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Strände und Gewässer in Hongkong extrem vermüllt
Müllsammelschiff Seekuh räumt auf

Strände und Gewässer in Hongkong extrem vermüllt

In Hong Kong werden täglich mehr als 5,2 Millionen Plastikflaschen weggeworfen. Das meiste davon landet früher oder später im Meer. Grundsätzlich hat ganz Asien mit zu viel Plastikmüll zu kämpfen. Das Problem soll jetzt ein Müllsammelschiff lösen. 

Weltweit kämpft der Großteil aller Länder dieser Erde gegen die zunehmende Entsorgung von Müll, insbesondere Plastikmüll. Vor allem aber in Asien, ist dies ein gewaltiges Problem. Schätzungen zufolge stammt mehr als 80 Prozent des Plastikmülls, der weltweit in die Meere gelangt, aus Asien. 

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Millionenmetropolen versinken im Plastikmüll

Hongkong leidet, wie viele andere asiatischen Metropolen auch, extrem unter der Müllflut. Die 7,5 Millionen Einwohner produzieren täglich mehr als 9.000 Tonnen Abfall, dem die Stadt kaum Herr wird. Vieles davon, insbesondere Plastik, landet im Meer. Dementsprechend stark verschmutzt sind auch die angrenzenden Gewässer und Strände. Alleine die hohe Bevölkerungszahl und der begrenzte Raum sorgen dafür, dass sich das Problem zunehmend verschärft. Trotz dieser erschreckenden Zahlen, sei die Angelegenheit jedoch nicht damit zu lösen, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Vielmehr gilt es, Lösungen für eines der größten globalen Umwelt-Probleme aufzuzeigen und sich der Thematik vor anzunehmen. So geschehen im Januar diesen Jahres.

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Maritime Müllabfuhr im Einsatz für saubere Weltmeere

Seekuh Müllschiff

Seit bereits sechs Jahren arbeitet die gemeinnützige Umweltorganisation One Earth - One Ocean e.V. (OEOO) aus München, an der Umsetzung ihres Konzepts einer "Maritimen Müllabfuhr". Der Spezialkatamaran SEEKUH, zum Sammeln von Plastikmüll, wurde zerlegt und in vier Frachtcontainern auf Einladung nach Hongkong transportiert. In einer ersten gemeinsamen Aktion mit ortsansässigen Umweltgruppen fand ein Beach Clean-Up statt bei der ein Strandbereich vom Müll gereinigt wurde. Währenddessen sammelte die Seekuh den Plastikabfall aus den Wellen davor. Bei den Hongkongern stößt das ungewöhnlich aussehende Spezialschiff SEEKUH auf reges Interesse. Laut OEOO kann ein Schiff allein die Welt nicht retten. Vielmehr ginge es jetzt darum, den Entscheidern aus Politik und Wirtschaft vor Ort, das Konzept der "Maritimen Müllabfuhr" vorzustellen, welches vorsieht, mit speziell von OEOO entwickelten Müllsammelschiffen unterschiedlicher Größe  die Meere und Binnengewässer zukünftig vom Plastikmüll zu befreien. Dabei wird im ersten Schritt der sichtbare Plastikmüll mit den Spezialkatamaranen abgefischt, sortiert und zerkleinert. Anschließend recycelt oder in Öl verwandelt. One Earth - One Ocean e.V. wurde 2013 für sein Konzept der Maritimen Müllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas größtem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet.

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Quelle: One Earth - One Ocean e. V., Bild: Depositphotos/Shnurockek13, One Earth - One Ocean e. V., Text: Tine Esser