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Photovoltaik und Wärmepumpe: Keine CO2-Emission und Energie sparen.

Wärmepumpe: Wärme aus der Natur

Beim Sanieren und im Neubau ist eine Wärmepumpe eine gute Möglichkeit, um auf erneuerbare Energien umzusteigen. Diese zukunftsorientierte Heizmethode benötigt zwar Strom, aber der eigentliche, energieeffiziente Heizvorgang geschieht mit der Umgebungswärme aus Wasser, Erde und Luft.

Die Wärmepumpe ist ein, neben der Solarthermie ein sehr umweltschonendes Heizungssystem. Die Wärmepumpe im Haus als Energiequelle reduziert klimaschädliche CO2-Emissionen und drosselt drastisch den Energieverbrauch. Nicht zuletzt darum, setzen derzeit jährlich 50.000 neue Hausbesitzer – gleich, ob Neubau oder Sanierung – auf eine Wärmepumpe. Darüber hinaus produziert die Wärmepumpe kaum Wartungskosten und erzeugt bei richtiger Planung und im optimalen Betrieb bis zum Vierfachen der eingesetzten elektrischen Antriebsleistung an Wärmeenergie. Wer noch dazu Öko-Strom einsetzt, heizt zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien.

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Die Funktion einer Wärmepumpe gleicht der eines Kühlschranks – nur genau umgekehrt. Während der Kältemittelkreislauf des Kühlschranks seinem Inneren die Wärme entzieht und diese an die Umgebung abgibt, entzieht der Kältemittelkreislauf einer Wärmepumpe der Umgebung - genauer: Grundwasser, Erdreich oder Luft – die dort vorhandene Wärme. Diese Wärme wird innerhalb des Gerätes auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und kann dann zum Heizen oder zum Erwärmen von Trink- und Heizungswasser genutzt werden.

Wie effizient eine Wärmepumpe als Heizquelle arbeitet, zeigt das Verhältnis der eingesetzten zur erzeugten Energie. Um Wärmepumpen vergleichen zu können, wird die Jahresarbeitszahl (JAZ) ermittelt. Dieser Wert gibt an, wie hoch der Wärmegewinn im Vergleich zum Energieeinsatz in Form von Strom ist. Laut einer Studie des Fraunhofer ISE erreichen moderne Erd-Wärmepumpen durchschnittlich Werte von 3,9. Klarer ausgedrückt: Etwa das Vierfache der eingesetzten Energie wird wieder zur Wärme. Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. argumentiert «Die Investition in eine gut geplante Wärmepumpen-Heizung zahlt sich aus. Moderne Anlagen sind so effizient, dass sie aus bis zu 75 Prozent kostenloser Umweltenergie 100 Prozent Heizleistung erzeugen.»

Wärmepumpe: Im Sommer günstig kühlen

Doch nicht nur wohlige Heizungswärme ist mit einer Wärmepumpe möglich. Denn Wärmepumpen können darüber hinaus auch zur Kühlung der eigenen vier Wände eingesetzt werden. Da die Temperatur im Erdreich im Sommer geringer ist als die Raumtemperatur, können Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen die Kühle des Erdreiches direkt nutzen. Dafür wird nur ein sehr geringer Energieaufwand benötigt, was diese Art der Kühlung sehr energieeffizient macht.


Wärmepumpen gewinnen Wärme aus der Erde, dem Wasser oder der Luft.

Wärmepumpen gewinnen Wärme aus der Erde, dem Wasser oder der Luft.

Laut einer Studie der TU München spart sie schon ab einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 2,0 im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen klimaschädliche CO2-Emissionen ein. Ab einer JAZ von etwa 4,0 reduziert sie die CO2-Emissionen sogar um 50 Prozent. Fachmännisch eingebaute Erd-Wärmepumpen haben eine Durchschnitts-JAZ von 3,8.

Auch der Energieverbrauch wird deutlich gesenkt, da die Wärmepumpe die kostenlose Umweltwärme aus Erde, Wasser und Luft nutzt und nur etwa 25 Prozent Antriebsenergie in Form von Strom benötigt.

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Kosten einer Wärmepumpe

Die Kosten für die komplette Installation einer Wärmepumpe beginnen, je nach Technik und Nutzung von Erd-, Wasser- oder Lufttemperatur, beginnen bei 12.000 Euro für ein Haus um die 120 Quadratmeter. Die günstigste Variante ist in aller Regel die Luft-Wasser-Wärmepumpe, denn alleine die Tiefenbohrung entfällt.

Unser Tipp: Wenn Sie den Strombedarf für den Betrieb durch eine eigene Photovoltaik-Anlage decken, verdient auch noch bares Geld und spart zu 100 Prozent CO2-Emissionen bei der Wärme- und Warmwasser-Erzeugung ein. Hintergrund ist, dass die Bundesregierung beschlossen hat, die Eigennutzung mit 22,76 Cent je Kilowattstunde zu vergüten. Wer sich also jetzt entscheidet, seine Wärmepumpe mit eigenem Strom anzutreiben, bekommt für die nächsten 21 Jahre diese Vergütung garantiert.

Über die aktuellen Fördermöglichkeiten klärt der Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. auf.

Quelle: Bundesverband Wärmepumpe e.V., Text: Jürgen Rösemeier