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Kräuter mit Heilwirkung
Superfoods aus dem Garten

Superfoods - Die Apotheke im eigenen Garten

Sieben unglaubliche Kräuter und ihre Wirkung. Die meisten Menschen bezeichnen sie als Unkraut, doch vor allem im Frühjahr ist das vermeintliche Unkraut ein wahres Superfood – eine Vitaminbombe, die vor der eigenen Haustür wächst.

Sie sind dafür bekannt, besonders hartnäckig und unempfindlich zu sein. Löwenzahn, Brennessel, Giersch, Spitzwegerich, Vogelmiere u.v.m. werden heutzutage als Unkraut bezeichnet. Dabei sind sie echte Superfoods, deren heilende Wirkung nur noch wenigen bekannt ist. Sie stecken voller Mineralstoffe und Spurenelemente, die unseren Körper mit Basen versorgen. Besonders die jungen Pflanzentriebe, die im Frühjahr sprießen, sind lebendige Vitaminlieferanten. Sie reinigen das Blut und unterstützen die Ausscheidungsfunktionen unseres Körpers.

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Die Kraft der Heilkräuter

Schon der bekannte Arzt der Antike „Hippokrates von Kos“ (460-370 v. Chr.) war der Auffassung, dass unsere Nahrungsmittel unsere Heilmittel und unsere Heilmittel auch gleichzeitig unsere Nahrungsmittel sein sollten. Für ihn war klar, dass die körpereigenen Heilungskräfte mit Hilfe von Heilpflanzen unterstützt werden müssen um Gesundheit zu erlangen und zu bewahren. Zudem war er der Meinung, dass das Gehen des Menschen beste Medizin sei. Eine Wanderung durch den Wald, mit der Suche nach Heilpflanzen, hat demnach also einen doppelt positiven Effekt.

Das Wissen um die Heilkraft

Das Wissen um die Heilkraft von Kräutern ist alt und füllt ganze Bibliotheken. Was früher Alltagswissen war, weiß heute jedoch kaum noch jemand. Mit der Entstehung der Pharmakologie im 18. und 19. Jahrhundert endete die breite Nutzung von Heilkräutern in der Bevölkerung.In unserer modernen Hightechmedizin gibt es gegen jedes Wehwehchen eine Pille. In den meisten Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln stecken jedoch nur isolierte Einzelwirkstoffe einer Pflanze oder synthetisch hergestellte Wirkstoffe drin. Die traditionelle Heilkunde hatte aber immer das Heilen des ganzen Menschen im Sinn und so geht es auch bei der Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) um die ganze Pflanze.

Phytotherapie - Alternative zur Schulmedizin

Mit der New-Age-Bewegung der 60er Jahre interessierten sich wieder mehr Menschen für Heilpflanzen. Und auch heutzutage wird der Naturheilkunde und somit auch der Phytotherapie wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Diese Pflanzen sollten Sie im Frühjahr sammeln

Hier erhalten Sie eine kleine Liste mit Heilkräutern, die Sie bereits ab März sammeln sollten, wenn Blätter und Triebe noch jung und besonders vitaminreich sind. Sie brauchen nicht lange suchen – dieses Superfood wächst garantiert auch vor Ihrer Tür!

Löwenzahn hat heilende Wirkung.

Löwenzahn ist überall leicht zu ernten.

Löwenzahn:

Löwenzahn enthält viele Bitterstoffe, die Nieren und Leber bei der Ausscheidung von Stoffwechselschlacken unterstützen. Somit hilft der Löwenzahn u.a. bei chronischen Hautproblemen, Haarschuppen, Rheuma, Gelbsucht, Krampfadern, Leber- und Gallenbeschwerden, sowie bei Magenbeschwerden.

Brennessel:

In der Brennessel findet sich Eisen, Ameisensäure, Vitamin A, Phosphor, Gerbsäure, Chlorophyll, Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium, Gallussäure, Kieselsäure und Histamin. Sie stärkt den Körper und wirkt u.a. blutreinigend, stoffwechselsteigernd, entzündungshemmend, blutdrucksenkend, gefäßerweiternd und harntreibend.

Giersch:

Giersch enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe, wie Eisen, Kupfer und Mangan. Früher wurde er vor allem gegen Gicht eingesetzt. Giersch entsäuert den Körper und vertreibt Schmerzen aus Knochen und Gelenken.

Spitzwegerich:

Da im Spitzwegerich Schleimstoffe enthalten sind, gilt er als Hustenpflanze. Zudem leistet er durch seine antibakterielle und adstringierende Wirkung erste Hilfe bei kleinen Verbrennungen, Insektenstichen und  Schürfwunden.

Vogelmiere:

Die Vogelmiere ist reich an Vitamin A, Vitamin C, Schleimstoffen und Mineralien. Neben Kalium und Kieselsäure enthält sie Zink, Phosphor, Magnesium und Kupfer. Sie hilft bei Hämorrhoiden, Lungenleiden und bei Verschleimungen der Nieren und der Blase. Zudem gilt sie als starkes Antioxidant.

Wiesenlabkraut:

Wiesenlabkraut regt die Nierentätigkeit an, wirkt entwässernd, reinigt die Haut, schützt die Schleimhäute und fördert die Entschlackung über die Lymphe, sowie den Abbau von Schadstoffen aus dem Körper.

Birkenblätter:

Birkenblätter sind reich an Flavonoiden, Saponinen, Salicylsäureverbindungen, Gerbstoffen und Vitamin C. Die Birke wirkt entschlackend und blutreinigend. Sie wird vor allem für Nieren und Blase, sowie für Haut und Haare eingesetzt. Aber auch bei rheumatischen Beschwerden soll die Birke helfen.

Altes Kräuterwissen aus dem Harz

Typische Heilpflanzen aus dem Harz...

Buchtipp:

Einen genauen Einblick in die Geschichte der europäischen traditionellen Medizin und der damit verbundenen Pflanzenheilkunde bietet das Buch: „Altes Kräuterwissen aus dem Harz“ von Hilde Thoms. In dem Buch werden zudem 35 harztypische Heilpflanzen mit ihren Anwendungsmöglichkeiten, sowie Wanderrouten zum Kräutersammeln illustriert.

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Quelle: kraeuter-verzeichnis.de, kraeuterweisheiten.de, harzwelten.online/produkt/altes-kraeuterwissen-aus-dem-harz.de,  Bild: depositphotos/rikohlan, chamilleWhite,Flickr CC-BY-NC-ND/Andreas Lederer, Autor: Meike Riebe