offshore-Windparks: In einem Strom-Netz vebunden spart Europa 14 Mill. Euro.

Offshore-Stromnetz für Windparks spart 14 Milliarden Euro

Nicht nur an Land wird ein deutlich besser ausgebautes Stromnetz benötigt. Um die Ausbauziele für erneuerbare Energien optimal umzusetzen, wird der Aufbau eines nordeuropäischen Offshore-Stromnetzes benötigt. Dabei sollten Offshore-Windparks bevorzugt über Sammelanbindungen mit dem Festland verbunden werden. Das spart nachhaltig Investitionen.

Anstatt jeden einzelnen Windpark separat an das Stromnetz anzuschließen, sollte, gemäß einer EU-Studie, die stetig steigende Zahl an Offshore-Windparks in einem nordeuropäischen Stromnetz verbunden sein. So ließen sich beim Ausbau der Windenergie in Nord- und Ostsee Durch so ein miteinander verbundenes Offshore-Stromnetz rund 14 Milliarden Euro in den nächsten Jahren einsparen. Weitere wirtschaftliche Vorteile könnten durch Verbindungskabel zwischen zwei Ländern entstehen, sogenannte Interkonnektoren. Die mit der EU-Studie vorgelegte Analyse liefert Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung Empfehlungen für den Aufbau eines europäischen Offshore-Netzes.

«Um die Entwicklung eines Offshore-Stromnetzes zu erleichtern, müssen die Nord- und Ostseeanrainerstaaten die rechtlichen Rahmenbedingungen gemeinsam anpassen», so Stephan Kohler, Vorsitzender der Deutschen Energie-Agentur, dena, die an der Studie beteiligt war. «Zum Beispiel muss die Harmonisierung von Netzanschlussrichtlinien und Fördermechanismen mit hoher Priorität vorangetrieben werden. Für die Aufteilung von Kosten und Nutzen beim Bau neuer länderübergreifender Stromnetze brauchen wir innovative Konzepte.»

Anzeige

Ein Schwerpunkt der EU-Studie lag auf der Analyse von 321 Offshore-Windparks. Sie zeigt, dass 114 dieser Windparks in Sammelanbindungen durch ein intelligentes Offshore-Stromnetz angeschlossen werden können. So lassen sich die Kosten der Netzanbindung nachhaltig reduzieren und logistische Aufgaben erheblich vereinfachen. Zugleich kann die Zahl der Umwelteingriffe, die im Zuge der Verlegung von Seekabeln in geschützten Küstenregionen getätigt werden müssen, sinnvoll und umweltfreundlich verringert werden.

Die dena wird von sieben nationalen Projektpartnern in der Umsetzung unterstützt: Amprion GmbH, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), ABB AG, Nexans Deutschland GmbH, Siemens AG, RWE Innogy GmbH, Vattenfall Europe Transmission GmbH.

Quelle: www.dena.de, Text: JRB