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Im Herbst ist es endlich so weit Kürbisse sind wieder in Hülle und Fülle da
Köstliche Leichtgewichte

Mini-Kürbisse: Köstliche Leichtgewichte

Was wärmt nach einem langen Herbst-Spaziergang besser als eine heiße Suppe? Wie praktisch, dass gerade Kürbis-Saison ist! Wir erklären Ihnen, welche Kürbisse sich für welche Gerichte eignen und wofür Sie sie sonst noch einsetzen können.

Kalorienarm, dafür aber vollgepackt mit wichtigen Vitaminen und Mineralien wie Vitamin A und B6, Magnesium, Kalzium und Kalium – die mehr als 800 verschiedenen Kürbissorten liefern Ihrem Körper wertvolle Inhaltsstoffe. Gourmets und ernährungsbewusste Menschen integrieren Kürbisse daher in ihren Speiseplan. Genug Abwechslung bietet das Gemüse allemal.

Im vergangenen Jahr wog der größte geerntete Kürbis mehr als 1.000 Kilogramm. Daraus ließ sich sicherlich jede Menge Suppe kochen, doch die großen Gartenkürbisse können geschmacklich nicht mit den kleineren Kürbissorten wie dem Hokkaido, Butternut oder Patisson mithalten. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

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Hokkaido: schnell und praktisch

Der bekannteste Vertreter der Mini-Kürbisse ist hierzulande sicherlich der Hokkaido. Er eignet sich besonders, wenn es mal schnell gehen muss, denn dank seiner essbaren Schale entfällt das zeitintensive Aushöhlen. Die entkernten Kürbishälften können Sie wunderbar mit Hackfleisch, Reis, Lauch oder anderem Herbstgemüse füllen und im Ofen garen. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch nur aus dem Fruchtfleisch eine köstliche Suppe zaubern und diese dann in der im Ofen gegarten Schale servieren. Diese „Schüssel“ können Sie dann natürlich mitessen.

Butternut: butterzart und nussiger Geschmack

Auch der birnenförmige Butternut erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Sein weiches hellorangefarbiges Fruchtfleisch zeichnet sich durch einen milden Geschmack aus. In einer Suppe harmoniert der Butternut ausgezeichnet mit Curry und etwas Chili; Sie können Ihn aber auch wie den Hokkaido im Ofen zubereiten. Am besten den Kürbis längs halbieren, das Fleisch diagonal einritzen, mit gutem Olivenöl, Knoblauch und Rosmarin bestreichen und dann im Ofen garen. Dazu passt ein Joghurt-Dip. Achtung: die Schale des Butternut ist nicht essbar!

Der Butternut ist besonders beliebt weil er so viel Fruchtfleisch enthält

Beflügelt die Sinne: der „Ufo-Kürbis“

Der Patissonkürbis war einst nur als Zierkürbis bekannt, Sie finden ihn aber mittlerweile in der Gemüseabteilung gut sortierter Supermärkte und auf dem Markt. Vor allem bei den hellen butterfarbenen und weißen Sorten sollten Sie zugreifen. Die orangefarbene Ausgabe dieses Kürbisses hat ein feines, an Muskat erinnerndes Aroma. Der „Ufo-Kürbis“ eignet sich aufgrund seines originellen Aussehens vor allem zum Füllen, die Schale ist allerdings nicht essbar.

Chapeau! – Kürbis mit Hut

Auch die Bischofsmütze, auch bekannt als Türkenturban, ist ein toller Blickfang. Bereiten Sie aus dem Fruchtfleisch eine leckere Suppe zu und servieren Sie sie in dem ausgehöhlten Kürbis. Auch bei diesem Kürbis sollten Sie die Schale jedoch nicht mitessen.

Wie süß!

Der Sweet Dumpling ist mit 300 bis 600 Gramm einer der leichtesten Vertreter der Mini-Kürbisse. Auch ihn können Sie im Ofen schmoren, füllen oder wie Bratkartoffeln zubereiten. Dank seines leicht süßlichen Geschmacks eignet er sich auch als Zutat in Kuchen oder Muffins. Sie sind noch nicht überzeugt? Wie beim Hokkaido entfällt auch hier das Schälen: die Schale mit dem hübschen Muster können Sie ebenfalls verzehren.

Die kleinen sweet Dumplings kann man wunderbar füllen

KürbistippsTipps von ecowoman:

-              Speisekürbisse mit festem Fruchtfleisch wie Hokkaido, Butternut oder Patisson können Sie auch in roher Form genießen. Geraspelt harmonieren Sie sehr gut mit Äpfeln und Roter Bete oder auch als Süßspeise mit Honig und Zimt. So kommen Sie auch locker auf die empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag.

-              Schmeißen Sie die Kürbiskerne nicht weg! In der Pfanne geröstete Kerne passen wunderbar zu Suppen, mit Olivenöl und Salz werden sie im Ofen zu einem köstlichen Snack. Sie können den Kernen auch eine Zimt-Zucker-Glasur verpassen und sie wie gebrannte Mandeln essen.

-              Bevor sie gegessen werden, machen sich Kürbisse auch als Dekoration gut. Nur bei Macken sollten Sie aufpassen, damit der Kürbis nicht heimlich schlecht wird.

-              Mit festschaligen Kürbissen können Sie Ihren Körper nicht nur von innen, sondern auch von außen stärken, denn sie sind eine tolle Alternative zum Medizinball für das Rückentraining. Strecken Sie in Bauchlage die Arme nach vorn, nehmen Sie einen Kürbis zwischen die Hände und spannen Sie Ihren Körper und ganz besonders die Bauchmuskulatur und den unteren Rücken an. Heben Sie nun den Kürbis mehrmals hoch und senken Sie ihn wieder, legen Sie den Kürbis dabei aber möglichst nicht ab.

Rezept: Kürbis-Mais-Suppe mit Tomatillo und Koriandergrün

Zubereitungszeit: 15 min

Garzeit ca.: 40 min

Schwierigkeitsgrad: leicht

Hokaido kann komplett mit Schale verarbeitet werden und schmeckt toll

Zutaten Kürbissuppe für 4 Personen

500 g Kürbisfruchtfleisch, Butternut  2 EL Butter oder Margarine
1 Zwiebel 2 El Maismehl
ca. 1 l Gemüsebrühe 200g Maiskörner
gemahlener Koriander Chillipulver, Salz, Tomatillo

Zubereitung:

Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und klein schneiden. Zusammen mit dem Kürbis in der heißen Butter in einem Topf farblos anschwitzen. Mit dem Mehl bestreuen, untermischen und die Brühe angießen. Den Mais zugeben, aufkochen lassen, salzen, und unter gelegentlichem Rühren etwa 30 Minuten weich köcheln lassen. Anschließend fein-cremig pürieren. Nach Bedarf noch etwas einköcheln lassen oder Brühe ergänzen. Mit Koriander, Salz und Chili abschmecken.

Die Tomatillo waschen, putzen und in feine Scheiben schneiden. Das Koriandergrün abbrausen, abzupfen und trocken schütteln.

Die Suppe auf Schüsseln verteilen und mit Tomatillo und Koriandergrün garniert servieren.

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Quelle: 5 am Tag; Bilder: Fotolia karepa, Thinkstock Lesyy, VeselovaElena, Marina Lohrbach ; Autor: kle