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Natürliches Bauen beugt Gesundheitsrisiken beim Wohnen vor.

Natürlich bauen heißt ohne Gesundheitsrisiken wohnen

Wer freut sich nicht auf das mietfreie Wohnen in den eigenen vier Wänden, sich wohlzufühlen und noch dazu richtig Geld zu sparen. Das Problem: Mehr als 3 Millionen Neubauten haben Schimmel im Haus. Selbst Brittany Murphy soll daran gestorben sein. Natürlich bauen heißt clever bauen und gesünder wohnen. Warum? Die Erklärung.

Mehr und mehr energieeffiziente Öko-Häuser, die es sogar in praktischer Fertigbauweise gibt entstehen. Der Grund hierfür ist, dass die Bauherren nicht nur Energiesparen möchten, sondern auch gesundes Wohnen immer wichtiger wird. Und das ist bei der konventionellen Bauweise, ob massiv oder Fertigbau immer schlechter möglich. Der Grund: Die ob der Vorgaben luftdicht mit Folie eingepackten Häuser neigen oftmals zur Schimmelbildung. Und mehr noch: Mittlerweile ist nachgewiesen, dass diese Luftdichte gleichzeitig die Wohnraumgifte aus den Baustoffen, Möbeln und Co. noch mehr konzentrieren. Dies gilt übrigens auch beim «versiegelten» Altbau. Natürlich Bauen mit beispielsweise Holz und ökologischen Dämmstoffen in einer diffusionsoffenen, also atmungsaktiven Bauweise ist nicht nur für die Bewohner ideal, sondern auch umweltfreundlicher. Denn: Die Baustoffe sind umweltfreundlich hergestellt und, beim Beispiel Holz, noch dazu klimaneutral.

Natürlich bauen mit dem Öko-Fertighaus

Viele Bauherren, die sich für ein Öko-Fertighaus entscheiden, nutzen gleich mehrere Vorteile. Die natürlich gebauten Öko-Fertighäuser setzen meist auf die Holzständerbauweise, eine jahrhundertealte und bewährte Konstruktionsweise. Dies hat den Vorteil, dass die Häuser nicht nur auf eine natürliche Substanz setzen, sondern auch, dass sie schnell erstellt sind und ein baubiologisch einwandfreies Wohnen ermöglichen. Ergänzt durch eine ökologische Dämmung aus Holz, Jute, Hanf oder Kork sowie dem recycelten Altpapier in vom von Zellulose, wohnt der Bauherr durch das natürlich Bauen in einem gesunden Raumklima. Mehr und mehr wissen das zu schätzen.

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Natürlich bauen: Auch andere Bauformen existieren

Nicht die Holzständerbauweise ist die Bauweise der Wahl, für alle diejenigen, die natürlich bauen wollen. Es gibt andere natürlich-ökologische Baustoffe beziehungsweise Bauformen mit Holz. So existieren auch Holzrahmenbauhäuser – dann tragen alle Längs- und Querteile -, Massivholzhäuser, Strohballenhäuser, Lehm-Strohhäuser oder Lehm-Schilfhäuser, deren Konstruktion auf dem Fachwerkprinzip basiert, und einige andere. Doch eines ist sicher, wer sich für das natürliche Bauen entscheidet, entscheidet sich nicht nur für Umweltfreundlichkeit, sondern auf jeden Fall für seine Gesundheit und das eigene Wohlbefinden.

Mit ökologischen Baustoffen ist die Gefahr von Schimmel kleiner.

Wer mit natürlichen Baustoffen baut, verringert das Risiko von Schimmel im Haus. Foto: Sonnenhaus-Institut

Schimmel und Wohnraumgifte: Gefahr im Alt- und Neubau

Wer nach EnEV 2009, der aktuellen Energieeinsparverordnung, baut, kann das Risiko eingehen, verstärkt unter Wohnraumgiften und Schimmel im Haus zu leiden. Der Grund. Die im wahrsten Sinne des Wortes eingepackten, luftdichten Häuser konzentrieren die Gifte aus Baustoffen. Und der Schimmel hat durch Feuchtekondensation häufig einen wachstumsfördernden Nährboden. Zwar heißt es, dass durch eine geregelte Lüftung diese Gefahr nicht existiert, doch, wer ein Haus baut oder einen Altbau saniert, der muss auch das Geld hierfür aufbringen. Man arbeitet und kann nicht auf Plan lüften. Die Konsequenz – und Realität in Millionen Neubauten ist, laut Umweltbundesamt, die «erhöhte Konzentrationen flüchtiger organischer Verbindungen und Schimmelpilzwachstum auf feuchten Wänden können die Folge sein und dadurch gesundheitliche Folgen mit sich bringen.» Und selbst im Sommer kann es in solchen luftdichten Häusern zu Schimmelbildung kommen. Natürlich bauen ist somit die bessere Wahl. Das Haus kann atmen, ist also diffusionsoffen.

Wer dennoch und bereits in einem luftdicht eingepackten Haus wohnt, kann sich in einer Broschüre des Umweltbundesamtes darüber informieren, wie er den Schimmel im Haus los wird oder doch noch vermeiden kann. Broschüre-Download: «Hilfe – Schimmel im Haus!» oder die Tipps in unserem Artikel «Jetzt ist Hochsaison: Schimmel im Haus nachhaltig bekämpfen» nutzen. Wer natürlich baut ist jedenfalls auch hierbei auf der sicheren Seite. 

Weitere Tipps rund um das natürliche Bauen

 

 

Text: Jürgen Rösemeier