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Was tun bei Zeckenbiss?
Symptome erkennen

Erste-Hilfe-Tipps: Zeckenbiss, was tun?

Einen Zeckenbiss sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Immerhin können Zecken schwere Krankheiten übertragen, wie Lyme - Borreliose oder FSME (eine Virus-Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen). Was zu tun ist, wenn sich eine Zecke in die Haut gebohrt hat, wann ein Zeckenbiss gefährlich ist und wann Sie lieber zum Arzt gehen sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Sobald die Temperaturen ansteigen, beginnt die Saison für Zecken. Von Frühjahr bis Spätherbst lauern sie auf Spitzen von Gräsern, Pflanzen oder auf Büschen ihrem Wirt auf. Vor allem für Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, besteht ein erhöhtes Risiko, von einem Zeckenbiss gequält zu werden. Beim Wandern, beim Joggen im Feld und auf der Wiese oder bei Gartenarbeiten warten die schwarzen Spinnentiere in einer Höhe von bis zu einem Meter über dem Boden auf ihre Opfer, um ihnen das Blut auszusaugen. Zecken lieben feuchtes Unterholz und schattige Lichtungen, in Städten suchen sie sich in Parks, Gärten, Spielplätzen und Mauerstreifen ein geeignetes Plätzchen, um sich blitzschnell an ein Opfer festzuklammern.

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Ein Zeckenbiss kann gefährlich sein

Ein Zeckenbiss kann völlig harmlos verlaufen, doch es besteht auch die Gefahr von Krankheiten, die in Folge auftreten, wie Borreliose oder FSME. Da Zecken beim Saugen Krankheitserreger übertragen können, sollte ein Zeckenbiss grundsätzlich unter Beobachtung bleiben. Erfahren Sie im Folgenden, wie Sie die Symptome einer möglichen schweren Erkrankung erkennen, und wie Sie das Risiko an Borreliose oder FSME zu erkranken, deutlich reduzieren. Zunächst widmen wir uns der Frage, was Sie beachten müssen, wenn Sie eine Zecke auf Ihrer Haut entdecken oder bemerken, dass Sie gebissen wurden.

Nach dem Zeckenstich, was tun?

Der Schreck ist manchmal groß, wenn man entdeckt, dass sich die kleine Zecke mit seinen scharfen Zähnen in die Haut gebohrt hat. Ruhe bewahren ist dann das oberstes Gebot. Entweder Sie suchen schnellstens einen Arzt auf, um die Zecke entfernen zu lassen oder man legt selbst Hand an.

Achtung! Keinesfalls Öl, Alkohol oder Klebstoff auf den Zeckenbiss geben, da die Zecke dabei Krankheitserreger ausscheiden kann, die ins Blut übertragen werden.

Zeckengefahr

Die braunen Krabbeltiere können Krankheiten übertragen

So entfernen Sie eine Zecke aus der Haut

Mit Hilfe einer speziellen Zeckenzange, die es beispielsweise in Apotheken und gut sortierten Drogeriemärkten und Reformhäusern gibt, kann die Zecke fachgerecht aus der Wunde herausgezogen werden. Noch empfehlenswerter ist die Benutzung eines Skalpells oder eines spitzen Messers. Auf diese Weise wird die Zecke regelrecht herausgehebelt. Wichtig! Die Zecke darf keinesfalls gequetscht werden, denn so gelangen mögliche Erreger in die Stichwunde!

  1. Entfernen Sie die Zecke zeitnah.
  2. Greifen Sie die Zecke mit entsprechendem Werkzeug möglichst dicht am Zeckenkopf, niemals am Körper!
  3. Ziehen Sie die Zecke nicht ruckartig, sondern langsam und möglichst mitsamt der Mundwerkzeuge heraus. Drehen Sie die Zecke beim Ziehen nicht!
  4. Reinigen und desinfizieren Sie die Einstichstelle sofort, nachdem Sie die Zecke entfernt haben. 
  5. Beobachten Sie unbedingt den Zeckenbiss für mindestens 2 Wochen.

Achten Sie darauf, dass alle Reste der Zecke entfernt. Falls Sie unsicher sind, gehen Sie sicherheitshalber zu einem Arzt, der sich davon überzeugen kann, dass keine Bestandteile der Zecke mehr in Ihrer Haut stecken.

Zeckenbiss

Bei einem Zeckenbiss sollte die Rötung um die Einstichstelle beobachtet werden

Borreliose oder FSME: Krankheiten nach Zeckenbiss

Sie fragen sich wie Sie einen Zeckenbiss erkennen? Wenn die Zecke nicht gerade noch mit dem Kopf in der Haut steckt, lassen sich anhand einiger Merkmale, wie starkem Juckreiz und der sogenannten Wanderröte, Borreliose Symptome feststellen – Betroffene spüren diese in der Regel eine Woche nach dem Zeckenbiss.

Im Internet finden sich viele Zeckenbiss Bilder, die Rückschlüsse darauf geben, ob Sie an Borreliose erkrankt sind. Typisches Anzeichen ist eine Rötung der Hautstelle nach dem Zeckenbiss. Liegt die Vermutung nahe, empfehlen wir dringend, den Arzt aufzusuchen.

  • Obwohl nur millimetergroß, zählen Zecken in Deutschland zu den gefährlichsten Tieren.

    Obwohl nur millimetergroß, zählen Zecken in Deutschland zu den gefährlichsten Tieren.
    Obwohl nur millimetergroß, zählen Zecken in Deutschland zu den gefährlichsten Tieren.
  • Zecken klettern solange auf Kleidung und Schuhe umher, bis sie eine freie Hautstelle gefunden haben. Eng anliegende Kleidung schützt gegen Zeckenbisse.

    Zecken klettern solange auf Kleidung und Schuhe umher, bis sie eine freie Hautstelle gefunden haben. Eng anliegende Kleidung schützt gegen Zeckenbisse.
    Zecken klettern solange auf Kleidung und Schuhe umher, bis sie eine freie Hautstelle gefunden haben. Eng anliegende Kleidung schützt gegen Zeckenbisse.
  • Haben sich die Parasiten für einen Ort auf der Haut entschieden, stechen sie diese mit ihren Mundwerkzeugen auf und saugen das Blut heraus.

    Haben sich die Parasiten für einen Ort auf der Haut entschieden, stechen sie diese mit ihren Mundwerkzeugen auf und saugen das Blut heraus.
    Haben sich die Parasiten für einen Ort auf der Haut entschieden, stechen sie diese mit ihren Mundwerkzeugen auf und saugen das Blut heraus.
  • Animation einer Zecke nach einem sogenannten Zeckenstich. Nachdem die Zecke die Haut scherenartig einschneidet, saugt sie mit ihrem Stechrüssel aus der entstandenen Vertiefung das Blut heraus.

    Animation einer Zecke nach einem sogenannten Zeckenstich. Nachdem die Zecke die Haut  scherenartig einschneidet, saugt sie mit ihrem Stechrüssel aus der entstandenen Vertiefung das Blut heraus.
    Animation einer Zecke nach einem sogenannten Zeckenstich. Nachdem die Zecke die Haut  scherenartig einschneidet, saugt sie mit ihrem Stechrüssel aus der entstandenen Vertiefung das Blut heraus.
  • Die Bakterien, die Borreliose auslösen, benötigen meist mehrere Stunden für eine Infizierung. Als sicheres Indiz auf eine mögliche Infektion mit Borrelien ist eine kreisförmige Rötung um den Biss herum.

    Die Bakterien, die Borreliose auslösen, benötigen meist mehrere Stunden für eine Infizierung. Als sicheres Indiz auf eine mögliche Infektion mit Borrelien ist eine kreisförmige Rötung um den Biss herum.
    Die Bakterien, die Borreliose auslösen, benötigen meist mehrere Stunden für eine Infizierung. Als sicheres Indiz auf eine mögliche Infektion mit Borrelien ist eine kreisförmige Rötung um den Biss herum.
  • Auch wenn ein Zeckenbiss nicht immer direkt bemerkt wird, sichere Symtome für einen Zeckenbiss sind Rötung, Schwellung und Juckreiz.

    Auch wenn ein Zeckenbiss nicht immer direkt bemerkt wird, sichere Symtome für einen Zeckenbiss sind Rötung, Schwellung und Juckreiz.
    Auch wenn ein Zeckenbiss nicht immer direkt bemerkt wird, sichere Symtome für einen Zeckenbiss sind Rötung, Schwellung und Juckreiz.
  • Anhand einiger Merkmale, wie starkem Juckreiz und der sogenannten Wanderröte lassen sich Borreliose Symptome feststellen. Der rötliche Ausschlag wandert in der Regel in einem lokal begrenzten Bereich.

    Anhand einiger Merkmale, wie starkem Juckreiz und der sogenannten Wanderröte lassen sich Borreliose Symptome feststellen. Der rötliche Ausschlag wandert in der Regel in einem lokal begrenzten Bereich.
    Anhand einiger Merkmale, wie starkem Juckreiz und der sogenannten Wanderröte lassen sich Borreliose Symptome feststellen. Der rötliche Ausschlag wandert in der Regel in einem lokal begrenzten Bereich.
  • Wenn sich eine Zecke in die Haut gebohrt hat, heißt es Ruhe bewahren. Entweder Sie suchen schnellstens einen Arzt auf, um die Zecke entfernen zu lassen oder ...

    Wenn sich eine Zecke in die Haut gebohrt hat, heißt es Ruhe bewahren. Entweder Sie suchen schnellstens einen Arzt auf, um die Zecke entfernen zu lassen oder ...
    Wenn sich eine Zecke in die Haut gebohrt hat, heißt es Ruhe bewahren. Entweder Sie suchen schnellstens einen Arzt auf, um die Zecke entfernen zu lassen oder ...
  • ... Sie legen selbst Hand an. Noch besser als eine Zeckenzange ist ein Skalpell oder ein spitzes Messer, mit dem die Zecke regelrecht herausgehebelt wird. Andernfalls könnten Krankheitserreger in die Wunde gelangen.

    ... Sie legen selbst Hand an. Noch besser als eine Zeckenzange ist ein Skalpell oder ein spitzes Messer, mit dem die Zecke regelrecht herausgehebelt wird. Andernfalls könnten Krankheitserreger in die Wunde gelangen.
    ... Sie legen selbst Hand an. Noch besser als eine Zeckenzange ist ein Skalpell oder ein spitzes Messer, mit dem die Zecke regelrecht herausgehebelt wird. Andernfalls könnten Krankheitserreger in die Wunde gelangen.

Die häufigsten Krankheiten, die durch einen Zeckenbiss ausgelöst werden können, sind Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Jede fünfte Zecke trägt die Bakterien einer Borreliose in sich. Die Gefahr eines chronischen Verlaufs ist nicht zu unterschätzen, selbst Jahre später können Gelenke, Nerven und innere Organe geschädigt werden. Deshalb ist es wichtig, diese Krankheit schnell zu behandeln, damit die Symptome bereits im Keim erstickt werden. Der behandelnde Arzt verordnet entsprechende Medikamente, die Borreliose eindämmen. Eine Selbstmedikation ist keinesfalls empfehlenswert. 

Rötung, Schwellung und Juckreiz – Zeckenbiss Symptome

Eine Zecke hat Sie erwischt? Zumindest glauben Sie es? Nicht immer ist direkt klar erkennbar, ob nun der Parasit für die kleine Rötung und Schwellung verantwortlich ist oder nicht doch ein Mückenstich der Auslöser war. Da die Zecke ein betäubendes Sekret benutzt, bemerkt der Betroffene den Stich der Zecke oft nicht.

Nachdem Sie die Zecke entfernt haben, entfernt haben lassen, oder sie sich schlicht selbst gelöst hat, heißt es: beobachten! Für ein paar Wochen sollten Sie den Biss nicht aus den Augen lassen. Je nachdem, ob ein Krankheitserreger übertragen wurde, sind deutliche Symptome erkennbar. Gesellen sich zu der Hautschwellung noch grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen hinzu, ist es gewiss: Sie wurden von einer Zecke gebissen!

Die Bakterien, die Borreliose auslösen, benötigen meist mehrere Stunden für eine Infizierung. Bis zu den ersten Symptomen können einige Tage oder mehrere Wochen vergehen – das variiert von Fall zu Fall. Bei einer Übertragung der FSME Viren treten erste Symptome nach etwa fünf Tagen auf, Ausnahmen bilden Betroffene, die bereits nach 48 Stunden über Beschwerden berichten.

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Zeckenbiss Symptome bei Borreliose

Als bekanntestes Zeichen und sicheres Indiz auf eine mögliche Infektion mit Borrelien ist eine kreisförmige Rötung um den Biss herum, der einige Tage nach dem Zeckenstich auftaucht. Der rötliche Ausschlag wandert in der Regel in einem lokal begrenzten Bereich. Dieses Symptom ist allgemein bekannt als „Wanderröte“.

Neben Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen und Müdigkeit können auch Depressionen eine Folge von einem Zeckenbiss sein. 

Weitere Symptome für eine Borreliose-Erkrankung

  • Wanderröte, allgemein auch Rötungen und Entzündungen der Haut
  • Grippeähnliche Erscheinungen wie Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen
  • Geschwollene Gelenke
  • Lähmungen, vor allem im Gesicht
  • Kreislauf- und Herzprobleme
  • Starke Schmerzen

Suchen Sie bei Verdacht unbedingt einen Arzt auf – je frühzeitiger die Infektion entdeckt wird, desto erfolgreicher kann die Behandlung ausfallen. Die Folgen einer Borreliose können dauerhaft schwerwiegend sein (es droht eine Lyme - Arthritis), wenn keine ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wird und die Krankheit nach einem Zeckenbiss unbehandelt bleibt. Schäden an den Gelenken, Augen, dem Herz oder den Muskeln bis hin zu Lähmungen sind keine Seltenheit. Es gibt Fälle, in denen die Borrelien das Zentralnervensystem befallen und neben Herzrhythmusstörungen Lähmungserscheinungen auslösen. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es bisher noch nicht. Vorbeugung und schnelles Handeln (Entfernung der Zecke und Aufsuchen eines Arztes) sind in diesem Fall die beste Vorgehensweise.

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Zeckenbiss Symptome bei FSME

FSME wird weniger häufig durch einen Zeckenbiss verursacht als Borreliose, Zecken infizieren sich hierzulande nämlich deutlich seltener mit Erregern des FSME. Während bei der Borreliose Bakterien für die Infektion verantwortlich sind, sorgen bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis Viren für die Übertragung.

Die Symptome die einer Grippe ähneln, deuten ebenso auf eine FSME hin. Hohes Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen sind die typischen FSME Symptome durch einen Zeckenbiss. Zudem können Beeinträchtigungen des Bewusstseins, Schluckprobleme und ein steifer Nacken hinzukommen.

Weitere FSME Symptome

  • Grippeartige Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Halsschmerzen
  • Schmerzen im Nacken 
  • Schluckprobleme
  • Übelkeit, Erbrechen und Schwindel
  • Augenschmerzen oder Bauchschmerzen und Durchfall
  • Beeinträchtigungen des Bewusstseins, Koordinationsstörungen
  • Sprachstörungen
  • In schwersten Fällen Lähmungen und Wahnvorstellungen

Bei Infizierten greift die Entzündung von den Hirnhäuten auf das Hirngewebe über, die nur schwer behandelbar ist. Bei einer rechtzeitigen ärztlichen Behandlung kann das Krankheitsbild schnell und wirkungsvoll bekämpft werden. Ein wirklicher Schutz bietet die rechtzeitige Impfung gegen FSME. Die möglichen Nebenwirkungen einer Impfung sollten zuvor genau abgewogen werden.

Tipps zum Schutz vor einem Zeckenbiss

  1. Beim Aufenthalt im Freien wie Gartenarbeit, Wandertouren oder Joggen im Wald oder auf Wiesen die Waden und Beine möglichst mit Kleidung bedecken, geschlossenes Schuhwerk tragen.
  2. Meiden Sie Stellen mit hohem Gras und Büschen, da sich die Zecken dort besonders häufig aufhalten. Bewegen Sie sich auf festen Wegen.
  3. Nach dem Aufenthalt im Freien den gesamten Körper nach einem Zeckenbiss absuchen. Auch versteckte Stellen wir Achseln und Kniekehlen nicht vergessen.

Wenn es doch einmal zu einem Zeckenbiss gekommen ist, ist das schnelle Entfernen der Zecke der beste Schutz gegen eine Infektion.

Wussten Sie, … 

dass der Zeckenbiss eigentlich ein Zeckenstich ist? 

Umgangssprachlich spricht man zwar von Zeckenbissen, doch biologisch gesehen, handelt es sich um einen Zeckenstich. Mit den Mundwerkzeugen der Zecken kann diese stechen und saugen. Zunächst schneiden sie scherenartig die Haut ein, um im Anschluss mit ihrem Stechrüssel daraus das Blut aufzusaugen. Aus der entstandenen Vertiefung bedient sich die Zecke mit dem herauslaufenden Blut.

Sie möchten mehr erfahren über Zecken, ihre Gefahren und was Sie dagegen tun können?

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Textquellen: www.dr-neidert.de, www.t-online.de, Bildquelle: Flickr CC BY-SA 2.0/m.prinke, Thinkstock © Risto0 , Flickr CC BY 2.0 / Maja Dumat, Thinkstock © Schlegelfotos, depositphotos/Kalcutta Autor: Ulrike Rensch