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Von Anis bis Zimt: Gesunde Wintergewürze
Gesunde Gewürze von A - Z

Von Anis bis Zimt: Gesunde Wintergewürze

Von Anis bis Zimt: Gewürze und Weihnachten gehören zusammen, wie die Ostereier zu Ostern. Was wären Zimtsterne, Lebkuchen und Glühwein ohne die köstlichen Gewürze? Doch sie sorgen nicht nur für eine charakteristische Note, sondern besitzen auch besondere, gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Wintergewürze

Krampflösend, Abwehr-Booster und Stimmungsaufheller - Wintergewürze haben gesundheitsfördernde Eigenschaften © iStock/ Thinkstock

Anis (Pimpinella anisum) – krampf- & schleimlösend

Das beliebte Plätzchengewürz kennt man auch aus zahlreichen internationalen Digestifs wie Pastis, Raki oder Ouzo. Denn das Öl der Anisfrüchte hat eine krampflösende Wirkung und hilft bei Blähungen und Verstopfung. Bei Infektionen der oberen Atemwege kann es zudem schleimlösend wirken.

Nelken (Syzygium aromaticum) – für Migräne-Patienten

Eugenol, ein ätherisches Öl in der Gewürznelke, wirkt schmerzstillend und desinfizierend. Daher kommt es in der Zahnheilkunde zum Einsatz. Auch auf den Magen-Darm-Trakt wirken die süß-würzigen Nelken, die gemahlen sehr scharf schmecken können, beruhigend. Außerdem soll es Migräne vorbeugen und Anfälle lindern können.

Piment (Pimenta dioica) – hilft gegen rheumatische Schmerzen

Pimentkörner sind die Früchte des Nelkenpfefferbaums. Schon die Azteken nutzten es als Heilpflanze gegen Blähungen, Schmerzen und stressbedingte Nervosität. Und auch gegen Katersymptome wie Übelkeit, Sodbrennen und Kopfschmerzen nach der Silvesternacht sollen die aromatischen Beeren mit

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ihrem hohen Gehalt an Kalium, Calcium und Eisen helfen. Um sein Aroma ganz zu entfalten, muss Piment lange mitkochen.

Vanille (Vanilla planifolia) – der leckere Abwehr-Booster

Die perfekten Plätzchen für die Herzdame sind Vanillekipferl: Neben der aphrodisierenden Wirkung fördert das beliebteste Wintergewürz auch die Abwehrkräfte und wirkt appetithemmend. In Stress-Situationen löst es Verspannungen und wirkt aufheiternd.

Ingwer (Zingiber officinale) – der perfekte Schutz vor Erkältungen

In der Ingwerwurzel sind viele Bitterstoffe und ätherische Öle enthalten, die Erkältungen vorbeugen und die Verdauungstätigkeit fördern. Auch als Mittel gegen Reiseübelkeit wird Ingwer eingesetzt. Ob als Aufguss oder kandiert, die Ingwer-Wirkstoffe sind im Winter ein Muss.

Gewürze_und_Weihnachten

© iStock/ Thinkstock

Kardamom (Elettaria cardamomum) – beruhigt Magen & Darm

Der Kardamomstrauch ist mit dem Ingwer verwandt – doch hier werden die Samenkerne verwendet – vor allem für Lebkuchen, Punsch oder Marzipan. Auch Kardamom sorgt für eine optimale Verdauung und zusätzlich für frischen Atem. Er regt den Kreislauf und die Sauerstoffversorgung des Gehirns an, kann stimmungsaufhellend wirken und es wird ihm ebenfalls eine aphrodisierende Wirkung zugesprochen. Eine Prise Kardamompulver macht übrigens den Kaffee bekömmlicher.

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Muskat (Myristica fragrans) – ein wahrer Stimmungsaufheller

Schon Hildegard von Bingen empfahl den Stimmungsaufheller. Muskatpulver stammt nicht aus Nüssen, auch wenn die Samenkerne des Muskatbaums bei uns so bezeichnet werden. Es wirkt in geringen Dosen entzündungshemmend, appetitanregend und auch stimmungsaufhellend – perfekt für die kalte Jahreszeit. „Muskatnuss“ sollte sparsam verwendet werden, da es aufgrund ihrer narkotischen Wirkung sonst zu Krämpfen oder Schwindel kommen kann. Beim Kochen sollte Muskatpulver erst nach der Zubereitung eingesetzt werden, da sich die ätherischen Öle bei großer Hitze verflüchtigen.

Wintergewuerze

Zimt gegen Grippe, Nelken gegen Migräne, Muskat als Stimmungsaufheller © Zoonar/ Thinkstock

Koriander (Coriandrum sativum) – Beruhigung pur

Die getrockneten Samen des Küchenkrauts duften nach Zitrusfrüchten und Zimt und verfeinern Spekulatius sowie Printen. Koriander-Sud wird als Naturheilmittel gegen Migräne eingesetzt, die Samen wirken beruhigend auf Nerven sowie Magen-Darm-Trakt und werden bei Reizhusten eingesetzt.

Zimt (Cinnamomum) – im Tee gut gegen Grippeviren

Die ätherischen Öle der Rinde des Zimtbaumes wirken antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend. Sogar den Blutzuckerspiegel können sie bei regelmäßiger Einnahme senken. Die Stangen entfalten ihr Aroma erst so richtig, wenn man sie aufbricht und zerreibt oder in Flüssigkeit erhitzt. Tipp: Der chinesische Cassia-Zimt ist in den letzten Jahren aufgrund des hohen Cumarin-Gehalts stark in Verruf gekommen. Schon geringe Mengen Cumarin können bei empfindlichen Menschen die Leber schädigen. Verwenden Sie lieber den feineren Ceylon-Zimt, der z. B. in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich ist.

Quelle: medicalpress / Text: Christina Jung, Bilder: Depositphotos/lisovskaya