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6 Gemüsesorten, die du lieber kochen solltest.
Ist Rohkost wirklich gesünder?

6 Gemüsesorten gesünder gekocht als roh

Einige Obst- und Gemüsesorten erhalten eine ernährungsphysiologische Erhöhung beim Kochen. Die Wahrheit über den Verzehr von rohem Gemüse. Gesundheitsvorteil von gekochtem Gemüse.

Viele von uns haben bei gekochtem Gemüse unschöne Kindheitserinnerungen an einen pappigen Brei ohne viel Geschmack. Durch langes Kochen ist Geschmack, Textur und Lebenskraft entwichen, die gesunden Nährstoffe waren fast vollständig ausgelöscht. Mit dem Trend sich zunehmend bewusster zu ernähren, wurde der Verzehr von rohem Gemüse mehr und mehr empfohlen, um alle enthaltenen Vitalstoffe unverfälscht und in vollen Umfang aufzunehmen. Dennoch ist nicht jedes Gemüse unbedingt gesünder, wenn es roh verzehrt wird.

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Die folgenden Gemüsesorten und ihre Nährstoffe sind für unseren Körper tatsächlich verwertbarer wenn sie gekocht werden.

Diese Gemüsesorten solltest du lieber kochen.Aus gekochtem Gemüse lassen sich leckere Suppen und Eintöpfe zaubern.

1. Kürbis

Die meisten Menschen kämen nicht wirklich auf die Idee einen Kürbis roh zu verzehren. Wer aber glaubt, man sollte Kürbis auch mal roh probieren zugunsten einer erhöhten Nährstoffaufnahme, der darf diesen Gedanken jetzt ruhig wieder zur Seite legen. Kürbisse enthalten viele wertvolle Antioxidantien, wie beispielsweise Beta-Carotin, die  leichter zu absorbieren sind, wenn sie erwärmt wurden.

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2. Spargel

Geschälter, roher Spargel mag lecker sein, aber das Kochen bricht die schwer verdaulichen Zellwände auf und hilft dem Körper damit wichtige Vitamine wie A, C und E oder Folsäure aufzunehmen. Im Fall von Spargel werden auch die Antioxidantien, im speziellen Ferulasäure, durch das Erhitzen für den Organismus besser verfügbar.

3. Tomaten

Tomaten enthalten einen sehr hohen Anteil an Lycopin. Dieses Antioxidans trägt dazu bei, das Risiko für Herz- und Krebserkrankungen zu senken und wird durch Kochen freigesetzt. Dabei wird zwar das Vitamin C der Tomaten stark reduziert, aber die Aufnahme einer hohen Konzentration von Lycopin ist ein Kompromiss wert. Gerade für Vitamin C gibt es viele andere schmackhafte Quellen, allerdings relativ wenig für Lyopin.

4. Karotten

Verschiedene wissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass gekochte Karotten einen höheren, verfügbaren Anteil an Beta-Carotin haben als ungekocht. Beta-Carotine zählen zu einer Gruppe antioxidativer Substanzen, sogenannte Carotinoide, die Obst und Gemüse ihre Farben wie rot, gelb oder Orange geben. Der Körper verwandelt Beta-Carotin in Vitamin A, welches eine wichtige Rolle spielt bei Seh-, Reproduktions- und Knochenwachstum sowie bei der Regulierung des Immunsystems.

Möhren sind vor allem gekocht eine echte Vitamin A BombeGekochte Karotten liefern mehr Beta-Carotine als rohe Karotten. 

5. Pilze

Traditionell werden Pilze, insbesondere in Asien, als Nahrung und Medizin betrachtet, da sie die natürlichen Abwehrkräfte stärken. Pilze enthalten Eiweiße, B-Vitamine und Mineralien, die sich allerdings erst durch gründliches Erhitzen lösen. Hinzu kommt, dass rohe Pilze im im Wesentlichen unverdaulich sind.

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6. Spinat

Spinat ist roh ebenso gesund wie gekocht. In rohem Zustand steht die Aufnahme von Folsäure, Vitamin C, Niacin, Riboflavin und Kalium im Vordergrund. Kochen wiederum erhöht die Vitamine A und E, pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Zink, Thiamin, Kalzium und Eisen. Außerdem sind die wichtigen Carotinoide, wie Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin für den Körper leichter zu resorbieren, wenn der Spinat gekocht ist.

Spinat entfaltet auch gekocht viele Vitamine und Ballaststoffe.

Ob roh oder gekocht, Spinat ist ein Multitalent.

Roh oder gekocht?

Es lässt sich nicht genau sagen, ob Gemüse gekocht besser ist als roh. Manchmal sind nur es nur einige Nährstoffe, die durch das Kochen für den Körper leichter zu verwerten sind. Gemäß dem derzeitigen Entwicklungsstand in der Ernährungswissenschaft, empfiehlt es sich so abwechslungsreich wie möglich Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Und manchmal lohnt es sich auch, ganz intuitiv gemäß den eigenen Bedürfnissen Lebensmittel gekocht oder roh zu sich zu nehmen. Oftmals signalisiert der Körper sehr genau, was er gerade braucht.

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Quelle: red, Bild: Depositphotos/avgustino, robynmac, odua, Nikolay_Donatsk, Text: Tine Esser