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Mönchspfeffer gegen Zyklusbeschwerden
Hormone regulieren

Mönchspfeffer: Wie die Pflanze den weiblichen Zyklus unterstützen kann

Gründe für einen unregelmäßigen Zyklus oder Menstruationsbeschwerden gibt es viele. Aber es wäre doch gelacht, wenn nicht auch dagegen ein Kraut gewachsen ist. Die Rede ist von Mönchspfeffer: eine Pflanze, die auf natürliche Weise helfen kann, den Hormonhaushalt wieder ins Lot zu bringen. 

Faktoren wie Lebensstil, Stress oder Ernährung können sich entscheidend auf den weiblichen Zyklus auswirken und den Hormonhaushalt sowohl in positiver als auch negativer Weise beeinflussen. Nehmen negative Faktoren überhand, kann sich das durch das Ausbleiben der Menstruation, einem unregelmäßigen Zyklus oder dem prämenstruellen Syndrom (PMS) äußern.

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Wenn die Symptome länger anhalten, sollte in jedem Fall mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin darüber gesprochen werden, denn so unangenehm für manche Menschen beispielsweise die monatliche Periode sein kann, so wichtig ist sie auch. Ein regelmäßiger Zyklus ist ein Zeichen von Gesundheit ­ und Monat für Monat auch ein kleines Wunder. Höchste Zeit, sich also mit ihm anzufreunden und sich um sein Wohlbefinden zu kümmern.

Mönchspfeffer: Heilpflanze, um den Hormonhaushalt zu regulieren

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer Pflanze

Ist der Zyklus vorübergehend, beispielsweise nach dem Absetzen der Pille oder in besonders stressigen Phasen unregelmäßig oder erschweren Menstruationsleiden einem das Leben, kann man mithilfe natürlicher Methoden und Mittel selbst ansetzen, bevor man einen Experten aufsucht. Eine Möglichkeit ist die Einnahme von Mönchspfeffer. Ecowoman erklärt, was die Heilpflanze alles kann und wie sie den Hormonhaushalt wieder in Einklang bringt.

Mönchspfeffer wird auch Keuschlamm genannt und soll schon in der Antike gegen Frauenleiden eingesetzt worden sein. Insbesondere die reifen Früchte des Mönchspfeffers enthalten Wirkstoffe, die bei zahlreichen Untersuchungen über das prämenstruelle Syndrom, Wechseljahr- oder Zyklusbeschwerden positiv auffielen. Es ist also ein rein pflanzliches Präparat, das hilft, den Zyklus zu regulieren.

Übrigens: Die schwarzen Steinfrüchte, die im Oktober geerntet werden können, haben einen würzigen Geschmack und wurden früher als Pfefferersatz verwendet. Daher hat Mönchspfeffer auch seinen Namen.

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Mönchspfeffer: Wirkung auf natürliche Weise

Mönchspfeffer (lat. Agnus castus) gehört zu der Familie der Eisenkrautgewächse, denen je nach Sorte eine heilende Wirkung gegen eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden nachgesagt wird. Mönchspfeffer im Speziellen erhielt aufgrund seiner hormonregulierenden Wirkung einen festen Platz in der Frauenheilkunde.

Inhaltsstoffe der getrockneten Mönchspfefferfrüchte sorgen Studien zufolge dafür, dass weniger Prolaktin im Gehirn freigesetzt wird. Prolaktin ist ein Hormon, das bei schwangeren Frauen die Milchbildung in der Brust anregt. Ist bei nicht-schwangeren Frauen der Prolaktin-Wert zu hoch, kann das Auswirkungen auf den Zyklus haben. So vermuten einige Forscher, dass das die Ursache für das Spannungs- und Schwellungsgefühl in den Brüsten sein kann. Ebenso soll Prolaktin eine Rolle spielen, wenn die Periode unregelmäßig kommt oder Symptome des prämenstruellen Syndroms auftreten.

Mönchspfeffer: Bringt zyklusregulierende Hormone ins Gleichgewicht

Die Wissenschaft geht davon aus, dass Mönchspfeffer die Freisetzung von Prolaktin aufgrund seines dopaminergen Wirkmechanismus verhindert. Das heißt, die Wirkstoffe der Früchte stimulieren die Andockstellen des Nervenbotenstoffes Dopamin im Gehirn – oder besser in der Hypophyse, eine Drüse im Gehirn, die für den Hormonhaushalt zuständig ist.

Aufgrund dieser Wirkung wird die Ausschüttung von Prolaktin gehemmt und der Wert sinkt. Außerdem führt das dazu, dass die Bildung von Östrogen und des follikelstimulierenden Hormons begünstigt sowie die Synthese von Progesteron erhöht wird. Die Hormone sind dafür zuständig, den weiblichen Zyklus zu regulieren.

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Mönchspfeffer: Bei diesen Beschwerden kommt die Heilpflanze zum Einsatz

Frau mit Zyklusbeschwerden

Es gibt bislang wenig hochwertige Studien, die die Effekte von Mönchspfeffer auf den weiblichen Zyklus untersucht haben. Doch berichten viele Frauen von der Linderung zahlreicher Beschwerden, die während des Zyklus auftreten können:

  • Prämenstruelles Syndrom (PMS): Viele Frauen leiden bis zu 14 Tage vor und während der Periode unter Kopf- und Rückenschmerzen, depressiven Verstimmungen, Wassereinlagerungen, Spannungsgefühlen in der Brust oder Unterleibskrämpfen ­– um nur ein paar Symptome von PMS zu nennen. Mönchspfeffer kann zur Linderung der Beschwerden beitragen.
  • Unregelmäßiger, ausbleibender oder zu langer Zyklus: Die wenigsten Frauen haben einen absolut regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen. Bei vielen kommt die Menstruation zu spät, zu früh oder bleibt sogar ganz aus. Andere hingegen leiden unter starker und langandauernder Periode. Diese Schwankungen müssen nicht hingenommen werden, sondern können in einem ersten Schritt mit Mönchspfeffer behandelt werden.
  • Akne: Bei Frauen kann ein unausgeglichener Hormonhaushalt ein schlechtes Hautbild oder Akne begünstigen. Indem Mönchspfeffer hilft, die Hormone zu regulieren, kann die Arzneipflanze sich auch positiv auf Unreinheiten der Haut auswirken.
  • Kinderwunsch: Ein unregelmäßiger Zyklus kann eine von vielen Ursachen sein, wenn Frauen nicht schwanger werden. Natürliche Mittel mit Mönchspfeffer können zu einer Zyklusregulierung beitragen, weshalb einige Frauen bei unerfülltem Kinderwunsch von der Einnahme des pflanzlichen Präparates profitieren.
  • Wechseljahre: Bei Frauen verändert sich der Körper zwischen 45 und 50 aufgrund der Wechseljahre noch einmal. In dieser Zeit verschiebt sich der Hormonhaushalt und viele Frauen klagen über Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Hitzewallungen oder depressive Verstimmungen. Insbesondere zu Beginn der Wechseljahre greifen viele Frauen dann zu natürlichen Mitteln, um die Beschwerden zu lindern. Mönchspfeffer ist eines davon, denn bestimmte Wirkstoffe der Pflanze können unter anderem Hitzewallungen abmildern.

Mönchspfeffer: Dosierung und Einnahme

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer sollte man in der Apotheke kaufen, in seltenen Fällen wird das natürliche Medikament auch in einigen Drogerien angeboten, denn es ist rezeptfrei erhältlich. Doch sollte man in jedem Fall zu dem fertigen pflanzlichen Mittel greifen und nicht etwa selbst aus den Früchten etwas herstellen – nur so kann gewährleistet werden, dass man immer die richtige Dosis und die gleiche Inhaltsstoffmenge zu sich nimmt.

In der Regel wird die Heilpflanze dann in Form von Tabletten oder Tropfen angeboten. Sie enthalten meiste rund 4 Milligramm des Extraktes der Mönchspfefferfrucht. Damit der natürliche Wirkstoff des Mönchspfeffers wirkt, ist außerdem die Einnahme über einen längeren Zeitraum notwendig. In der Regel sind erste positive Veränderungen nach drei Monatszyklen zu spüren.

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Nebenwirkungen von Mönchspfeffer sind kaum bekannt

Unabhängig vom Grund der Einnahme von Mönchspfeffer ist vorab immer die Absprache mit einem Arzt ratsam. So können Nebenwirkungen ausgeschlossen sowie die Dauer der Einnahme und die Dosierung besprochen und exakt abgestimmt werden.

Denn auch wenn über das natürliche Heilmittel kaum Nebenwirkungen bekannt sind, können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auftreten. In Einzelfällen wurden Juckreiz, Hautausschlage, Atemnot oder Schluckbeschwerden beobachtet. Einige Frauen reagieren auch mit Magen-Darm-Problemen auf die Einnahme von Mönchspfeffer.

Ebenso sollten Schwangere, Frauen, die mit der Pille verhüten oder Patientinnen, die bereits Medikamente einnehmen, die sich auf den Botenstoff Dopamin auswirken, auf die Einnahme von Mönchspfeffer verzichten oder dies nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Quellen: Bilder: Depositphotos/halfpoint, spline_x, nahhan, Wavebreakmedia, Text: Lisa Bender