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Ökologische Landwirtschaft, Bio-Obst und Bio-Gemüse im Trend.)

Öko-Landwirtschaft in Deutschland weiter auf Wachstumskurs

Der ökologische Landbau ist in Deutschland weiter am Wachsen. Mehr und mehr Bauern entscheiden sich dafür, die besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Wirtschaftsform anzuwenden. 4,6 Prozent mehr Flächen für ökologischen Landbau sind 2010 entstanden.

Der Ökologische Landbau orientiert sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Ressourcen, Umwelt und Klima schonen, natürlicher und naturschonender Pflanzenschutz und Sicherheit für den Verbraucher sind Eckpfeiler der ökologischen Landwirtschaft.Die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht die ökologische Landwirtschaft in Deutschland wie folgt: «Ökologischer Landbau in Deutschland – wirtschaftlich stark, ökologisch verträglich und nachhaltig.» Besonders Bayern und Baden-Württemberg folgen dem Trend zur ökologischen Landwirtschaft. Bayern und Baden-Württemberg führen die Bundesländer mit jeweils annähernd 6.500 Betrieben mit ökologischer Landwirtschaft an. Eine eklatante Lücke herrscht zu den Plätzen drei und vier, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Beide haben eine Zahl von je unter 2.000 Betrieben mit ökologischer Landwirtschaft.

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Wer seine Lebensmittel, sein Obst, Gemüse und Salat nicht im eigenen Bio-Garten anbaut, kann auf die Produkte aus ökologischer Landwirtschaft vertrauen. Denn die Produkte aus ökologischer Landwirtschaft sind nicht nur nachhaltig produziert. Ökologisch angebautes Obst und Gemüse schmeckt einfach besser und sie geben uns Verbrauchern Sicherheit beim Einkauf von Lebensmitteln. Das Bio-Siegel nach EU-Öko-Verordnung - am besten auf regional erzeugten Produkten – ist in Deutschland ein zuverlässiger Gradmesser für die Herkunft der Lebensmittel aus ökologischem Landbau. Das kürzlich in Baden-Württemberg veröffentlichte, äußerst positive Ergebnis eines Öko-Monitoring unterstreicht dies.

Bio-Obst und Bio-Gemüse sind im Trend

Die ökologische Landwirtschaft konnte 2010 in Deutschland den Steigerungstrend wie im Vorjahr fortsetzen. Ökologisch bewirtschaftete Fläche nahmen um 4,6 Prozent zu (2009 um 4,3 Prozent). Damit sind derzeit 21.942 landwirtschaftliche Betriebe ökologisch orientiert. Insgesamt im Öko-Sektor tätig waren 2010 32.714 Unternehmen. Hierzu zählen neben Erzeugern auch verarbeitende Betriebe und Importeure.

Insgesamt wurden 2010 in Deutschland 990.702 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet und darauf Bio-Lebensmittel produziert. Der Anteil an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe beträgt im Jahr 2010 7,3 Prozent, womit die Zahl der ökologischen Landwirtschaften um 1,7 Prozent stieg.


5,8 Mio. Euro geben die Deutschen für Bio-Produkte aus.

5,8 Mio. Euro geben die Deutschen für Bio-Produkte aus.

Um ökologische Landwirtschaft betreiben zu können, ist eine Umstellung vonnöten. Mindestens zwei Jahre sind nötig. Erst danach können die landwirtschaftlichen Betriebe öko- oder Bio-Lebensmittel verkaufen. Die Öko-Felder und die ökologische Landwirtschaft werden durch staatlich zugelassene und von den Ländern überwachten Öko-Kontrollstellen nach den strengen Regeln der EU-Öko-Verordnung kontrolliert. Die Kontrollen finden in den Betrieben mindestens einmal im Jahr statt. Zusätzlich werden risikoorientierte Kontrollen und unangekündigte Stichprobenkontrollen durchgeführt.

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Deutschland ist mit 5,8 Milliarden Euro Jahresumsatz für Bio-Lebensmittel der größte europäische Marktplatz. Doch es wäre noch mehr möglich. Denn nicht nur aufgrund von EHEC und vorangegangener Skandale sind die Verbraucher verunsichert. Die Partei der Grünen hat angemerkt, dass das deutsche Angebot an Bio-Produkten zu langsam wächst. Die die Nachfrage der Verbraucher ist viel höher. Die Förderung einer umweltgerechten Landwirtschaft in der EU dürfe nicht gekürzt werden, sagte Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn den «Ruhr Nachrichten».

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat im Jahre 2009 die Erzeugung von landwirtschaftlichen Produkten aus ökologischer Landwirtschaft in Deutschland mit rund 137 Millionen Euro öffentlichen Mitteln gefördert.

Quelle: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, BMMELV, Text: Jürgen Rösemeier