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Beeren und Bohnen verlängern unser Leben.
ecowoman Saisonkalender

So gesund sind Obst und Gemüse der Saison

Sommerzeit ist nicht nur die schönste Fruchtzeit des Jahres, auch viele Gemüsesorten haben zwischen Juni und Oktober Saison. Über regionales Obst und Gemüse informiert Sie der ecowoman Saisonkalender und verrät, wie wir mit der richtigen Lebensmittel-Auswahl unser Leben verlängern.

Beeren und Bohnen verlängern unser Leben. Ein guter Grund, um in der aktuellen Saison das Beste aus Obst und Gemüse zu ziehen. Neben einer Vielzahl an Beeren, die im Juni saftig von Büschen und Bäumen ragen, findet man jetzt auch die größte Auswahl an Gemüse. Zwar sieht man heutzutage fast alle Obst- und Gemüsesorten ganzjährig im Regal, allerdings haben die lokalen, frischen Lebensmittel gegenüber der exportierten Ware einige gesundheitliche Vorteile. Im ecowoman Saisonkalender finden Sie alle wichtigen Informationen zu Obst und Gemüse der Saison – auch Rezeptideen warten auf Sie.

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ecowoman Saisonkalender Juni

Beeren

Juni ist Beerenzeit. Neben Erdbeeren und Himbeeren wachsen jetzt auch Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren ganz hervorragend. Wussten Sie schon, dass Beeren zu den sechs Lebensmitteln für ein langes Leben gehören? Demnach sollte man täglich eine halbe Tasse Beeren essen – egal, ob frisch, getrocknet oder gefroren im Joghurt, Müsli oder pur. Beeren enthalten nämlich viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die uns jung und gesund halten und krebsvorbeugend wirken können. Die bekanntesten Vertreter unter ihnen sind die Erdbeeren. Die empfindlichen Erdbeeren sollte man am besten sofort essen, im Kühlschrank kann man sie zwei bis drei Tage aufbewahren. Ein positiver Nebeneffekt: Erdbeeren sind Schlankmacher. Man verspürt weniger Appetit nach dem Verzehr, verbrennt aber trotzdem mehr Kalorien, weil Erdbeeren den Fettstoffwechsel anregen. Im Juni erhält man frische regionale Erdbeeren aus Deutschland. Durch den Verzicht auf lange Transportwege können die Beeren reifer geerntet werden, schmecken besser und enthalten seltener Pestizide. Auch Himbeeren haben im Juni Saison. Sie enthalten viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen können. Im Kühlschrank halten sie sich ein bis zwei Tage. Wichtige Nährstoffe enthalten auch Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. In Form von Konfitüre, Gelee oder Saft kann man die Beeren länger haltbar machen.

Juni ist Beerenzeit.

Salate

Im Juni haben neben den Klassikern Eisbergsalat, Kopfsalat und Rucola auch Bataviasalat, Endiviensalat, Radicchio, Lollo Rosso und Mini Romana Saison. Salate sind reich an Vitaminen und steigern laut einer Studie den körpereigenen Haushalt an Vitamin C, Folsäure, Vitamin E, Lypocin und Betacorin. Je weniger Zeit zwischen Pflücken und Verzehr vergeht, desto größer ist der gesundheitliche Nutzen. Vor allem frische Salate aus der Region, die gerade Saison haben, sind daher zu empfehlen. Wer seinen Salat gerne knackig mag, der setzt auf Eisbergsalat. Die harten, fleischigen Blätter sind vergleichsweise robust. Im Kühlschrank hält sich der Salat bis zu zwei Wochen. Zum Verzehr muss er nicht unbedingt gewaschen werden, denn er ist durch den fest verschlossenen Kopf bestens geschützt. Die meisten saisonalen Salate eignen sich übrigens hervorragend, um den perfekten Salat zu kreieren – der auf Basis von Blattsalat, Grünkohl, Brunnenkresse, Rucola und Blumenkohl in fünf Schritten gezaubert werden kann.

Gemüse

Auch die Gemüsesaison hat gerade begonnen! Sowohl Kreuzblütler wie Brokkoli, Kohlrabi und Blumenkohl als auch Bohnen und andere Hülsenfrüchte verlängern unser Leben – und sie alle haben im Juni Saison. Zu ihnen gesellen sich jede Menge andere Gemüsesorten, die Sie gerade frisch erwerben können. Dazu gehören Artischocken, Kartoffel, Salatgurke, Spargel, Spitzkohl, Mairüben, Champignons, Radieschen, Tomaten, Stangensellerie, Fenchel, Paprika, Wirsing, Frühlingszwiebeln, Rettich, Weißkohl, Rhabarber und Zucchini. Wussten Sie, dass Artischocken wahre Heilkräfte besitzen? Schon die Artischocken-Knospen als Gemüse verzehrt enthalten jede Menge Vitamine und Mineralstoffe, aber die wahre Kraft steckt in den Laubblättern: Ihre Inhaltsstoffe wirken gegen Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl und Bauchschmerzen. Sie schützen darüber hinaus Ihre Leber und senken einen erhöhten Cholesterinspiegel. Beim Kauf sollten sich die Artischocken prall und fest anfühlen und einen Stil haben. Im Kühlschrank können Sie sie anschließend am besten luftdicht und in Folie verpackt für ca. eine Woche aufbewahren. Champignons sind zwar ganzjährig im Angebot, können aber im Juni frisch gesammelt werden. Im Gegensatz zu beispielsweise Pfifferlingen können sie komplett gegessen werden, sollten allerdings nicht zu lange in stehendem Wasser liegen, da sie sich ansonsten vollsaugen. Dank ihrem milden Aroma lassen sie sich mit fast allen Fleisch- und Gemüsesorten kombinieren. Luftig nebeneinander gelegt, halten sie sich im Kühlschrank für mehrere Tage frisch. Bei den Hülsenfrüchten haben jetzt vor allem Erbsen und Dicke Bohnen Saison. Sie mindern durch ihre antikarzinogene Wirkung das Krebsrisiko. Wer dicke Bohnen in der Schote kauft, bekommt den besten Geschmack, aber auch die meiste Puhl-Arbeit!

Auch die Gemüsesaison hat gerade begonnen

Rezeptideen für Obst und Gemüse

Wie soll man sich bei so einer großen Fülle an saisonalem Obst und Gemüse entscheiden? Unser Tipp: Probieren Sie alles aus! ecowoman stellt Ihnen zwei Rezeptideen vor.

Brokkoli-Cremesuppe mit Garnelen und Mandelblättchen

   
400 g Brokkoli 100 g mehlig kochende Kartoffeln
100 g Knollensellerie 1 Schalotte
1 Knoblauchzehe 3 - 4 EL Olivenöl
ca. 800 ml Gemüsebrühe 2 EL Mandelblättchen
250 g Riesengarnelen, küchenfertig Salz und Pfeffer, aus der Mühle
150 g Crème fraîche 1 Hand voll Basilikum
Zitronensaft

Brokkoli-Cremesuppe mit Garnelen und Mandelblättchen

Zubereitung: 

Brokkoli waschen, putzen, die Röschen entfernen und den Stiel klein schneiden, Kartoffeln und Sellerie schälen und würfeln. Die Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Beides in heißem Öl anschwitzen, Kartoffeln, Sellerie und Brokkoli zugeben und mit der Brühe ablöschen. Etwa 15 Minuten leise weich köcheln lassen. Anschließend fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Ist die Suppe zu flüssig oder zu dick, einfach noch ein wenig köcheln lassen oder Brühe zufügen.

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten und aus der Pfanne nehmen. Die Garnelen abbrausen, trocken tupfen und im restlichen Öl 2-3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Suppe vom Herd nehmen, die Crème fraîche und fein gehacktes Basilikum zufügen. Die Suppe nochmal schaumig aufmixen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Teller verteilen und mit den Mandelblättchen und den Garnelen garniert servieren.

(Zubereitungszeit: 30 min, Garzeit ca.: 25 min, Schwierigkeitsgrad: leicht)

Beerensalat mit Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren & rosa Pfeffer

   
750 g gemischte Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren, rote Johannisbeeren, Heidelbeeren, oder Brombeeren 1 Vanilleschote
1 Esslöffel Zucker 1 Prise Muskatnuss
½ Teelöffel geschroteter rosa Pfeffer 50 g Walnüsse
½ Bund Minze

Beerensalat mit Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren & rosa Pfeffer

Zubereitung:

1. Beeren putzen und waschen. Die Erdbeeren halbieren. Die Vanilleschote längs aufschneiden, dann das Mark herauskratzen und mit Zucker, Muskat und rosa Pfeffer vermengen. Die Gewürz-Zucker-Mischung zu den Beeren geben.

2. Walnüsse grob hacken und in einer kleinen beschichteten Pfanne ohne Fett rösten und dann auf einem Teller auskühlen lassen. Die Minze abbrausen, trockenschütteln und die Blättchen von den Stielen zupfen. Walnüsse und Minze unter die Beeren mischen und anrichten.

3. Gerade Vanilleeis, Vanillesoße oder Schlagsahne schmecken köstlich zu diesem leckeren Salat.

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Quellen: Küchengötter, Bild: depositphotos/tenkende/lenyvavsha/maximkabb, Mareike Knevels, Text:  Isabel Binzer