Nachhaltigleben
Flächenkonkurrenz

Rohstoffe wichtiger als Menschen

Das SÜDWIND-Institut hat Fallbeispiele zum Thema Flächenkonkurrenz veröffentlicht. In den Beispielen geht es um Baumwolle, Kakao und Fleisch und wie diese mit dem Lebensraum des Menschen konkurrieren.

Das SÜDWIND-Institut hat im Rahmen einer Reihe von Veröffentlichungen zum Thema Flächenkonkurrenz drei Fallbeispiele veröffentlicht. Die jeweils vierseitigen Themenhefte behandeln die Migration von Beschäftigten im Baumwollsektor in China, die Nutzung früherer Teile des Regenwaldes für den Anbau von Kakao als auch den immer größer werdenden Bedarf an Fläche, um die Nachfrage an Fleisch zu decken. Die Informationen sind so eingebaut, dass sie in der Schule und auch in anderen Bildungsbereichen eingesetzt werden können.

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Flächenkonkurrenz international

Nachhaltigleben

Der große Fleischkonsum stellt ein Problem für die Menschheit dar ©iStock

Die Diskussion über Flächenkonkurrenz, das bedeutet unterschiedliche Interessen der Landnutzung am selben Ort, verschärft sich immer weiter. In China wird immer mehr Baumwolle angebaut und auch dadurch werden die Anbauflächen immer größer. Dies hat verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Arbeit auf den Baumwollfeldern ist hart und zwingt die Arbeiter dazu sich über viele Monate im Jahr von ihren Familien zu entfernen, also zu migrieren. Außerdem sind die immer größer werdenden Flächen auch ökologisch ein Problem. Im Regenwaldgürtel Westafrikas ist das Problem eher, dass durch den Ausbau von Kakaoplantagen immer größere Teile des Regenwaldes zerstört werden. Außerdem sinken durch die großen Plantagen die Preise und kleine Bauern stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.

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Ein weiteres in den Themenheften behandeltes Dilemma sind die steigenden Getreidepreise aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Fleisch. Auf Feldern, auf denen früher Getreide angebaut wurde, stehen jetzt zum Beispiel Kühe und andere Fleischlieferanten. Der Fleischkonsum wird sich in den nächsten Jahren durch das weltweite Wachsen der Mittelschicht noch erhöhen. Die Situation spitzt sich also immer mehr zu. Die drei Fallbeispiele geben die genannten Probleme anschaulich und interessant wieder und können gut in den Unterricht integriert werden.

Quelle: SÜDWIND
Text: Kristina Reiß