1. Home
  2.  › Freizeit
  3.  › Heimat

Glückliche Kühe auf Bio-Bauernhof brauchen weniger Antibiotika

Wie Biobauern ihren Medikamenteneinsatz reduzieren können hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau in einer Studie untersucht. Die artgerechte Haltung von Tieren ist einer der Grundpfeiler der Ökolandwirtschaft und für die Gesundheit der Milch-Kühe. Fazit: Antibiotika-Verzicht funktioniert.

Kühe sind auch glücklich und gesund ohne Antibiotika.

Kühe sind auch ohne Antibiotika glücklich und gesund.

Doch wann fühlen sich Milch-Kühe nicht nur beim Öko-Bauer wirklich am wohlsten? Unter welchen Bedingungen bleiben Milchkühe so gesund, dass Öko-Bauern auf Medikamente, insbesondere Antibiotika, weitgehend verzichten können? In einem EU-Projekt zur Öko-Viehhaltung wurde dies von Forschern aus sieben Ländern am Beispiel der Milch-Kühe erforscht. Das Ziel ist es: Den Medikamentenverbrauch durch optimale Planung des tierischen Wohlbefindens zu reduzieren, idealerweise den Antibiotika-Einsatz völlig zu streichen.

Anzeige

Das Besondere an dem Projekt zu Milch-Kühen und Medikamente-Verbrauch wie Antibiotika: Die Tiergesundheit in den beteiligten Öko-Betrieben wurde nicht nach einem vorgegebenen Schema optimiert. Vielmehr konnte jeder Öko-Landwirt mithilfe fach- und sachkundiger Berater und in Zusammenarbeit mit Bio-Bauern aus der Nachbarschaft die Tiergesundheit auf seinem Hof analysieren und verbessern. Mit großem Erfolg: Bereits nach einem Jahr Laufzeit des Projektes konnte zum Beispiel der Antibiotika-Einsatz deutlich reduziert werden. Dies gelang durch teilweise einfache, kostengünstige Maßnahmen. So ging die Zahl der Euter-Entzündungen zurück, wenn die Milchkühe auf sauberem und weichem Stroh liegen konnten und beim Melken mehr auf deren Ruhe geachtet wurde.

Bio-Bauer und die gesunde Milch-Kuh

«Der Kernpunkt unseres Projekts lautet: Die Bio-Bauern müssen sich selbst die Verbesserungsziele stecken. Das erhöht die Bereitschaft zur Veränderung in den eigenen Betriebsabläufen», sagt Silvia Ivemeyer vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau.

Quelle: www.oekolandbau.de Text: JRB

Information zu Milch-Kühe und Antibiotika

  • In der Massentierhaltung ist es so, dass wenn ein Tier erkrankt, vorsorglich alle anderen im Stall auch mit Antibiotika geimpft werden.
  • Es ist nachgewiesen, dass Gülle und Mist noch viel Antibiotika enthalten.
  • Auch ist es Fakt, dass multiresistente Bakterien aus den Ställen in die Umwelt gelangen.
  • Resistenzen gegen Antibiotika sind auf den hohen Einsatz in der Human-Medizin zurückzuführen.