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Die Wahrheit über Soja und Tofu - Gesund oder Ungesund?
Krankmachendes Soja

Die Wahrheit über Soja und Tofu - Gesund oder Ungesund?

Die Diskussion hält an - Ist der Verzehr von Sojamilch und Sojaprodukten gesundheitsgefährdend oder nicht? Zunächst als Superfood angepriesen, werden heute Stimmen laut, Soja sei ein Vitalstoffkiller oder begünstigt die Entstehung von Krebs. Wir haben einige Fakten, die aufklären.

Soja ist eine asiatische Hülsenfrucht. Die daraus gewonnene Milch wird von Vegetariern, Veganern oder Menschen mit Laktoseintoleranz gerne als gesunder Ersatz für Kuhmilch verwendet. Die enthaltenen Inhaltsstoffe rufen jedoch viele Kritiker auf den Plan. Sojaprodukte lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Unfermentiertes Soja ist in Sojamilch, Soja-Nüssen, Tofu und Soja-Säuglingsnahrung enthalten. Fermentiertes Soja enthält Tamari, Miso, Natto, Tempeh, eingelegtes Tofu und verschiedene Pasten, die in der asiatischen Küche verwendet werden. Insbesondere unfermentiertes Soja steht in der Kritik und sollte weitgehend vom Speiseplan gestrichen werden.

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Die meisten Sojapflanzen sind genetisch verändert

1. Die meisten Sojapflanzen sind genetisch verändert

Soja gehört zu den Nutzpflanzen, die weltweit am häufigsten genmanipuliert werden, um selbst Insektengifte zu produzieren oder Resistenzen gegen Pestizide aufzubauen. Die gewünschte Ertragssteigerung durch gentechnische Veränderungen blieb aus. Dafür konnte in Versuchen nachgewiesen werden, dass genmodifizierte Lebensmittel verschiedene Erkrankungen auslösen können, wie:

  • vorzeitige Alterungsprozesse
  • Allergien
  • Magen-Darm Störungen
  • Immunfunktionsstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Bluthochdruck
  • Organschäden

Nur der Verzicht auf genmanipulierte Nahrungsmittel schützt sicher, vor diesen Nebenwirkungen. Dazu gehört auch, dass die meisten Sojaprodukte vermieden werden sollten. Organisch angebautes Soja ist unbedenklich und wird in vielen Sojasoßen, Tamari und Natto verarbeitet.

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2. Unfermentiertes Soja enthält eine Menge Anti-Nährstoffe

Sojamilch

Sojamilch entählt große Mengen an Anti-Nährstoffen

Unfermentiertes Soja enthält Anti-Nährstoffe wie Phytinsäure, die den Körper daran hindern können, Nährstoffe aufzunehmen. Phytinsäure bindet im menschlichen Magen lebensnotwendige Mineralien wie Zink, Kalzium, Eisen oder Magnesium. Gerade in Sojamilch bzw. unfermentierten Sojaprodukten sind große Mengen dieser Anti-Nährstoffe enthalten.

3. Hormonelle Störungen durch Sojaprodukte

Eine sojareiche Ernährung kann zu hormonellen Ungleichgewichten führen. Der Grund dafür sind Phytoöstrogene, die als sekundäre Pflanzenstoffe reichlich in Sojamilch enthalten sind. Zwar handelt es sich hier nicht um menschliche Östrogene, dennoch belegen einige Studien ihren hormonellen Einfluss auf den Körper. Im schlimmsten Fall erhöhen sie den normalen Blutöstrogenspiegel um ein Vielfaches, was wiederum die Risikofaktoren für Brustkrebs oder andere Krebsformen wie die der Gebärmutter oder Eierstöcke ansteigen lässt. Weitere wissenschaftliche Auswertungen dazu, warnen ebenfalls vor den negativen Auswirkungen durch den regelmäßigen Konsum von Sojamilch. 

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4. Positive Wirkung von Soja auf das Herz in Frage gestellt

Gestützt auf Studien aus den neunziger Jahren wird in der Regel propagiert, dass sich der Verzehr von Sojaprodukten präventiv auf die Entstehung von Herz-Kreislauf Erkrankungen auswirken kann. Im Herbst 2017 hat die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) jedoch beschlossen, gesundheitsbezogene Angaben auf Hunderten von Produkten zu streichen, nach denen Soja angeblich das Risiko von Herzerkrankungen verringert. Zahlreichen aktuellen Studien zufolge, gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen von Sojabohnen und einem positiven Nutzen auf eine Herzgesundheit. Dafür gibt es Hinweise, dass gerade Produkte wie Sojamilch Arterienverkalkungen fördern und damit das Herzinfarktrisiko erhöhen. 

In vielen Kulturen ist Soja bis heute fester Bestandteil in der Ernährung. Dort wird Soja jedoch fast ausschließlich fermentiert als Sojasoße, Tempeh oder Natto genossen. Die Fermentation reduziert den Anteil der Phytosäuren weitgehend und macht Soja damit zu einem gesünderen Lebensmittel. Unfermentierte Sojaprodukte wie Sojamilch oder Tofu enthalten viele ungeklärte aber auch nachgewiesene Inhaltsstoffe, die krank machen können. Empfohlen wird daher, gänzlich auf solche Produkte zu verzichten.

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Quellen: Bilder: Depositphotos/jirkaejc, fotokostic, vanillaechoes, Text: Tine Esser