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Christian Schmidt (rechts) hilft bei der Essensausgabe. © Thorsten Silz/photothek/BMEL
Hunger vs. Lebensmittelverschwendung

Gemeinsam mit den Deutschen Tafeln gegen Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel sind für viele Menschen selbstverständlich, weswegen sie achtlos damit umgehen. Die Lebensmittelverschwendung und damit Essen, das im Müll landet, wächst. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als auch der Bundesverband Deutsche Tafeln e.V. unterstützen deshalb die Aktion Zu gut für die Tonne.

Beim 20. Bundestafeltreffen Anfang Juni 2014 in Wiesbaden zeigte sich wieder, dass wir in Deutschland zu viele Lebensmittel verschwenden. Bundesweit landen so jährlich ungefähr elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Mülleimer – davon stammen fast 6,7 Millionen Tonnen aus den privaten Haushalten. Diese Verschwendung entspricht pro Kopf und Einwohner einer Menge von 82 Kilogramm jährlich weggeworfener Lebensmittel. Besonders tragisch ist dies, da schon zwei Drittel dieser Verschwendung durch eine bessere Planung beim Einkauf, adäquate Resteverwertung oder richtige Lagerung vermieden werden könnten. Traurig ist dieser Missstand auch, wenn man bedenkt, dass in Deutschland viele Menschen nicht genug Geld für Lebensmittel haben und deshalb von der Tafel abhängig sind, die sie mit Lebensmittel versorgt. Auch bei uns gehen Armut und Verschwendung also Hand in Hand.

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Essen wertschätzen und nicht verschwenden

Bundesernährungsminister Christian Schmidt würdigte beim Bundestreffen die Arbeit der Tafeln und vor allem das Engagement der Mitarbeiter der Tafeln. Er erklärt: „Wer die Tafeln für erfolgreiches Arbeiten lobt, muss auch eingestehen, dass ohne das Engagement der Tafel-Aktivisten noch mehr Lebensmittel vernichtet würden. Die Tafeln schlagen hier eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel.“ Mit der Aktion „Zu gut für die Tonne“ setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seit über zwei Jahren gemeinsam mit dem Bundesverband Deutsche Tafeln e.V.  gegen Lebensmittelverschwendung und für die Wertschätzung von Lebensmitteln ein. Schmidt erläutert in Wiesbaden: „Wir werden diese Initiative in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Denn es braucht einen langen Atem und viele Partner, um der Lebensmittelverschwendung spürbar Einhalt zu gebieten. Verschwendung von Lebensmitteln ist ethisch nicht zu begründen und nicht zu rechtfertigen. Denn Lebensmittel sind im wahrsten Sinne des Wortes Mittel zum Leben. In ihnen stecken nicht nur natürliche Ressourcen, sondern auch Mühe, Arbeit und Herzblut. Das verdient unsere Wertschätzung.“

Quelle: BMEL
Text: Kristina Reiß

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