1. Home
  2.  › Ernährung
  3.  › Rezepte
Herrlich-fruchtiger Genuss: Erdbeer-Marmelade selbst gemacht.

Marmelade und Fruchtaufstriche schnell selbst gemacht

Wer sich einmal die Rückseite eines Marmeladeglas angeschaut hat, weiß was darin enthalten ist. Schnell kommt man auf 65 Prozent Zucker. Mit Fruchtgenuss hat dies oft nicht mehr viel gemein. Dabei sind viele Marmeladen schnell selbst gemacht, oft in nur 20 Minuten und lange nicht so zuckerhaltig.

Marmelade, Fruchtaufstrich, Konfitüren oder Gelee heißen sie und sind nicht nur auf dem crossen Sonntags-Brötchen für viele eine Versuchung wert. Mit die beliebteste Marmelade oder Konfitüre in Deutschland ist die Erdbeer-Marmelade oder Erdbeer-Konfitüre. Aus Großmutters Zeiten kennt sie noch jeder. Viele Erdbeerstücke oder gar ganze Erdbeeren waren da drin – dann heißt es Erdbeer-Konfitüre -, wenn sie nicht vorher gestampft wurden – dann heißt es Erdbeer-Marmelade, und schmeckten fast so wie ein Schälchen frischer Erdbeeren. Welche Frucht man auch nimmt, Marmelade ist schnell selbst gemacht. Ein paar gebrauchte Gläser mit Schraubverschluss sammeln, Früchte nach Belieben und Jahreszeit im eigenen Garten ernten oder ein paar Schälchen frisch vom Hofladen kaufen, Gelierzucker 2:1 oder gar 3:1 kaufen und los geht`s.

Anzeige

Erdbeermarmelade oder Erdbeerkonfitüre

Prinzipiell ist das Verhältnis Früchte Gelierzucker 2:1 oder 3:1, wie es der Name des Gelierzucker es schon sagt. Eine Ausnahme ist selbstgemachter Pflaumenmus. Hier geht es zum Rezept für selbstgemachten Pflaumenmus. Für einen Erdbeeraufstrich nimmt man daher ein Kilo Erdbeeren und 500 Gramm 2:1 Gelierzucker oder 1 Kilogramm und 330 Gram Gelierzucker. Am schnellsten geht es, wenn die Erdbeeren grob zerstampft oder püriert werden, beispielsweise mit dem Pürierstab. Anschließend wird das Püree in einen Topf gegeben, der Gelierzucker hinzugegeben und vorsichtig aufkochen. Das ganze wird immer wieder durchgerührt und anschließend und noch heiß in saubere Schraubgläser gefüllt.

Die Gläser sollten mit der selbstgemachten Erdbeer-Marmelade bis knapp unter dem Rand gefüllt sein. Als Faustregel einen Fingerdurchmesser Abstand lassen. Sofort zugedreht, werden die Gläser auf den Deckel gestellt und bleiben so stehen bis sie abgekühlt sind. Das genügt, um die selbstgemachte Marmelade haltbar zu machen. Idealerweise können die Gläser einfach im Keller gelagert werden. Obwohl so wenig Zucker darin ist, können solche Marmeladen sogar im Schrank oder auf dem Regal stehen. Wurde vorher sauber gearbeitet, kann sie selbst im offenen Zustand nicht schlecht werden.

Generell gilt für Früchte mit wenig eigener Säure: Den Saft einer halben oder ganzen Zitrone hinzufügen, dann wird das Ganze aromatischer. Und wer Fruchtstücke in seiner selbst gemachten Marmelade möchte, da empfiehlt die Großmutter nur die Hälfte der Früchte zu pürieren. Die andere Hälfte wird halbiert oder geviertelt und über Nacht mit der Hälfte des 2:1 Gelierzuckers abgedeckt in den Kühlschrank gestellt. Das entzieht den Früchten den Saft und macht den süßen Erdbeeraufstrich, dann Erdbeerkonfitüre genannt, noch fruchtiger.


Bio-Marmelade aus der eigenen Produktion:  schnell und einfach.

Bio-Marmelade aus der eigenen Produktion ist schnell und einfach zubereitet. (c) Fotolia

Nach dem einfachen Rezept aus Großmutters Zeiten kann jede beliebige Beeren-Marmelade oder -Konfitüre selbst gemacht werden. Wer gelbe Himbeeren im eigenen Garten hat oder beim Einkaufen erhält, sollte diese den roten vorziehen. Sie sind noch aromatischer für selbstgemachte Marmelade.

Die Menge der Früchte für die selbstgemachte Marmelade richtet man einfach nach dem eigenen Verbrauch. Auch ist solch ein süßer Brotaufstrich ein tolles Mitbringsel, das sich niemand so im Laden kaufen kann. Ein schönes, handbeschriftetes Etikett darauf, schon ist das individuelle Mitbringsel oder selbstgemachte Geschenk fertig. Ein kurze, unkomplizierte Arbeit, die sich geschmacklich allemal lohnt. Und wer es einmal ausprobiert hat, wird sich kaum noch Marmelade oder Konfitüre kaufen. Selbstgemachte Marmelade schmeckt einfach besser und ist zudem gesünder, weil sie viel weniger Zucker enthält.

Text: Jürgen Rösemeier

Anzeige