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Filmtipp: Das Mädchen, das lesen konnte
Kino-Filmtipp

Filmtipp: Das Mädchen, das lesen konnte

In ihrem Debütfilm "Das Mädchen, das lesen konnte" zeichnet Marine Francen eine sinnliche Liebesgeschichte zur Zeit Napoleons. Eine Handvoll Frauen, wider Willen aber glücklich, in einem Bergdorf ohne Männer. Bis Jean auftaucht und die Utopie in bewegenden Bildern durcheinanderbringt.

Am 17. Januar 2019 startet der Debütfilm "Das Mädchen, das lesen konnte" von Marine Francen in den deutschen Kinos. Basierend auf den Erzählungen von Violette Ailhaud, die ihre Jugenderlebnisse Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Buch festgehalten hat, zeichnet der Film in beeindruckenden Bildern die matriarchalische Welt, ihre Faszination und Zerbrechlichkeit zu Zeiten Napoleons nach. 

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1851: Die südfranzösische Bäuerin Violette Ailhaud lebt in einem abgelegenen Bergdorf in der Provence. Wie ihre Freundinnen, ist sie im heiratsfähigen Alter, als plötzlich die Auswirkungen der großen Politik unmittelbar Einzug im Dorf halten: alle Männer des Ortes werden von Louis Napoléons Soldaten verschleppt, als dieser die Republik stürzt, um sich als Napoléon III. zum Kaiser der Franzosen zu krönen. Mit vereinten Kräften gelingt es den zurückgebliebenen Frauen, die Arbeiten des Jahreslaufs zu bewältigen. Trotz der Sorge um die verlorenen Männer, sind die Frauen stolz auf ihre Unabhängigkeit. Nach einem Jahr vergeblichen Wartens auf ein Lebenszeichen der Männer, fassen Violette und ihre Freundinnen einen Entschluss: Wenn eines Tages ein Mann ins Dorf kommt, soll er für alle Frauen da sein, damit das Dorf weiter existieren kann. 

„Der einzige mögliche Makel diese Films ist die unerbittliche Schönheit jeder einzelnen Aufnahme.“ - Screen International

Quelle: Filmpresse Meuser, Bild: Depositphotos/Yaruta, Text: Tine Esser