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Natürliche Zutaten
Naturkosmetik

Kosmetik selber machen ohne Chemie und Müll

Naturkosmetik gehört für viele Menschen bereits zu einem bewussten Lebensstil dazu. Der Verzicht auf gesundheitsschädliche Stoffe in Creme, Shampoo und Co. ist ein guter Schritt in Richtung Gesundheit. Doch noch besser ist es, wenn nicht nur der Inhalt, sondern auch die Verpackung stimmt.

Auf dem europäischen Markt gibt es rund 30.000 Chemikalien, die unter anderem für Kosmetika verwendet werden. Fast ein Drittel aller Kosmetik- und Körperpflegeprodukte enthält hormonell wirksame Stoffe, die die Gesundheit schädigen können. Tag für Tag kommen wir mit diesen Stoffen in Berührung und nehmen sie über unsere Haut auf. Das Problem ist, wir wissen bisher nur von einem Bruchteil der Chemikalien, wie gefährlich sie für uns und unsere Umwelt wirklich sind.

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Wer sich diesen Gefahren nicht aussetzen möchte, steigt auf kontrollierte Naturkosmetik um. Diese ist im besten Fall frei von synthetischen Duft-, Farb-, und Konservierungsstoffen, beinhaltet weder Silikone, noch Paraffine, ist vegan, frei von Tierversuchen und Genmanipulation und besteht aus nachwachsenden, biologisch angebauten Rohstoffen.

Doch gute Naturkosmetik muss mehr leisten. Neben einwandfreien Inhaltsstoffen sollte ihre Verpackung aus recyclebaren, umweltschonenden Materialien bestehen. Wer ganz auf Verpackungen verzichten und zudem noch Geld sparen will, der kann seine Kosmetik auch einfach selber herstellen. Wir sagen Ihnen wie das geht.

Make-up- Entferner

Wattepads und Abschminktücher müssen nicht sein. Ein umweltschonender und zudem hautfreundlicher Weg um das Make-up zu entfernen sind Waschlappen, Microfastertücher zurechtgeschnittene Fleece- und Musslintücher oder Konjakschwämme. Konjakschwämme werden aus einer Pflanze hergestellt – der Teufelszunge, deren Knolle auch Konjakwurzel genannt wird. Sie sind natürlich, vegan und biologisch abbaubar. Wenden Sie zur Make-up-Entfernung am besten die Oil-Cleansing-Methode an und verwenden Sie ein gutes Öl damit sich das Make-up mit Tuch oder Schwamm problemlos entfernen lässt. Diese Methode pflegt zugleich Ihre Haut.

Gesichtsreinigung

Waschgel, Reinigungsmilch und Gesichtswasser sind nicht nötig um die Haut von Schmutz und Make-up zu reinigen. Häufig sind sie sowieso zu aggressiv und reizen die empfindliche Gesichtshaut. Eine einfache, milde, handgesiedete Seife aus hochwertigen Ölen kommt meistens ohne Plastikverpackung daher und macht einen guten Job. Mit der oben erwähnten Oil-Cleansing-Methode können Sie Ihre Haut ebenfalls porentief reinigen.

Peeling und Maske

Auch ein gutes Peeling muss weder Chemie, noch Plastik beinhalten. Werfen Sie dazu einfach einen Blick in Ihre Küche: Natron, Salz, Zucker, Kaffeesatz oder Haferflocken - vermischt mit Wasser oder Öl eignen sich viele Zutaten sehr gut dazu, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen.Sogar die wirksamsten Gesichtsmasken lassen sich aus gewöhnlichen Zutaten zaubern.

Schöne Haut mit selbstgemachter Maske

Ob Masken mit Öl, Quark, Honig, Kurkuma oder Zimt – die Möglichkeiten sind groß, günstig und umweltschonend.

Feuchtigkeitspflege

Verwenden Sie zur Feuchtigkeitspflege Ihrer Haut hochwertige und kaltgepresste Öle, z.B. Kokos-, Mandel-, Oliven- oder Rosenöl. Auch Sheabutter eignet sich hervorragend zur Gesichtspflege und kann, wie die Öle, in großen Packungen oder nachfüllbaren Glasflaschen gekauft werden.

Haarwäsche

Viele handgemachte Seifen reinigen nicht nur Gesicht und Körper, sondern auch die Haare. Sie sind praktische multitasking Produkte.Manche Kosmetikhändler, wie beispielsweise Lush, bieten auch feste Shampoos ohne Verpackung oder nachfüllbare Dosen an. Eine weitere Möglichkeit Chemie und Abfall zu vermeiden, bietet die „No Poo-Methode“. Dazu werden, je nach Wunsch, Natron oder Roggenmehl und Apfelessig benötigt – einen Versuch ist es auf jeden Fall wert! Hier finden Sie eine Anleitung dazu.

Haarspray und Trockenshampoo:

Für Ihr eigenes „Bio-Haarspray“ können Sie Zitronensaft mit Wasser in einer Sprühflasche mischen.Der fettige Haaransatz zwischen den Haarwäschen lässt sich mit selbstgemachtem Trockenshampoo vertreiben. Dazu einfach Maisstärke oder Heilerde auf den Haaransatz streuen, einmassieren und ausbürsten. Für dunkle Haare eignet sich auch Kakaopulver.

Natürliche Haarfarbe

Es ist eine gute Idee mit dem Haarefärben aufzuhören, nicht nur wegen dem Abfall, sondern auch wegen der Chemikalien, die dabei in die Kopfhaut eindringen. Eine leichte und schonende Aufhellung der Haare können Sie beispielsweise mit einer Haarmaske aus Honig, Olivenöl, Zitrone und Kamillensud erreichen. Henna bietet ebenfalls die Möglichkeit die Haare auf sanfte Art zu färben. Möchten Sie auch wissen wie Sie Make-up, Zahnpasta und Deodorant ohne Chemie und Verpackungsmüll herstellen können? Dann schauen Sie sich hier den zweiten Teil unserer Serie an.

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Bild: depositphotos/Belchonol, Autorenname: Meike Riebe