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Recycling könnte den Preisanstieg des natürlichen Rohstoffs dämmen ©iStockphoto
Baumwollpreise

Steigende Baumwollpreise: Recycling kann Kostenspirale stoppen

Hohe Lagerbestände, große Nachfrage und wieder anziehende Preise. Um zukünftig Engpässe in der Baumwollbeschaffung zu vermeiden muss die Textil- und Bekleidungsindustrie nach Ansicht von Experten auf radikale Innovationen setzen.

92,741 Millionen Baumwollballen liegen derzeit weltweit auf Lager. Das entspricht einem Vorrat von mehr 112 Milliarden T-Shirt. Während der Nutzvorrat laut Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums auch im vierten Jahr in Folge wächst und im Jahr 2013/14 auf ein Rekordhoch von 84 % steigen soll (2009/10: 39 %) bleiben die Preise aktuell stabil. Eine gute Nachricht? Nein. Nach dem absoluten Rekordpreis von 229 US-Dollar im März stieg auch die Produktion was kurzfristig zu einem Preisverfall führte.

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Mittelfristig müssen sich Industrie und Kunden jedoch auf ein höheres Preisniveau einrichten. Laut einer Prognose zur nächsten Saison, die im August beginnt, wird die Weltbaumwollproduktion zurückgehen während der jährliche Verbrauch um geschätzte 2 % zunimmt. Hauptnachfrager sind dabei China, Indien und Pakistan. Wie diese Nachfrage zukünftig gestillt werden soll ist angesichts der Tatsache, dass die Anbaufläche seit 1980 gleich geblieben ist während die Produktion sich verdoppelt hat, nicht klar. 

Experten sprechen bereits vom größten Umbruch der Textil- und Bekleidungsindustrie seit der industriellen Revolution und erwarten neue Beschaffungswege. Größere Einzelhandelsketten haben bereits damit begonnen Kleidung zu sammeln und zu recyclen was ein Weg sein kann um für eine wachsende Weltbevölkerung genug Rohstoff zu erschwinglichen Preisen bereitzustellen.

Quelle: Fashion United
Text: Andreas Grüter