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Stillen als Grundlage für ein gesundes Kind
Babyernährung

Stillen als Grundlage für ein gesundes Kind

Untersuchungen haben ergeben, dass späteres Übergewicht und Krankheiten die Folgen von falscher Ernährung im Babyalter sein können. Stillen dagegen kann dazu beitragen, dass aus dem Baby ein gesundes und vitales Kind wird. Und auch die Ernährung in der Schwangerschaft sind Grundlagen für eine nachhaltige Gesundheit.

Das Stillen ist nicht nur gesund für das Baby ©Photodisc

Das Stillen ist nicht nur gesund für das Baby ©Photodisc

In den Zeiten der Schwangerschaft wird das Embryo durch die Nahrungsaufnahme der Mutter versorgt. Unter anderem werden in unterschiedlichen Phasen die Gehirnregionen geprägt, die für Körpergewicht und Insulinausschüttung wichtig sind. Ein permanent erhöhter Blutzuckerspiegel überträgt sich auf das Baby und steigert das Risiko des Babys, auch im späteren Leben an Übergewicht zu leiden. Schwangere Frauen sollten deshalb mit ihrem Arzt die Ernährungsgewohnheiten besprechen und Risiken wie Rauchen oder Diabetes abklären. Schon in der Schwangerschaft wird der Gesundheitszustand des Kindes geprägt und stellt eine entscheidende Phase für das Wohlergehen im Leben dar.

Auch die ersten Monate nach der Geburt sind lebenswichtig und die richtige Ernährung spielt dabei eine besonders große Rolle. Untersuchungen haben ergeben, dass Babys, die gestillt werden, seltener Gewichtsprobleme haben. Die ideale Stillzeit liegt zwischen fünf bis sieben Monaten. Ein großer Vorteil beim Stillen: Das Baby kann selbst regulieren, wie viel Menge es zu sich nimmt und entwickelt eher ein Sättigungsgefühl als Kinder, die mit der Flasche ernährt werden.

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Wachsen und Gedeihen mit dem Besten der Muttermilch ©iStockphoto

Wachsen und Gedeihen mit dem Besten der Muttermilch ©iStockphoto

Auch für Mütter ist Stillen gesund

Experten haben zudem herausgefunden, dass Stillen das Immunsystem stabilisiert, da Muttermilch Antikörper enthält, die immun machen gegen Krankheiten.

Immer wieder  wird darauf hingewiesen, dass Stillen die emotionale Entwicklung des Kindes fördert, da ein Gefühl der Geborgenheit auftritt, wenn das Baby von der Mutter an der Brust saugen kann. Außerdem wird vermutet, dass Fettsäuren aus der Muttermilch eine optimale Gehirnentwicklung unterstützen.

Doch auch für Mütter selbst hat Stillen Vorteile: Es bewirkt u.a. eine schnellere Rückbildung der Gebärmutter und schützt dadurch von Infektionen und Blutarmut.

Wenn es mit dem Stillen nicht gleich klappt kann eine Hebamme wichtige Tipps geben. Wichtig sind Geduld und Ruhe. Hektik überträgt sich auf das Baby.

Im siebten Monat sollten Sie damit beginnen, neben der Muttermilch Beikost zuzuführen. Behutsam sollte das Baby an die „neuen“ Lebensmittel gewöhnt werden. Fahren Sie mit dem Stillen fort und ersetzen Sie nach und nach weitere Mahlzeiten durch andere Kost.

Während der Stillzeit sollten Mütter auf eine gesunde Ernährung achten und Giftstoffe wie Alkohol und Nikotin meiden. 

Text: Peter Rensch, Bild: ©Photodisc, ©iStockphoto, Depositphotos/solovyova, FamVeldman