockenheit genießen die feuchtigkeitsregulierende Wirkung von Salzbädern.

Jojobaöl für Haut und Seele

Ätherische Öle wirken vornehmlich auf das Gemüt. Zitrusdüfte und verschiedene Minzsorten vertreiben schlechte Laune und vitalisieren. Rosmarin und Latschenkiefer und Fenchel entkrampfen und lindern Muskelschmerzen. Jasmin, Rose oder Ylang-Ylang schenken innere Ruhe und schaffen eine sinnliche Atmosphäre. Als absoluter Seelentröster gilt Benzoe-Siam. Ätherische Öle sind flüchtige Öle und hoch konzentrierte Pflanzen-Destillate. Für ein Vollbad sind ca. 10 Tropfen völlig ausreichend. Dem Badewasser unbedingt noch ein fettendes Trägeröl wie Mandelöl, Jojobaöl oder Nachtkerzenöl hinzufügen, in dem sich die ätherischen Öle lösen und entfalten können. Wem ein Ölbad zu reichhaltig ist, mischt die Duftmischung mit einem Päckchen Sahne oder Ziegenmilch. Die Trägeröle sowie Milch und Sahne pflegen die Haut zusätzlich und wirken rückfettend.

Dem privaten SPA-Erlebnis sind keine Grenzen gesetzt. Was gut tut, ist erlaubt. Als kleine Farbtherapie lässt sich das Badewasser mit Speisefarben oder Algen auch einfärben. Ein Blütenmeer zaubert harmonische Stimmung und verwöhnt die Sinne. Verschiedene Kräuterzusätze wie Kamille oder auch Hopfen beruhigen Körper und Geist. Egal wie das Entspannungsritual gestaltet wird, es bedeutet eine kleine Auszeit und Selbstachtung, die sich spürbar bemerkbar macht.

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Quelle: Kneipp, Bilder: depositphotos/AnnaOmelchenko/poznyakov, Text: Tine Esser