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Furnier ist in aller Munde und erobert unsere Wohnzimmer zurück © lasfera Design
Wiederbelebter Trend

Furnier ist äußerst vielseitig

Galt Furnier trotz seiner langen Tradition, die bis ins alte Ägypten zurückreicht, lange als stilistische, eher fragwürdige Alternative zu edlem Echtholz, so erobern die cleveren Holzblätter dank neuer Techniken jetzt nicht nur Tische, Türen und Schränke, sondern mit Mousepads, Handtaschen und Fahrräder auch die kleinen aber feinen Dinge des täglichen Lebens. Ein Blick auf die neue Lust am smarten Holzlook.

Kleines Furnierbrevier: „Furnier wird aus dem Holz ausgewählter Bäume gewonnen, die überwiegend in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewachsen sind. Die zumeist verwendeten  Baumarten  sind Ahorn, Buche, Eiche, Esche und Nussbaum... Ist der richtige Baum gefunden, wird er geschält, gemessert oder gesägt. Dabei entstehen Holzblätter, die rund 0,45 bis 6 Millimeter dick sind. Diese werden getrocknet, nach Qualität und Sorte gestapelt, zugeschnitten und zu einem Deck zusammengesetzt. Diese Furnierdecks werden anschließend auf Trägermateralien aufgeleimt und verpresst.“

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Einige Hotels setzen Furnier als edle Verkleidung für ihre Infopoints ein © IFN/Hotel Seerose

Einige Hotels setzen Furnier als edle Verkleidung für ihre Infopoints ein © IFN/Hotel Seerose 

Was in der Theorie bereits die Fantasie von Holzenthusiasten zu beflügeln weiß, hat in der Praxis in den vergangen Jahren äußerst vielseitige Verwendungszwecke gefunden. Und die beschränken sich längst nicht mehr nur auf Möbel und Automobile. Furnier dient auch als optisches Gestaltungselement für Böden, Wände und Decken, ziert Boote und Flugzeuge und findet auch bei Musikinstrumenten, Badewannen, Brillen, Mousepads, Handtaschen, Kiteboards und Fahrrädern seine individuelle Anwendung.

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Perfekte Optik für das sportliche Kiteboard © IFN / IHK Köln

Perfekte Optik für das sportliche Kiteboard © IFN / IHK Köln

Jedes Furnier liest sich wie die Geschichte des Baumes

Der Grund dafür ist neben dem nachhaltigen Charakter des Materials auch rein gestalterisch mehr als naheliegend findet Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN): „Wer Furnier betrachtet, kann wie in einem Buch das individuelle und aufregende Leben des Baumes nachlesen. Zeichnung, Struktur und Farbe gibt es so auf der ganzen Welt kein zweites Mal.“ Ein paar tolle Beispiele findet für modernes Furnierdesign findet ihr auf den nachfolgenden Bildern.

Quelle: Initiative Furnier + Natur
Text: Andreas Grüter

Auch an der Decke macht sich Furnier gut und ist durch seine Leichtigkeit und Robustheit sehr gut geeignet © lasfera Design

Auch an der Decke macht sich Furnier gut und ist durch seine Leichtigkeit und Robustheit sehr gut geeignet © lasfera Design

Dieses Waschbecken ist ebenfalls mit Furnier verkleidet und dann veredelt © IFN/Bagno Sasso

Dieses Waschbecken ist ebenfalls mit Furnier verkleidet und dann veredelt © IFN/Bagno Sasso